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7. Turnier der World Series of Poker Europe 2012

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10.450 € No Limit Hold'em
Teil der World Series of Poker Europe 2012
WSOP-Logo.png
Datum 29. September – 4. Oktober 2012
Ort Cannes
Variante No Limit Hold'em
Struktur
Buy In 10.450 €
Teilnehmer 420
Geldplatzierungen 48 (11,43 %)
Gewinner Flag of the United States.png Phil Hellmuth (13)
Sieger-Preisgeld 1.022.376 €

Das 7. Turnier der World Series of Poker Europe 2012, das Main Event, fand vom 29. September bis zum 4. Oktober als letztes Bracelet-Event der Veranstaltung statt. Es hatte ein Buy In von 10.450 € und wurde in der Variante No Limit Hold'em ausgetragen.

Im Vorjahr hatten 593 Spieler an dem Turnier teilgenommen, was einen neuen Rekord für diesen Wettkampf darstellte. Titelverteidiger war der US-Amerikaner Elio Fox, der das Turnier im Vorjahr vor dem Briten Chris Moorman gewann. Mit 420 Teilnehmern wurde der Wert 2012 klar verfehlt, Fox scheiterte als 39. erst in den Preisgeldrängen an seiner Titelverteidigung.

Gewonnen wurde das Turnier sensationell durch den bis dato 12-fachen Braceletgewinner Phil Hellmuth, der somit auch zum ersten Spieler wurde, der nach dem Main Event in Las Vegas auch jenes in Europa gewinnen konnte.

Die ersten Tage und der Weg bis zum Finaltisch

Tag 1

An den aufgeteilten Spieltagen 1a und 1b meldeten sich insgesamt nur enttäuschende 420 Spieler an, was im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 30%nbsp;% darstellte, eine Entwicklung die die gesamte Turnierserie über zu beobachten war und Anlass zur Sorge gab.

230 Spielern überstanden den ersten Tag, eine Quote von etwas über 50 %. Unter ihnen hatte der Grinder Michael Mizrachi die meisten Chips, über 200.000. Ebenfalls klar über dem Durchschnitt waren Stars wie Phil Hellmuth, Daniel Negreanu und der Waliser Roberto Romanello.

Tag 2

Bis zum Dinner Break um 19:00 Uhr war wiederum die Hälfte der Teilnehmer ausgeschieden, womit relativ rasch die letzten 100 Kontendoren auf den Titel gefunden waren. Es führte der ehemalige November Niner Joseph Cheong vor Phil Hellmuth, ebenfalls gut im Rennen lagen Titelverteidiger Elio Fox und Bertrand Grospellier sowie Negreanu.

Ausgeschieden waren zu diesem Zeitpunkt bereits Spieler wie Joe Hachem, Faraz Jaka, Dan Shak, Scotty Nguyen und Phil Ivey, für Letzteren platzte damit auch die Möglichkeit, noch Player of the Year der WSOP werden zu können, nachdem er vor den europäischen Turnieren noch in aussichtsreicher Position gelegen hatte.

Den Tag als Chipleader beendete mit großem Abstand der Ukrainer Sergii Baranov mit 607.000 Chips. Der Russe Vladimir Troyanovskiy war Dritter mit 375.000 Chips; hinter diesem folgte bereits Phil Hellmuth, der sich den ganzen Tag über einen Schlagabtausch mit Kristijonas Andrulis lieferte, bei welchem er vorerst das bessere Ende für sich hatte. Der Litauer beendete den Tag mit etwa 220.000 Chips dennoch über dem Durchschnitt. Joseph Cheong, Bertrand Grospellier und Daniel Negreanu liegen bei etwa 300.000 Jetons. Insgesamt beendeten 77 Teilnehmer das Event, womit der durchschnittliche Stack etwa 164.000 Chips umfasste.

Tag 3 – die Bubble platzt

# Spieler Preisgeld
48. Flag of the United States.png Justin Bonomo 20.150 €
43. Flag of Canada.png Daniel Negreanu
40. Flag of Ukraine.png Eugene Katchalov 21.250 €
39. Flag of the United States.png Elio Fox
35. Flag of France.png Bruno Fitoussi
33. Flag of Mexico.png Juan Carlos Alvarado
29. Flag of Germany.png Philipp Gruissem 22.982 €
25. Flag of France.png Bertrand Grospellier

Baranov, bis dahin Chipleader, erwischte am dritten Tag einen Traumstart und katapultierte sich innerhalb der ersten Stunde auf fast 800.000 Chips. Weniger erfreulich verlief der Spieltag für Jean-Robert Bellande, Sam Trickett und Tobias Reinkemeier, die allesamt noch vor den Geldrängen ihre WSOP-Saison beenden mussten.

