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Annie Duke

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Vereinigte Staaten
Annie Duke

Annie Duke 2010.jpg
Duke bei dem NHUPC 2010.
User.png
Persönliches
Wohnort: Portland, Oregon
Spitzname: Annie Puke
Money Icon.png
Verdienste
Turniereinnahmen:[?] 4.270.000 $
( 3.267.774 €)
Letzte Änderung: 8. Juni 2012, 23:33

Annie Duke (* 13. September 1965 in Concord, New Hampshire als Ann LaBarr Lederer) ist eine US-amerikanische professionelle Pokerspielerin und Autorin.

Familie

Duke entstammt einer gebildeten jüdischen Familie. Ihr Vater, Richard Lederer, ein Autor und Linguist, unterrichtete auf der St. Paul's School. Ihr Bruder Howard Lederer ist auch ein professioneller Pokerspieler und mehrfacher Braceletgewinner sowie einer der Hauptaktionäre von Full Tilt Poker, und ihre Schwester Katy Lederer ist Autorin und Poetin.

Akademische Karriere

Duke ging an die Columbia University, wo sie ein Studium mit dem Abschluss in Anglistik und Psychologie absolvierte.

Sie erhielt eine Mitgliedschaft in der National Science Foundation, durch die sie an der University of Pennsylvania Kognitive Psychologie studieren konnte, besonders Psycholinguistik. Sie wollte eigentlich Professorin werden, aber im Jahr 1992 verließ sie die Universität, nachdem sie fünf Jahre lang studiert hatte. Dies war einen Monat bevor sie ihren Doktorabschluss in Philosophie machen konnte. Sie zog das Familienleben mit ihrem damaligen Ehemann Ben Duke vor und zog mit diesem nach Columbus, einer Stadt in Montana.

Poker

In Montana begann Annie Duke, in Kartensalons in Billings zu pokern. Howard Lederer, ihr Bruder, war zu diesem Zeitpunkt schon ein professioneller Spieler und förderte seine Schwester finanziell. Im Jahr 1994 zog sie mit ihrem Mann nach Las Vegas, damit sie sich ganz dem Poker widmen konnte. 2000 erreichte sie den zehnten Platz beim Hauptturnier der World Series of Poker 2000, während sie sich im achten Monat der Schwangerschaft mit ihrem dritten Kind befand. Damit verfehlte sie nur knapp den Finaltisch, für den sie mindestens den neunten Platz benötigt hätte, Stand Anfang 2009 das zweitbeste Ergebnis einer Frau beim Main Event nach Barbara Enright.

Anfang 2004 erlangte Duke einige Berühmtheit, weil sie den Schauspieler Ben Affleck trainierte, der dann die 2004 California State Poker Championship gewann.

Im September 2004 gewann Duke im World Series of Poker Tournament of Champions mit einer glücklichen Kartenverteilung zwei Millionen Dollar. Sie setzte sich als einzige Frau bei diesem Einladungsturnier unter anderem gegen den damaligen Weltmeister, Greg Raymer, und im Heads Up gegen Phil Hellmuth durch. Danach trat sie in der David Letterman Show auf.

2004 gewann Duke ein World Series of Poker-Bracelet im Omaha High/Low.

Duke ist einer der vielen Pokerspieler, die die Beschränkungen während Fernsehturnieren nicht mögen. Obwohl die Spieler ein Startgeld zahlen müssen, erlauben viele Veranstalter nicht, dass die Spieler Sponsorenlogos tragen. Im April 2005 löste Duke Kontroversen aus, als sie dazu bemerkte, Pokerspieler seien nicht einmal Sklaven, sondern müssten auch noch bezahlen, um auf Plantagen arbeiten zu dürfen (original: "We [poker players] are not even slaves. We're people paying to pick the cotton."'). [1]

Im März 2010 gewann Duke das National Heads-Up Poker Championship 2010 im Heads Up gegen Erik Seidel, wofür sie 500.000 $ bekam.

Bis zum Jahr 2010 hat Duke mehr als 4.000.000 US-Dollar in Pokerturnieren gewonnen.

Duke bei ihrem Sieg in der National Heads-Up Poker Championship.

Sonstiges

Duke war seit 2000 Repräsentantin von UltimateBet. Am 30. Januar 2006 trat sie bei „The Colbert Report“ im US-amerikanischen Fernsehen auf, wo sie über ihr Buch mit dem pathetischen Titel „How I Raised, Folded, Bluffed, Flirted, Cursed, and Won Millions at The World Series of Poker“ sprach.

In der „Best Damn Poker Show“ trainierte sie mit Phil Hellmuth Amateure.

Duke ist geschieden und hat vier Kinder.

Kritik

Duke wird oftmals für ihr obnoxiöses Verhalten kritisiert; sie ist beiweilen äußerst schwerlich zu ertragen. Dass sie sich wiederholt öffentlich als beste Pokerspielerin des Planeten bezeichnete, wurde von Kennern der Szene belächelt. Daneben ist sie als Schwester des mutmaßlichen Millionenbetrügers Howard Lederer und ehemalige Vertreterin von dem Skandalraum UltimateBet ohnehin nicht gut angesehen.

Sie nimmt nicht mehr an reinen Damenturnieren teil, da sie sagt, dass Poker eine der wenigen Sportarten ist, bei der Frauen genau die gleichen Chancen wie Männer haben und somit spezielle Damenturniere eigentlich unnötig sind (original: „Poker is one of the few sports where a woman can compete on a totally equal footing with a man, so I don't understand why there's a ladies only tournament.“)[2]. Abgesehen davon dass der Wahrheitsgehalt ihre Aussage umstritten ist, fragt sich, inwiefern ihr Boykott Wirkung hat.

Ihr ungustiöses und immatures Verhalten brachte ihr den Spitznamen „Annie Puke“ (Annie Kotz) ein.

Bracelets

Jahr Turnier Preis ($)
2004 3.000  Omaha High Low 137.860

Weblinks