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Phil Ivey

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Vereinigte Staaten
Phil Ivey

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Persönliches
Wohnort: Las Vegas, Nevada
Spitzname: The Tiger Woods of Poker, No Home Jerome
PokerStars: RaiseOnce?
Full Tilt Poker: Phil Ivey
Money Icon.png
Verdienste
Turniereinnahmen:[?] 12.800.000 $
( 9.795.668 €)
Letzte Änderung: 10. April 2013, 12:53

Phillip D. Ivey (sprich: [fɪl aɪvi]; * 1. Februar 1976 in Riverside, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer professioneller Pokerspieler. Er ist der jüngste Spieler, der acht Bracelets bei der World Series of Poker gewonnen hat und liegt mit neun Bracelets aktuell auf Rang Vier der ewigen Bestenliste. Daneben hat Ivey einen WPT-Titel gewonnen und ist er einer der größten Gewinner bei Onlinepoker-Cash Games. Ivey gilt als bester Allroundspieler seiner Generation.

Inhaltsverzeichnis

Iveys Jugend

Phil Ivey wurde in Riverside, Kalifornien geboren, zog aber im Alter von drei Monaten mit seiner Familie um. Seine Kindheit verbrachte Ivey in einer kleinen Stadt namens Abescon in der Metropolregion von New York im Bundesstaat New Jersey. Die ersten Erfahrungen mit dem Pokerspiel machte er mit seinen Arbeitskollegen in einem Call-Center. Dabei verdeutlichte sich, dass Phil Ivey nicht nur ein erstklassiger Verkäufer war, sondern auch ein sehr talentierter Kartenspieler. Iveys erster einprägsamer Nickname war „No Home Jerome“, da dies in jenem gefälschten Ausweis stand, den er dazu benutzte um in den Casinos von Atlantic City spielen zu können. Schon damals unterstützten ihn seine Premiumfans, die Humphries.

Pokerkarriere

World Series of Poker

Phil Ivey während des Main Event 2009.

Das erste Armband konnte er sich ums Handgelenk im Jahr 2000 legen, als er ein Pot Limit Omaha-Event für sich entschied. Im Jahr 2002, im Alter von 26, konnte er bei der World Series of Poker 2002 drei Bracelets innerhalb dieser Series erringen. Diese herausragende Leistung wurde bis dahin erst von Phil Hellmuth und Ted Forrest geleistet. Zusätzlich zu seinen sieben Bracelets war Phil Ivey beim Main Event sehr erfolgreich, wenn auch der Titel des Main Event-Champions bislang in seiner Trophäensammlung fehlt. Bei den vier Main Events von 2002 bis 2005 platzierte er sich nicht nur dreimal im Preisgeld, sondern erreichte dabei jeweils Top-25-Finishes und dies trotz der explsionsartig gestiegenen Teilnehmerzahlen. Beim Main Event 2002 belegte Ivey zunächst den 23. Platz. Im Jahr 2003 bubbelte er auf der Finaltischblase und erreichte den zehnten Platz, als er unglücklich gegen die Luckbox Chris Moneymaker ausschied. Im Folgejahr, bei der World Series of Poker 2005 kam er als 20. ins Ziel.

Während der World Series of Poker 2009 gewann Ivey zwei Bracelets in einer Series. Zudem sollte er einen weiteren Schuss auf die Main Event-Krone haben. Dabei gelangte er zum ersten Mal in seiner Karriere an den Finaltisch des prestigträchtigsten Pokerturniers der Welt, musste seine Ambitionen auf den Titelgewinn jedoch auf dem siebten Rang beenden. Die knapp 1.400.000 US-Dollar Preisgeld sollten für den High Roller nur ein geringer Trost sein, ebenso wie der zweite Endrang in der Tabelle des Spieler des Jahres. Ivey errang in diesem Jahrzehnt, zwischen den Jahren 2000 und 2009, insgesamt sieben Bracelets, mehr als jeder andere Spieler.