Auch Baranov musste erfahren, dass er nicht ohne Fehler ist, da er in kürzester Zeit 300.000 Chips verlor und die Führung an Joseph Cheong abgeben musste, der einen 600.000-Flip gegen den GPI-Leader Dan Smith gewann, woraufhin dieser die Heimreise antreten musste.

Zur zweiten Pause waren noch 56 Spieler im Rennen um das Armband, womit acht ausgeschiedene Spieler zum Preisgeld fehlten. Innert der nächsten 90 Minuten mussten einige weitere Spieler ihre Koffer packen, sodass zur nächsten Unterbrechung nur ein Spieler zu den Geldrängen fehlte. Kurz zuvor war bereits Hellmuths Nemesis vom Vortag, der Litauer Kristijonas Andrulis, mit QQ gegen JJ bei einem preflop-All In unglücklich auf Rang 50 ausgeschieden. Auf der Bubble erwischte es October Niner Jesse Sylvia, als 49. musste er ohne Auszahlung die Heimreise antreten.

In der Folge schieden in kurzer Zeit zahlreiche Spieler aus. Justin Bonomo schied als Erster innerhalb des Preisgelds auf Rang 48 aus, Daniel Negreanu wurde 43., Eugene Katchalov 40. und Elio Fox musste seine Hoffnung auf Titelverteidigung auf Rang 39 begraben. Später am Abend schieden noch Bruno Fitoussi, Juan Carlos Alvarado, Philipp Gruissem und schließlich auch noch Bertrand Grospellier aus. 24 Spieler erreichten den vierten Tag, unter ihnen war Joseph Cheong mit knapp 1,4 Millionen Chips der Führende, Jason Mercier und Phil Hellmuth lagen mit rund 800.000 Chips ebenfalls auf den vorderen Plätzen. Kyle Julius, Liv Boeree und Steve Dannenmann lagen etwa bei dem Durchschnitt von 525.000  Chips. Der sehr unauffällige David Benyamine verwaltete ebenso wie Andrew Frankenberger und Joe Kuether einen Shortstack.

Tag 4 – auf dem Weg zum Finaltisch

# Spieler Preisgeld
24. Flag of the United States.png Joe Kuether 26.611 €
22. Flag of the United States.png Andrew Frankenberger
18. Flag of the United Kingdom.png Liv Boeree
17. Flag of the United States.png Curt Kohlberg
15. Flag of France.png David Benyamine 32.256 €
14. Flag of the United States.png Kyle Julius 40.320 €
12. Flag of the United States.png Steve Dannenmann 52.416 €
10. Flag of the United States.png Scott Seiver 66.528 €
09. Flag of Canada.png Timothy Adams

Bereits sehr früh schied der als Shortstack gestartete US-Amerikaner Joe Kuether als erster Teilnehmer des Tages auf Rang 24 aus. Andrew Frankenberger schied als 22. aus, womit sich auch seine Ambitionen auf den POY-Award in Luft auflösten. Nachdem Hellmuth Joe McGowan kurz vor der ersten Pause mit seinem AA gegen Gowans 99 in einem großen Pot aus dem Turnier stieß und zu den Chipleadern aufschloss, schied danach Liv Boeree aus, als ihr Gegner auf dem River einen 3-Outer erwischte.

Danach sollte es zu einer Hand kommen, die den Verlauf des Turniers maßgeblich beeinflussen sollte. Curt Kohlberg erhöhte under the gun bei Blinds von 6.000/12.000+2000 auf 30.000, Hellmuth erhöhte in späterer Position auf 180.000, was Kohlberg dazu veranlagte für etwa 900.000 Chips All In zu gehen. Nachdem sich Hellmuth dessen versicherte, callte er sofort und deckte A♣ A♥ auf. Als Kohlberg seine Karten aufdeckte, kam nur J♥ 10♥ zum Vorschein. Somit stand Hellmuth kurz davor, einen großen Stack aus dem Turnier zu nehmen und den deutlichen Chiplead zu ergreifen. Auf dem Flop kam 8♥ 4♦ 9♦ zum Vorschein, was Kohlberg einen Open Ended Straight Draw gab. Das A♦ kam auf dem Turn und der River brachte mit dem J♠ lediglich ein nutzloses Paar für Kohlberg. Als Hellmuth seine neu gewonnen Chips stapelte, sang er laut Pokernews „Everybody Wants to Rule the World“ von Tears For Fears. Nach dem gigantischen Blowup Kohlbergs war Hellmuth mit 2.000.000 Chips deutlicher Chipleader. Diesen verlor er allerdings bald darauf, weil Joseph Cheong Max Silver mit einer Straight gegen seine zwei Paare eliminierte.

