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Durrrr-Challenge

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Durrrr@HSP.jpg

Anfang 2009 offerierte Tom „durrrr“ Dwan ein Angebot, 50.000 Hände No Limit Hold'em oder Pot Limit Omaha gegen mutige Kontrahenten Heads Up zu spielen. Diese Herausforderung ging als Durrrr-Challenge in die Onlinepokergeschichte ein.

Konditionen und Vorbereitung

Dabei müssen die Blinds bei mindestens 200 $/400 $ liegen und an mindestens vier Tischen parallel gespielt werden. Nachdem die Variante und Blinds festgelegt wurden, müssen sie für die Challenge konstant bleiben. Zudem wird Deepstack-Poker gespielt, was bedeutet, dass in diesem Fall die Stacks der Spieler mindestens 75 Big Blinds betragen müssen. Dwan bot seinen Gegnern 1.500.000 US-Dollar an, falls sie auch nur einen einzigen US-Dollar nach den 50.000 Händen vorne lägen. Wenn Durrrr vorne läge, erhielte er von dem jeweiligen Gegner aber nur 500.000 $.

Gemeldet haben sich Patrik Antonius und Phil Ivey. Auch David Benyamine schien interessiert zu sein. Phil Galfond ist der einzige Spieler, gegen den Tom Dwan nicht antreten möchte.

Die Vorbereitungsphase schien Dwan jedoch alles andere als zu glücken, denn er beendete den Januar 2009 mit einem Minus von rund 3.500.000 US-Dollar an den High Stakes-Cash Game-Tischen. Zudem verlor er beim Cash Game der Aussie Millions 2009 eine enorme Summe.

Der Start der Challenge war für Mitte Februar geplant, wobei Dwans erster Gegner Patrik Antonius wurde. Es gibt jedoch einige Kritiker wie Barry Greenstein und Phil Ivey, die voraussehen wollen, dass ein Spieler bei diesem massiven Geldeinsatz broke gehen kann.

Ziigmund: tom?
durrrr: wtuop
Ziigmund: when u start against prince of monaco?
durrrr: i wanted to the last few days
durrrr: but nonstop 3 500/1k games running
Ziigmund: i thought u will play 200 400
durrrr: ya we r
Ziigmund: so u will play 2 4 or 500 1?
durrrr: w/e he wants
durrrr: im pretty sure 2/4
durrrr: i prefer 5/1 obv
Ziigmund: someone has piece of u?
durrrr: lol no
durrrr: y would i sell % @ 2/4?

Chat mit Ilari Sahamies vom 11.Februar 2009 in dem Dwan angibt, gegen Antonius bereit zu sein.

Am Morgen des 13. Februar wurden dann vier Tische mit Blinds von 200 $/400 $ auf Full Tilt Poker der Variante Pot Limit Omaha geadded. Sie haben anscheinend ein unbegrenztes Buy In und tragen die Namen Durrrr Challenge 1, 2, 3 sowie 4.

Die Challenge sollte beginnen, nachdem die FTOPS XI beendet und aus dem Fokus der Onlineszene gerückt war.

durrrr: n mayb start like 20hrs from now?
Patrik Antonius: u think we should play around 5-6 hours
earlier than now
durrrr: kk
Patrik Antonius: sounds good
durrrr: ya thats 6am here, so wont work too well for me
durrrr: but tomorrow it should be fine
Patrik Antonius: i think i will play around 2h session tomorrow
durrrr: 4h minimum =)
durrrr: lol
durrrr: k
Patrik Antonius: and u'll get some sleep in lol
durrrr: ima eat
durrrr: tc/gn
Patrik Antonius: gn cu tomorrow

In diesem Chat an einem FTP-Tisch verabredeten sich die beiden Kontrahenten für den Start der Challenge am 18. Februar 2009.

