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1. Turnier der World Series of Poker 2008

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10.000 $ Pot Limit Hold'em
World Championship
Teil der World Series of Poker 2008
WSOP-Logo.png
Datum 30. Mai – 1. Juni 2008
Ort Las Vegas (Rio)
Variante Pot Limit Hold'em
Struktur
Buy In 10.000 $
Teilnehmer 352
Geldplatzierungen 36 (10,23 %)
 Genaue Ergebnisse 
Gewinner Nenad Medic
Sieger-Preisgeld 794.112

Das erste Turnier der World Series of Poker 2008 wird vom 30. Mai bis zum 1. Juni als Eröffnungsevent der Turnierserie ausgetragen.

Ausgespielt wird das Turnier in der Variante Pot Limit Hold'em, das buy in liegt bei 10.000 $.

Der Sieger darf sich Pot Limit Hold'em-Weltmeister nennen. Titelverteidiger ist Allen Cunningham.

352 Spieler meldeten sich für das Turnier an. Die ersten 36 erhalten Preisgelder, von 23.162 $ aufwärts bis zum Turniergewinner, der 794.112 US-Dollar in Empfang nehmen wird.

Verlauf

Tag 1

Wie so oft fand man Patrik Antonius am Ende des Tages wieder weit vorne.
Elezra beendete den ersten Tag als deutlicher Chipleader.

Gestartet wurde das Event und somit die 39. World Series of Poker um 12.00 Uhr Ortszeit mit einem Shuffle up and Deal von Doyle Brunson. Die ersten bekannten Gesichter, die man im Teilnehmerfeld sah, waren Phil Ivey, Barry Greenstein, Daniel Negreanu, Dario Minieri, Erik Seidel, Chau Giang und Allen Cunningham.

Auch die Onlineelite soll ihren Auftritt beim Auftakt haben. „Rizen“, „BeL0WaB0Ve“, „MrSmokey1“, „zangbezan24“, „lilholdem“, „RainKhan“, Shane Schleger aka „shaniac“ sowie die Wafflecrusher „Thay3r“ Rasmussen und Shaun Deeb waren ebenfalls angetreten.

Als einen der Ersten erwischte es James Mackey, der zwar mit 68 auf dem Board zwei weitere Sechsen fand, jedoch gegen K6 seines Kontrahenten unterlegen war.

Zu einer kuriosen Situation kam es nach etwa zwei Stunden Spielzeit, als der Deutsche Jan von Halle auf dem River mit einem Royal Flush, also der bestmöglichen Hand, in Position gegen Kathy Liebert checkte. Die Spieler am Tisch, die diese seltsame Situation sahen, ruften einen Verantwortlichen, der 50outs mit einem Augenzwinkern wegen Verdacht auf eine verbotene Absprache verwarnte. Vielleicht war er, aufgrund des Ausscheidens seiner Frau Katja Thater kurz zuvor, etwas neben der Spur. Er selbst schied nach 5 Stunden Spielzeit aus. Später gab er an, seine Hand falsch gelesen zu haben. Er dachte KJ in schwarz beim Board A♥K♥Q♥10♥ gehalten zu haben, jedoch hielt er den J♥.[1]

Mit unter anderem Eli Elezra, Michael Binger, David Williams, Kenny Tran, David Singer, Andy Bloch und J.C. Tran traten einige Spieler deutlich nach dem Startschuss das Turnier an. Phil Hellmuth wird allerdings nicht mehr erscheinen. Er zog es vor, den L.A. Lakers bei den Playoff Finals zuzuschauen.[2]

David „The Dragon“ Pham manövrierte sich recht früh zu den Railbirds. Kevin Saul hieß der Gegner, der ihn auf dem Board Q 7 4 7 sämtliche Chips entlockte. Pham callte all in mit 1010, obwohl er nach Action vor und auf dem Flop, kaum eine plausible Hand schlug. Der River brachte eine 8 und Saul auf dreifachen Startingstack.

Nur kurz danach konnte sich auch John Juanda über einen Royal Flush freuen, jedoch holte er im Gegensatz zu Jan von Halle ein Double Up heraus.

Mit Barry Greenstein, Chau Giang, T.J. Cloutier, Dewey Tomko und Freddy Deeb wurde die ältere Garde bereits ziemlich früh aus dem Turnier eliminiert. Howard Lederer verlor einen Großteil seines Stacks gegen John Hennigans und verlor später den klassischen Coinflip mit AK versus QQ. Nach vier Stunden war auch „Durrrrrrr“ bei seinem ersten WSOP-Turnier ausgeschieden.

Auf dem Flop J♠ 7♣ 2♣ schob Lyle Berman einen Potsized-Einsatz in die Mitte. Doyle Brunson ging darauf mit AK♣ (Overcards + Flush Draw) all in. Jedoch nahm Berman mit J♥ J♦ einige Outs weg. Auf Turn und River kam die 8♥ sowie die 6♠ und Texas Dolly war draußen. Auch für den Titelverteidiger Allen Cunningham kam im fünften Level das Aus.