Auch 2010 gewann Ivey ein Bracelet, zum ersten Mal in der gemischten Variante H.O.R.S.E., das Turnier hatte ein Buy In von 3.000 $. Am Finaltisch saßen neben Ivey bekannte Namen wie sein Heads Up-Gegner Bill Chen, der Drittplatzierte John Juanda sowie David „Bakes“ Baker und Jeff Lisandro. Die WSOP 2011 ließ Ivey aus, nachdem das Full Tilt Poker-Fiasko öffentlich wurde, da er es laut eigener Aussage für unfair ansah, dass er als ehemaliger gesponserter Full Tilt Pro spielen könne, während tausenden US-amerikanischen Spielern eine Auszahlung ihrer Bankroll verwehrt werde. In der Folge verklagte Ivey Tiltware, die Betreiberfirma von Full Tilt Poker.[1]

Im Folgejahr nahm Ivey wieder an der WSOP teil. Ihm wurde von Teilen der Pokercommunity eine Doppelmoral unterstellt, da er mitspielte, obwohl immer noch keine Auszahlungen an ehemalige US-amerikanische FTP-Accounts erfolgt waren. Außenstehende Personen begrüßten seine Entscheidung jedoch größtenteils. Nach einem verhaltenen Start in den ersten Turnieren legte Ivey eine der wohl beeindruckensten Leistungen in der Geschichte der Turnierserie hin. Innerhalb von dreizehn Tagen erreichte Ivey fünf Finaltische bei sechs Preisgeldplatzierungen. Alle fünf Final Tables waren außerdem World Championship Events. Er wurde dort der Reihe nach Siebter, Zweiter, Dritter, Fünfter und Achter. Nach dem dritten Finaltisch übernahm er auch erstmals in diesem Jahr die Führung im Ranking zum Player of the Year, auf Grund einer schwachen WSOP Europe mischte er jedoch nicht mehr um den Sieg in der Wertung mit.

Bracelets

Zum Video
Phil Ivey wird Zehnter im Main Event 2003
Jahr Turnier Preis ($)
2000 2.500 $ Pot Limit Omaha 195.000
2002 2.500 $ Seven Card Stud High/Low 118.440
2002 2.000 $ S.H.O.E 107.550
2002 1.500 $ Seven Card Stud 132.000
2005 5.000 $ Pot Limit Omaha 635.603
2009 2.500 $ No Limit Deuce to Seven Draw 96.361
2009 2.500 $ Omaha/Seven Card Stud High/Low 220.538
2010 3.000 $ H.O.R.S.E. 329.840
2013 APAC 2.200 $ Mixed 51.840 A$

World Poker Tour

Er schaffte es bei der World Poker Tour mehrmals den Finaltisch zu erreichen. Im Februar 2008 gewann er dann schließlich das WPT-Hauptturnier der L.A. Poker Classic und damit sein erstes WPT-Event.

Weitere Turniere

Zum Video
Phil Ivey im Interview, nachdem er die Führung in der ewigen Geldrangliste übernahm

Im November 2005 sicherte sich Phil Ivey den Turniersieg bei den Monte Carlo Millions und kassierte dafür 1.000.000 US-Dollar. Lediglich fünf Tage später griff er den Hauptpreis von 600.000 $ bei einem Einladungsturnier ab. Das Event wurde von Full Tilt Poker in Monte Carlo veranstaltet und live vom DSF übertragen.

Bei der European Poker Tour in Barcelona des Jahres 2006 konnte er hinter Björn-Erik Glenne den zweiten Platz belegen und ein Preisgeld von umgerechnet rund 470.000 US-Dollar gewinnen.

Mit dem zweiten Platz hinter Dan Shak bei der 100.000 A$-Challenge der Aussie Millions 2010 schaffte es der mittlerweile legendäre Phil Ivey, sich an die Spitze der All Time Money-Liste zu setzen.

12.800.000 US-Dollar in Turniergewinnen standen bei ihm im Alter von 33 Jahren zu diesem Zeitpunkt zu Buche.

Cash Games

Er ist einer der Stammgäste in Bobby's Room des Bellagio. Beim sogenannten Big Game geht es dabei um Stakes von mehreren hunderttausend US-Dollar.

2006 trat er gegen den Milliardär Andrew Beal an. Dabei legten einige Pokerpros ihre Bankroll zusammen, um gegen den großen Fish Limit Texas Hold'em zu spielen. Der Big Bet bei dieser Runde betrug schlappe 100.000 $.

