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Hansen–Negreanu

Aus Donkpedia, dem vielseitigen Pokerlexikon
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Involviert in die Hand, die als einer der bekanntesten und speaktakulärsten Bad Beats in die Geschichte eingehen sollten, waren Gus Hansen und Daniel Negreanu. Daneben wurde der bis dato größte Pot in der Geschichte des Fernsehformats High Stakes Poker ausgespielt.

Vorgeschichte

Diese Hand ereignete sich in der zweiten Staffel der Fernsehserie High Stakes Poker. Austragungsort war das Palms in Las Vegas, Nevada. Um am Cash Game teilnehmen zu dürfen, mussten sich alle Spieler für mindestens 100.000 $ einkaufen.

Verlauf

Palms Hotel und Casino
Gus Hansen
Daniel Negreanu
Gus Hansen gegen Daniel Negrenau
Potgröße
Hinweis 8 Spieler am Tisch, Ante: 100 $, Blinds: 300/600 $ 1.700 $
Hole Cards - Hansen 5♦ 5♣
Hansen erhöht um 2.100 $ 3.800 $
Hole Cards - Negreanu 6♠ 6♥
Negreanu erhöht um 5.000 $ 8.800 $
Hansen Callt 2.900 $ 11.700 $
Hinweis alle anderen Spieler passen 11.700 $
Flop 9♣ 6♦ 5♥
Hinweis Hansen und Negreanu halten einen Drilling
Negreanu hat den höheren Drilling
Hansen checkt 11.700 $
Negreanu setzt 8.000 $ 19.700 $
Hansen erhöht um 26.000 $ 45.700 $
Negreanu callt 18.000 $ 63.700 $
Turn 5♠
Hinweis Hansen hält den Nut Vierling
Negreanu hat ein Full House
Hansen setzt 24.000 $ 87.700 $
Negreanu callt 24.000 $ 111.700 $
River 8♠
Hansen checkt 111.700 $
Negreanu setzt 65.000 $ 176.700 $
Hansen all in (erhöht um 232.000) 408.700 $
Negreanu callt 167.000 $ 575.700 $
Hansens Hand 5♦ 5♣ 5♥ 5♠ 9♣
vier Fünfen
Negreanus Hand 6♠ 6♥ 6♦ 5♥ 5♠
Full House aus Sechsen und Fünfen
Hinweis Hansens Vierling schlägt Negreanus Full House
damit erhält Hansen den Pot von 575.000 $

Interpretation

Zum Video
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Daniels Meinung über die Hand.

Nach dem Flop muss Hansen annehmen, dass er mit seinem Drilling die beste Hand hält. Allerdings ist das Board sehr gefährlich, weshalb er sich wahrscheinlich für ein check-raise entschieden hat, um den Showdown zu verhindern. Als Negreanu callt ist Hansen jedoch unsicher, da Negreanu auch eine Straight oder einen höheren Drilling halten könnte. Im ersteren Falle, würde Hansen ein Full House benötigen, um die Straight zu schlagen.

In Wahrheit hält Negreanu tatsächlich den höheren Drilling. Damit hat Hansen nur noch die Möglichkeit, mit der einzigen verblieben 5 im Deck, nämlich der 5♠, zu gewinnen. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese, wie tatsächlich geschehen, auf dem Turn erscheint, liegt bei etwas über zwei Prozent.

Hansen hält nach dem Turn also den Vierling aus Fünfen, während Negreanu ein Full House aus Sechsen und Fünfen hält. Damit würde er einen eventuellen Straight Hansens schlagen. Jedoch ist er besorgt, da Hansen neben einem Fünfer-Paar in den Hole Cards auch zwei Neunen halten könnte.

Hansen entscheidet sich nach dem Turn noch einmal zu setzen. Diese Erhöhung beträgt fast die Hälfte des Pots. Er tut dies um etwas mehr Geld in den Pot zu bekommen, aber überbietet dieses Mal den Pot nicht, um Negreanu nicht zu verschrecken, falls dieser bloß ein Straight oder ein Paar hält. Auch könnte Negreanu diesen Einsatz als schwach interpretieren und so auf die Idee kommen ihn zu erhöhen. Negreanu callte nach seiner Angabe einerseits aus Angst vor dem besseren Full House oder einem Vierling, andererseits wollte er Hansen noch ein weiteres mal bluffen lassen, um mehr Geld in den Pot zu bekommen. Um einen solchen zweiten Bluff Hansens zu motivieren tut er äußerst besorgt und seufzt.

Als Hansen nach dem River checkt sind Negreanus letzte Zweifel verschwunden, er ist sich sicher die bessere Hand zu halten und macht einen Einsatz. Zu seiner Bestürzung erhöht Hansen diesen Einsatz jedoch erneut, dieses Mal sogar mit einem all in. Nun muss Negreanu annehmen, dass sein Gegner das höhere Full House, eventuell sogar einen Vierling hält. Da er jedoch nur 167.000 $ bei einem Pot von 408.700 $ nachzahlen muss, callt Negreanu und muss beim Showdown feststellen, dass er unglücklich verloren hat (Bad Beat).