Kurz vor Ende des Tages musste auch noch Phil Ivey zusammenpacken.

Nach dem ersten Tag waren noch 70 Spieler dabei. Eli Elezra ist der Chipleader mit etwas über 300.000 Chips. Bekannte Spieler knapp hinter Elezra waren Patrik Antonius, Nenad Medic, Tuan Le und Phil Laak.

Tag 2

Der zweite Tag begann am Sonntag um 23:00 Uhr unserer Zeit. Das Ziel war, bis auf den Finaltisch, also die letzten neun Spieler hinunter zu spielen.

Relativ früh an diesem Tag schieden David Benyamine, Jennifer Harman und Anna Wroblewski aus. Anfangs verlor Eli Elezra 50.000 Chips durch einige kleinere Pots und verlor seine Chipleaderschaft.

Eli Elezra schied übeeraschend an 19. Stelle aus. Er brachte sein Geld zwar als Favorit in die Mitte, sein Gegner traf auf dem Turn aber seine Straße und Elezra war eliminiert.

Andreas Krause, die letzte Hoffnung der Deutschen, schied auf dem 16. Platz aus und erhält noch 33.088 $. Er verlor seine letzten Chips mit JJ gegen die Könige von Kathy Liebert und erhielt vom Board keine Hilfe.

Nach etwa drei Stunden Spielzeit zu zehnt, flog schließlich Jon Kabbaj als Zehnter aus dem Turnier. Der Finaltisch wird also mit Andy Bloch als Chipleader von statten gehen. Hinter ihm liegen bekannte Spieler wie Mike Sexton, Kathy Liebert, Phil Laak sowie Patrik Antonius

Tag 3 - Final Table

In den Finaltisch werden die letzten Neun des ersten Turniers mit folgenden Chipständen gehen:

Der Finaltisch sollte um 14.00 Uhr Ortszeit in Las Vegas (23.00 Uhr MEZ) beginnen, verschob sich jedoch um eine Stunde nach hinten.

Verlauf

Platz Spieler Preisgeld ($)
1. Nenad Medic 794.112
2. Andy Bloch 488.048
3. Kathy Liebert 306.064
4. Mike Sexton 248.160
5. Amit Makhija 198.,528
6. Chris Bell 157.168
7. Patrik Antonius 124.080
8. Mike Sowers 99.264
9. Phil Laak 74.448

Bereits in der ersten Hand musste Laak mit seinen Buben Antonius Könige den Vortritt lassen. Auf dem Flop kam zwar noch ein Bube, der River brachte allerdings einen König und Antonius doppelte auf. Nur wenige Hände später schied Laak gegen Nenad Medic aus. Erneut waren seine beiden Buben gegen die Asse des Gegners weit hinten. Laak verpasste seine Outs und schied als erster Spieler an diesem Abend in neunter Stelle aus, wofür er 74.448 $ erhielt.

Daraufhin kam es noch einmal zu einer Konfrontation starker Starthände. Lieberts Asse waren gegen Antonius Könige auf jeder Straße vorne, womit sie einen 700.000 Chip-Pot gewann.

Antonius konnte sich in der Folge jedoch schnell wieder verdreifachen, nachdem er ein Set traf.

Für Mike Sowers war an achter Stelle Endstation. Mike Sexton deckte mit seinen Damen einen Bluff von Sowers auf, der nur 84 hielt einen Monsterpot verlor, aber immerhin noch knapp 100.000 $ mit nach Hause nehmen durfte.

Direkt danach musste auch Antonius endgültig seine Koffer packen, nachdem sich seine Hand nicht gegen Blochs Ass-hoch durchsetzen konnte. Antonius gewinnt rund 125.000 $.

Nur 25 Minuten später schied auch Chris Bell aus. Er darf sich noch über 157.000 $ freuen.

Bis der nächste Spieler eliminiert wurde, dauerte es dann seine Zeit. Schließlich erwischte es aber den unauffällig spielenden Amit Makhija. Der Fünfte des Turniers wird fast 200.000 $ nach Hause nehmen dürfen.

Die letzten vier Spieler waren somit der klare Chipleader Andy Bloch, Mike Sexton, Nenad Medic und Kathy Liebert. Ersterer musste in der Anfangsphase der Viersamkeit allerdings etliche Spieler aufdoppeln, dennoch blieb er der Erste im Tableau.

Mike Sexton musste als erster der vier den Tisch verlassen, ihm folgte Kathy Liebert. Somit standen sich im heads up Andrew Bloch und Nenad Medic gegenüber.

Medic konnte das Duell für sich entscheiden, als er einen 13-Outer traf, nachdem das Geld am Flop in den Pot wanderte.

Somit darf sich Nenad Medic offiziell als Pot Limit Hold'em-Weltmeister bezeichnen.

Medic nach dem Triumph.

Quellen

  1. Eintrag auf intellipoker.com
  2. The Mouthpiece: Folge 41

Siehe auch