Es ging Schlaf auf Schlag weiter, Sergii Baranov setzte David Benyamine auf dem River All In, der Franzose callte, muckte seine Karten und war demnach aus dem Turnier an 15. Stelle ausgeschieden. Als 14. schied Kyle Julius durch die Hand Hellmuths aus, als dieser Julius Bluff auf dem River callte. Zwölfter wurde der Main Event-Zweite von 2005, Steve Dannenmann. Nachdem Scott Seiver als Zehnter von Jason Mercier eliminiert wurde, wurde die Sitzreihenfolge des vorläufigen Finaltisches ausgelost und solange gespielt, bis ein weiterer Spieler ausgeschieden war – bei den europäischen WSOP-Turnieren bestehen die Finaltische nämlich nur aus acht Spielern, anstatt neun wie in Las Vegas.

Nach 40 Minuten am Finaltisch war der Spieltag denkbar kurz vor Schluss gestanden, da Hellmuth das All In des Shortstacks Timothy Adams callte, und mit seinem K♦ Q♠ die Karten des Kanadiers K♥ 10♦ in denkbar schlechte Verfassung versetzte. Auf Grund einer Zehn auf dem River konnte sich Adams aber gerade noch retten und seine Chips verdoppeln.

In der Folge ritterten der Ukrainer Baranov und der Rekordbraceletgewinner Hellmuth um den Chiplead, der Franzose Stephane Girault konnte nach einer Weile ohne All Ins zweimal in kurzer Folge verdoppeln. Gute dreieinhalb Stunden nachdem Seiver die Segel streichen musste und Phil Hellmuth davon zu ziehen drohte, kam es zu einer Entscheidung: Christopher Brammer gelang es mit seinem 3♣ 3♦ Adams A♥ J♠ zu schlagen und diesen somit aus dem Turnier zu stroßen. Damit war der Finaltisch gefunden.

Tag 5 – Finaltisch

Ausgangslage

Stand vor dem Finaltisch
# Spieler Chips
1. Flag of the United States.png Phil Hellmuth 3.434.000
2. Flag of Ukraine.png Sergii Baranov 3.339.000
3. Flag of the United States.png Joseph Cheong 1.966.000
4. Flag of France.png Stephane Albertini 1.162.000
5. Flag of the United Kingdom.png Christopher Brammer 851.000
6. Flag of France.png Stephane Girault 664.000
7. Flag of the United States.png Jason Mercier 652.000
8. Flag of France.png Paul Tedeschi 543.000

Die Ausgangslage vor dem Finaltisch ließ auf eine hochinteressante Endphase des mittlerweile vielleicht prestigeträchtigsten europäischen Turniers schließen. Phil Hellmuth erreichte seinen 48. Finaltisch bei der WSOP, baute damit seinen eigenen Rekord aus, und hielt sich sensationell die Möglichkeit offen, noch Player of the Year der WSOP zu werden – den Award, den er im Vorjahr an Ben Lamb verlor und in Folge Zweiter wurde, und den er in der Vergangenheit dominierte wie kein anderer vor ihm, ohne ihn jemals zu gewinnen, denn bereits in vergangenen Jahren war er bei der Auszeichnung einmal Zweiter (2006) und Fünfter (2007) geworden. Tage zuvor hatte er bei dem Turnier seinen 95. Cash erreicht und damit seinen eigenen Rekord weiter verbessert und ausgebaut. Hellmuth reichte ein Vierter Rang aus, um zwischenzeitlich die Führung im Ranking zum übernehmen, lediglich Greg Merson hätte im Oktober noch die Möglichkeit gehabt, beim Finaltisch des Main Events Hellmuth noch zu überholen. Gleichzeitig krönte dieser Erfolg Hellmuths erfolgreichste Saison seit einem Jahrzehnt, bereits zuvor hatte Hellmuth ein Bracelet gewonnen und zwei Finaltische, darunter beim Big One for One Drop erreicht. Ebenso hatte er die Chance als erster Spieler sowohl das klassische Main Event als auch das der europäischen Ausgabe zu gewinnen. Hellmuth ging mit etwa 3.500.000 Chips in das Rennen, ein leichter Rückgang gegenüber den fast 4.000.000 die er kurz zuvor bereits in seinem Stack geordnet hatte.