Der Marathon beginnt

Stand 16. April 2010
  • Tom Dwan führt
    nach 33.303 Händen
    mit einem Vorsprung von fast
    2,0 Millionen US-Dollar

Am Mittwoch den 18. Februar wurde dann um 12.25 Uhr Mitteleuropäischer Zeit die Erste von 50.000 Händen zwischen Patrik Antonius und Tom Dwan gespielt.

Zudem wurden 4 weitere Challenge-Tische hinzugefügt, womit an den nun acht Tischen die Challenge beginnen konnte.

  • Die beiden Kontrahenten einigten sich darüber, solange lukrative 500 $/1.000 $-Spiele laufen, die Challenge diesen Games unterzuordnen.
  • Die Challenge sollte ursprünglich rund ein halbes Jahr dauern, je nachdem wie oft an den acht Durrrr-Challenge-Tischen gespielt wird. Somit bleibt genügend Zeit, Verluste wieder aufzuholen. Jedoch gab Antonius an, derzeit sehr beschäftigt zu sein, sodass die Challenge auch noch bis zum Jahresende dauern könnte.

Hand 1

In der ersten Hand hatte Dwan den Button und erhöhte auf 1.200 $, wonach Antonius bezahlte. Der Flop kam 6♣ 8♥ 7♦, welchen beide checkten. Nachdem der J♠ auf dem Turn erschien, bot „PA“ 2.400 $ von vorne an, was durrrr bezahlte. Den Kreuz-Buben auf dem River checkten erneut beide Spieler, und nachdem Antonius 9♦ K♠ 10♦ K♣ zeigte, gewann er die Hand #1 der Challenge mit einer Jack-High-Straight.

  • Tom Dwan ging nach knapp fünf Stunden und über 1.500 gespielten Händen als Sieger der ersten Session hervor, wonach durrrr rund 135.000 US-Dollar gewann. Um es noch einmal zu verdeutlichen, es zählt die gewonnene Summe nach den 50.000 Händen und nicht wer über 25K Hände gewinnt, zudem wird die Challenge zwischen PA und durrrr auschließlich an den dafür vorgesehenen Tischen gespielt.

Ein Anfang ist gemacht — Die ersten 5.000 Hände

Als die Challenge begann, ging es zunächst zügig vorwärts. Doch nach den ersten 4.178 Händen gab es rund drei Wochen Pause und die Railbirds waren aufgrund der Unterbrechung enttäuscht und zweifelten erneut an der Challenge. Doch Mitte März ging es weiter und die ersten 10 % des Marathons waren absolviert. Tom Dwan lag mit knapp 60.000 US-Dollar nach den ersten 5.000 Händen vorne. Dies war bei Stacks von 40.000 $ pro Tisch, doch nur ein minimaler Vorteil. Den größten Pot gewann Tom Dwan bis dahin, als er mit einem Ace-high-Flush gegen Antonius Drilling, 166.000 $ gewann.

Halbzeit und mehr

Für Patrik Antonius deutete sich immer mehr ein großer Abstand in der Challenge an. Gegen Jahresende 2009 war er mit 1.000.000 US-Dollar im Minus. Dort stockte dann die Challenge, da Isildur1 auftauchte und die High-Stakes-Pokerwelt kräftig durchwirbelte.

Nach Zwei-Dritteln der Challenge liegt Dwan nun sogar mit 1,4 Millionen in Front. Da hilft es Antonius auch nicht, dass er den bislang größten Pot für sich beanspruchte. Tom Dwan gewann nämlich acht der zehn größten Pötte bis dahin. Um nach 50.000 Händen noch als Sieger hervorzugehen, braucht der Finne nun einen starken Lauf und das nicht zu vergessende Kartenglück auf seiner Seite.

Im Frühjahr 2010 jährte sich der Start der Herausforderung bereits zum ersten Mal. Tom Dwan vergrößerte seinen Vorsprung mittlerweile auf fast 2.000.000 US-Dollar.

Externes