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Chris Ferguson

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Vereinigte Staaten
Chris Ferguson

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Persönliches
Wohnort: Pacific Palisades, Kalifornien
Spitzname: Jesus

link=News:NHUPC 2008 - Ferguson gewinnt

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Mehr zum Thema „[2008 - Ferguson gewinnt|Chris Ferguson]“ im Namensraum [[1]].

Chris „Jesus“ Ferguson (* 11. April 1963 in Los Angeles, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer professioneller Pokerspieler.

Leben

Ferguson besuchte die „University of California, Los Angeles“ (UCLA), wo er 1999 einen Doktortitel im Bereich Informatik (Schwerpunkt „Künstliche Intelligenz“) erhielt. Er studierte fünf Jahre bis zu seinem Universitätsabschluss und brauchte anschließend 13 Jahre um seinen Doktortitel zu erwerben. Sein Doktorvater war Leonard Kleinrock. Beide Eltern Fergusons haben Doktortitel in Mathematik, wobei sein Vater, Thomas Ferguson, Spieltheorie an der UCLA lehrte.

Pokerkarriere

Ferguson spielte bereits Poker, als er unter zehn Jahren alt war. Im College schliff er seine Fertigkeiten durch IRC-Poker, wo er in Chatrooms um Geld spielte. 1994 begann er Turniere in Kalifornien zu besuchen und 1995 nahm er zum ersten Mal an der World Series of Poker teil. Ferguson besiegte im Heads Up T.J. Cloutier im Hauptturnier der World Series of Poker 2000 und gewann so das Preisgeld von 1.500.000 $.

Er ist der einzige Spieler, der drei Titel bei den Circuit-Turnieren der World Series of Poker gewonnen hat. Er siegte in Las Vegas, San Diego und am Lake Tahoe und gewann zusammen mehr als eine Million US-Dollar.

Im Jahr 2005 beendete Ferguson die National Heads-Up Poker Championship als Zweiter hinter Phil Hellmuth. Er schaffte es 2006 nochmals ins Finale, aber gelangte wieder nur auf den zweiten Platz, diesmal hinter Ted Forrest. 2008 gelang es ihm zum dritten Mal im Finale teilzunehmen. In jenem Jahr konnte er allerdings seinen ersten Sieg feiern, indem er Andy Bloch besiegte. Somit hat er in diesen drei Jahren, eine Million US-Dollar Preisgeld bei den NHUPC gewonnen.

Bei der WSOP belegte „Jesus“ bis dahin 31 Finaltische und kam 57 Mal ins Preisgeld.

Ferguson erhielt den Spitznamen „Jesus“ durch sein Markenzeichen: lange, braune Haare und den Bart. Im Fernsehen wurden einige interessante Fakten über ihn erzählt, inklusive seiner Präsidentschaft in einem Swing-Tanzklub auf der Universität wie auch seiner Fähigkeit, die Karten so schnell zu werfen, dass sie durch Bananen und Essiggurken schneiden.

Im April 2006 nahm Chris Ferguson eine Herausforderung an, aus null Dollar einen Bankroll von 10.000 Dollar zu erschaffen. Er startete Freerolls zu spielen und benötigte lediglich 16 Monate um die 10.000 Dollar-Marke zu durchbrechen.

Obwohl er vor allem für Turniererfolge bekannt ist, spielte Ferguson in der dritten Staffel von High Stakes Poker mit. Außerdem nahm er einige Male insgesamt sehr erfolgreich an Poker After Dark teil.

Insgesamt wird sein Spielstil als sehr ausrechenbar und passiv beschrieben. Er gilt ferner als eine der größten Nits im Pokerzirkus. So lehnte er es beispielsweise bei Poker After Dark trotz seines Millionenvermögens ab, das Deuce-Seven-Game zu spielen, bei dem jeder Spieler, der mit 27 eine Hand gewinnt, 500 $ bekäme. Ein entsprechender Thread auf 2+2 fand große Resonanz.[1]

Ferguson hat bis heute knapp 8.000.000 $ in offiziellen Pokerturnieren gewonnen.

Bracelets

Jahr Turnier Preis ($)
2000 2.500 $ Seven Card Stud 151.000
2000 10.000 $ No Limit Hold'em (Main Event) 1.500.000
2001 1.500 $ Omaha High/Low 164.735
2003 2.000 $ Omaha High/Low 123.680
2003 2.000 $ Hold'em/Stud 66.220

Full Tilt Poker-Skandal

Ferguson war Mitglied des Designteams von Full Tilt Poker, einer Onlinepoker-Website, die im Juli 2004 eröffnet wurde. Er schrieb Teile der Software und generierte so ein Vermögen. Im Zuge des Skandals um die Seite, der ab 2011 ins Rollen kam, wurde die Rolle von Chris Ferguson kontrovers diskutiert. Nachdem das amerikanische Justizministerium Klage gegen Full Tilt Poker erhob, steht Ferguson unter Verdacht, zusammen mit Howard Lederer und Rafe Furst Geld von Onlinespielern in die eigene Tasche gewirtschaftet zu haben.

Seitdem gilt er als Geächteter und Verstoßener in der Pokercommunity.

Quellen

  1. Thread auf twoplustwo.com

Weblinks