Zwischenzeitlicher Zweiter war der Ukrainer Sergii Baranov, der sich am vierten Tag ein ständiges Duell mit Hellmuth um den Chiplead lieferte und den Tag nur unwesentlich hinter dem „Poker Brat“ abschloss. Mit Respektabstand dahinter folgte der ehemalige November Niner und Main Event-Dritte Joseph Cheong.

Jason Mercier erreichte zum zweiten Mal nach 2009 den Finaltisch dieses Turniers, war allerdings einer der Shortstacks, nur unterboten durch den Einheimischen Paul Tedeschi, der ebenso wie Stephane Girault und Stephane Albertini versuchte, das Bracelet in Frankreich zu belassen. Daneben war noch der unauffällig spielende Christopher Brammer im Mittelfeld zu finden.

Medien

Das Turnier begann um 14:00, es wurde solange gespielt bis noch vier Spieler verblieben, dann wurde das Turnier um 22:00 fortgesetzt. Der Grund für diesen ungewöhnlichen Zeitplan lag darin begründet, dass der Fernsehsender Eurosport in 53 Ländern, darunter der deutschsprachige Raum, die letzte Phase des Finaltisches live übertrug, zuvor wurde eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse gesendet. In den Vereinigten Staaten wurde das Turnier auf ESPN3 übertragen. Auf allen Kanälen gab es eine mehrminütige Verzögerung bei der Übertragung. Da Phil Hellmuth bei Eurosport als Kommentator vorgesehen war, musste kurzfristig eine Ersatzperson für diese Aufgabe gefunden werden, man entschied sich für Antonio Esfandiari.

Verlauf

Ergebnisse am Finaltisch
# Spieler Preisgeld
1. Flag of the United States.png Phil Hellmuth 1.022.376 €
2. Flag of Ukraine.png Sergii Baranov 632.592 €
3. Flag of France.png Stephane Albertini 423.360 €
4. Flag of the United States.png Joseph Cheong 292.320 €
5. Flag of the United Kingdom.png Christopher Brammer 207.648 €
6. Flag of France.png Paul Tedeschi 149.184 €
7. Flag of France.png Stephane Girault 108.864 €
8. Flag of the United States.png Jason Mercier 84.672 €

Bis zur ersten Pause konnten vor allem Hellmuth und Cheong Chips dazugewinnen, dies geschah jedoch nur im kleinen Rahmen, die Schwankungen blieben gering. Nach der Pause dauerte es nicht lange, bis der erste Spieler ausschied. Jason Merciers AQ lag gegen Sergii Baranovs AK bei dem Preflop-All In zurück und konnte den Rückstand auch nicht mehr aufholen; somit schied der US-Amerikaner an achter Stelle aus.

Nachdem Hellmuth in zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Händen durch die Riverkarte mehrere 100.000 Chips umfassende Pots verlor, callte er das All In des Franzosen Stephane Girault, der AJ hielt, mit 55. Zwar kam ein Ass auf dem Flop, der Poker Brat konnte durch Runner-Runner-Karten auf Turn und River allerdings noch eine Straße machen, schupste den Franzosen dadurch als Siebten aus dem Turnier und übernahm einmal mehr den Chiplead.

Nur wenige Hände später eliminierte Joseph Cheong Paul Tedeschi aus dem Turnier, da Cheongs QQ Tedeschis A♦ J♦ trotz zweier Karos auf dem Flop schlussendlich überlegen war. Der Franzose erhielt knapp 150.000 € für seinen sechsten Rang.

Erneut nur wenige Minuten später stand die erste Phase des Finaltisches schon eine Karte vor dem Ende, doch der Brite Brammer machte gegen Hellmuths Set bei einem All In mit der letzten Karte noch einen Flush und konnte so verdoppeln. Direkt darauf entschied die Turnierleitung, den Tisch erst bei drei verbliebenen Spielern anzuhalten, zuerst war mit vier Spielern geplant worden.