Dabei konnte Ivey in drei Tagen insgesamt 16 Millionen Dollar erspielen, nachdem die „Corporation“ noch in der Vorwoche mit zehn Millionen Dollar hinten lag. Nachdem Beal gegen Phil Ivey verloren hatte, erklärte der Ölbaron (nicht zum ersten Mal), dass er das Pokerspiel aufgeben würde.

Er nahm an der dritten sowie sechsten Staffel von High Stakes Poker teil, wobei er in der sechsten Season an jedem Spieltag teilnahm.

Im Oktober 2012 wurde bekannt, dass die britische Spielbank Crockfords Ivey eine Auszahlung von 7.300.000 £ aus unbekannten Gründen verweigerte.[2]

Onlinepoker

Ivey spielte unter seinem eigenen Namen auf Full Tilt Poker die höchsten Cash Games, mit Limits von bis zu 500/1000 $-No-Limit beziehungsweise -Pot-Limit sowie 2000/4000 $-Fixed-Limit, zumeist in der Variante 8-Game, und lieferte sich immer wieder packende Duelle mit Tom Dwan, Patrik Antonius oder auch Isildur1. Alleine auf Full Tilt Poker war er mehrere Millionen US-Dollar im Plus.

2008 beendete er sein Onlinejahr mit einem Gewinn von rund 7 Millionen US-Dollar an erster Stelle vor Phil Galfond und Tom Dwan. Nach ihm sind diverse Tische auf seiner Seite benannt, zum Beispiel Ivey Thunderdome. Am Ende des Online-Cash-Game-Jahres 2009 standen weitere 6.500.000 US-Dollar bei ihm auf der Habenseite.

In der Onlinepokerszene wird vermutet, dass Ivey auf PokerStars unter dem Namen RaiseOnce ebenfalls die Nosebleed-Tables und High-Roller Turniere unsicher machte, allerdings ist das reine Spekulation.

Wetten

Ivey gilt als Katalysator der größten Side Bets im Pokergewerbe. 2008 wurde öffentlich, dass er massive Summen auf einen Braceletgewinn gesetzt haben soll. Im Jahr darauf soll er nach dem Erringen seines ersten Armbands erneut sehr viel Geld auf die restliche Series gesetzt haben. Es lässt sich davon ausgehen, dass Ivey mittlerweile bei jeder WSOP große Summen auf einen Turniersieg seiner Person setzt.

Während der sechsten Staffel von High Stakes Poker startete er mit Tom Dwan die so genannte „Veggie Bet“, bei der er 1.000.000 $ gewonnen hätte, wenn er ein Jahr lang kein Fleisch mehr konsumiert hätte. Nach wenigen Wochen kaufte sich Ivey mit 150.000 $ aus der Wette aus.

Im April 2010 erreichte seine Leidenschaft einen neuen Höhepunkt, als er eine 5.000.000 $-Wette mit Howard Lederer startete. Der gesamte Einsatz würde demnach Ivey gehören, wenn er es schaffen würde, innerhalb von drei Jahren mindestens zwei weitere Bracelets zu gewinnen. Auf Grund des Full Tilt Poker-Skandals ist die Wette vermutlich nullifiziert worden.

Privatleben

Neben dem Pokerspiel ist er ein großer Sportfan, wo er ebenfalls gerne wettet. Dabei soll er auf den Ausgang des Superbowls 2010 knapp zwei Millionen gesetzt haben.

Er ist ein begeisterter Fan der L.A. Lakers sowie der Houston Rockets und trug oft Basketball-Shirts bei Pokerturnieren. Mittlerweile hat sich sein Kleidungsstil aber deutlich gebessert.

Eine weitere Passion von ihm ist das Golfspiel, bei dem er gegen Daniel Negreanu und Erick Lindgren um teils extrem hohe Einsätze spielt.

Phil Ivey ließ sich Ende Dezember 2009 von seiner Frau scheiden. Dieser Umstand festigte seinen Spitznamen „Tiger Woods of Poker“, da bei ebendiesem kurz zuvor mehrere Affären bekannt wurden. Daraufhin stellte er im April 2010 seine Las Vegas-Residenz im Stadtteil Summerville zu einem Preis von über 1,9 Millionen US-Dollar zum Verkauf.

Weblinks

  1. Artikel auf wickedchopspoker.com
  2. Artikel bei dailymail.co.uk