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Benny Binion

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Benny Binion

Benny Binion (*20. November 1904; † 25. Dezember 1989) war ein bekannter US-amerikanischer Casinobesitzer und engagierter Pokerspieler.

Frühe Jahre

Binion wuchs in einem kleinen Dorf in Texas, nahe von Dallas auf. Im Alter von 17 Jahren zog er nach El Paso und begann mit der Schwarzbrennerei, wofür er zweimal verurteilt wurde. 1928 musste er dieses Geschäft endgültig aufgeben und er eröffnete eine Art Lotterie, die allerdings ebenso illegal war. Während seiner Zeit in El Paso lernte er außerdem diverse Glücksspiele lernen was sích für sein späteres Leben als enorm nützlich herausstellen sollte.

1931 wurde er des Mordes angeklagt, nachdem er einen Mann in einem Streit erschossen hatte. Binion beharrte auf Notwehr und erhielt deswegen – und wohl auch wegen dem schlechten Ruf des Opfers – nur eine zweijährige Haftstrafe auf Bewährung.

In seinem späteren Leben tötete er weitere Menschen, die aber allesamt eine Waffe auf Binion gerichtet haben sollen.

Familie

Er und seine Frau Teddy Jane hatten fünf Kinder, die beiden Söhne Jack und Ted; und ihre drei Töchter Barbara, Becky und Brenda.

Wohl aufgrund ihres Reichtums und ihrer Bekanntheit hatten sowohl Barbara als auch Ted Drogenprobleme. Nach Barbaras erstem Selbstmordversuch überlebte sie nur mit einem entstellten Gesicht. 1977 gelang es ihr schließlich, sich selbst zu töten. Ted starb 1998. Zuerst sah es nach einem Selbstmord durch eine Überdosis aus, doch es verhärtete sich der Verdacht, dass seine Freundin und der Mann, mit der sie eine Affäre hatte, ihn töteten. Sie wurden erst beide des Mordes verurteilt, doch dieses Urteil wurde später aufgehoben.

Geschäfte mit Casinos

Binion zog 1946 nach Las Vegas. Er stieg recht schnell in Geschäfte, die sich um Casinos drehen, ein. 1951 kaufte er ein älteres Casino und eröffnete es unter dem Namen Binion's Horseshoe neu. In diesem Casino wurde von 1970 bis 2004 die World Series of Poker ausgetragen.

Nach seinem Tod gab es mit dem Casino immer wieder Probleme aufgrund von hinterzogenen Steuern. Das führte schließlich dazu, dass das Casino von Harrah's Entertainment gekauft wurde.

Legenden und Erbe

1949 arrangierte er mit Nick Dandalos und Johnny Moss einen Monate langen Pokermarathon, indem die beiden um sehr hohe Einsätze heads up spielen sollten. Nach etwa fünf Monaten gab Dandolos, der zu diesem Zeitpunkt bereits 2.000.000 $ verloren hatte, auf.

Nachdem Binion jahrelang weitere heads up-Veranstaltungen in hohen Limits veranstaltet hatte, kam ihm die Idee, ein Turnier mit sechs der besten Spieler zu dieser Zeit zu veranstalten. Die Idee der World Series of Poker war geboren. Dieses Turnier war und ist maßgeblich für die Beliebtheit von Poker ausschlaggebend. Dass Binion zu Lebzeiten das Potential eines solchen Turniers noch gar nicht einschätzen konnte zeigt folgende Aussage. 1973 riss er sich nämlich dazu hin, dass das Turnier vielleicht einmal über 50 Teilnehmer anziehen würde. Das Main Event 2006 alleine hatte annähernd 9.000 Teilnehmer.

Binion starb am Weihnachtstag 1989 im Alter von 85 Jahren an Herzversagen. Er wurde ein Jahr später in die Hall of Fame eingeführt.

Weblinks