Nachdem Brammer etwas später ein All In von und gegen den letzten verbliebenen Franzosen Stephane Albertini verloren hatte, war er crippled und schied kurz darauf doch noch an fünfter Stelle aus.

Kurz vor 18:00 Uhr entschied sich die Turnierleitung doch noch dazu, das Turnier bei vier Spielern zu unterbrechen und es erst um 22:00 Uhr fortzusetzen; ab dieser Zeit wurde es auch im Fernsehen übertragen.

Was dann folgte, war einer der kuriosesten Finaltische in der Pokergeschichte, innerhalb der ersten Stunde gab es zahllose Cooler, Suckouts und große Pots, dennoch schied überraschenderweise kein Spieler aus. Phil Hellmuth verlor zuerst gegen den Ukrainer Baranov unglück viele Chips, nahm ihm sie später mit einem starken Call jedoch wieder ab.

Nach der ersten Pause dauerte es nicht lange, bis Joseph Cheong an vierter Stelle ausschied. Mit seinem AQ traf er auf dem Flop zwar sein Ass, Baranov callte das All In jedoch mit einem Königspaar und Flush Draw, welcher auf dem Turn auch schon kommen sollte.

Es sollte rund zweieinhalb Stunden dauern, bis Albertini als Gesamtdritter aus dem Turnier flog. Ermöglicht wurde dies dadurch, dass Hellmuth auf dem River sein Set traf, nachdem er den Franzosen bereits vor dem Flop All In gesetzt hatte. Albertini erhielt für seine Bemühungen ein Preisgeld von brutto 423.360 € ausbezahlt.

In der Folge dominierte Hellmuth als klarer Chipleader das Heads Up und setzte den Ukrainer bereits nach 35 Minuten All In. Das A♥ 10♦ des „Poker Brats“ dominierte das A♠ 4♣ des Ukrainers. Nachdem die Gemeinschaftskarten dem Osteuropäer keine Hilfe brachten, stand fest, dass Hellmuth sein 13. Bracelet gewonnen hatte. Ebenso wurde er zum ersten Spieler, der sowohl das Main Event in Las Vegas als auch das in Europa gewinnen konnte.

Hellmuth gab im Interview danach an, bis zum folgenden Januar keine Turniere mehr spielen zu wollen.

Reaktionen

Hellmuths Leistung, besonders in der späten Phase des Turniers wurde von der Fachpresse einhellig gepriesen, seine eigene Aussage, er habe das beste Turnier seiner gesamten Karriere gespielt, wurde durchaus unterstützt. Hellmuths Dominanz am Finaltisch war in den Jahren zuvor wohl bei keinem größeren Turnier erreicht worden, die Tatsache, dass es womöglich das meistgesehene Turnier überhaupt war, machte diesen Umstand umso beachtlicher. Bereits vor dem Hauptturnier wurde Hellmuth für seine drei Cashes in den sechs Turnieren in Cannes gelobt. Im Interview mit wsop.com gab Hellmuth außerdem an, dass er bis ins hohe Alter Turniere spielen wolle. Seine Hauptziele seien nun der Gewinn der Poker Player's Championship, des WPT-Hauptturniers und das Erreichen von 24 Bracelets.

Daniel Negreanu pries Hellmuths verändertes Setzverhalten, das seine Gegner verunsichere.[1]. Der zehnfache Braceletgewinner Doyle Brunson bezeichnete ihn gar als „besten Turnierspieler aller Zeiten“.[2]

Dieses Turnier beendete auch die zweifelsohne erfolgreichsten aufeinanderfolgenden Jahre in Hellmuths Karriere, da er nach der WSOPE traditionell keine Turniere mehr spielt. Nachdem er von 2008 bis 2010 eine lange Durststrecke zu verzeichnen hatte, erzielte er bereits 2011 drei zweite Plätze bei der WSOP, was durch die beiden Bracelets 2012 noch übertroffen wurde. Daneben erreichte Hellmuth 2012 auch den Finaltisch des Big One for One Drop, des teuersten Turniers aller Zeiten, erreichte einen weiteren Final Table bei einem Weltmeisterschaftsturnier und konnte mit zehn Money Finishes bei der WSOP seinen Rekord um zwei Cashes verbessern.

Weblinks

  1. Tweet von Negreanu
  2. Tweet von Brunson