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EPT Barcelona 2008

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EPT Barcelona 2008
Teil der European Poker Tour
EPT-Logo.jpg
Datum 10. - 14. September 2008
Ort Barcelona
Variante No Limit Texas Hold'em
Struktur
Buy In 8.000+250 €
Teilnehmer 619
Geldplatzierungen 64 (10,34 %)
 Genaue Ergebnisse 
Gewinner Sebastian Ruthenberg
Sieger-Preisgeld 1.361.000 €

Die EPT Barcelona 2008 fand vom 10. bis zum 14. September 2008 statt. Das buy in lag bei 8.250 €, wurde im Vorgleich zum Vorjahr aber leicht erhöht. 619 Teilnehmer sorgten dafür, dass der Preis für den Erstplatzierten 1.361.000 € betrug.

Verlauf

Tag 1

Tag 1a

Bereits am ersten Spieltag traten einige bekannte Namen an. Bemerkenswert dabei war, dass immer mehr Spieler aus den Vereinigten Staaten ihren Weg ins ferne Europa finden.

Zu den bekanntesten Namen darunter zählen Greg Raymer, David Benyamine, Erica Schoenberg, David Williams, Mike McDonald sowie David Rheem, die jedoch allesamt früh ihre Koffer packen mussten.

Weit besser erging es da Robert Mizrachi, André Akkari und Chad Brown, die alle den ersten Tag mit einem komfortablen Stack beenden konnten.

Tag 1b

Das Feld des zweiten Spieltages beherbergte noch mehr bekannte Gesichter als an Tag 1a.

Die PokerStars-Mitglieder Isabelle Mercier, Daniel Negreanu, Raymond Rahme, William Thorson, Gavin Griffin und Bertrand Grospellier dürften ihren Arbeitgeber aber wohl nicht ganz zufrieden gestellt haben. Sie schieden alle in den ersten Stunden des Tages aus.

Und obwohl auch Katja Thater ihre Hoffnungen früh aufgeben musste, gab es aus deutscher Sicht Grund zur Freude: Sebastian Ruthenberg war nachdem die letzte Hand gegeben wurde deutlicher Chipleader; mit über 110.000 Chips konnte er seinen Startstack mehr als verelffachen.

Auf den Fersen waren ihm unter anderem Sorel Mizzi und Surinder Sunar.

Tag 2

Insgesamt versammelten sich 209 Spieler um am zweiten Tag zu spielen. Um 16:00 Ortszeit wurde mit dem Spiel begonnen. Als Bubble Boy stellte sich der Brasilianer Felipe Ramos heraus. Um etwa 2:30 verblieben nur noch 36 Spieler im Turnier, das Event wurde also planmäßig angehalten.

Chipcounts nach Tag 2
  1. Davidi Kitai — 544.500
  2. Dren Ukella — 374.500
  3. Daniele Mazzia — 374.000
  4. Stephen Chidwick — 355.000
  5. Jason Mercier — 345.000
  6. Steven Weusten — 332.000
  7. Sebastian Ruthenberg — 326.000
  8. Michael Keiner — 293.000
  9. Chad Brown — 259.000
  10. Jonas Klausen — 237.000


Tag 3

Am dritten Tag war das Ziel, das Turnier auf acht Spieler un damit den Finaltisch zu reduzieren. Mit Sebastian Ruthenberg, Michael Keiner, Malte Strothmann, Helfried Bernhard und Dren Ukella waren noch fünf deutsche Spieler dabei.

Der Tag wurde um 15:00 gestartet, erstmals gab es auch den mittlerweile obligatorischen Livestream.

Strothmann und Keiner schieden noch am Abend aus dem Turnier aus, sie erreichten die Plätze 21 und 25, dafür erhielten die beide etwa 24.700 beziehungsweise 19.800 €. Zuvor musste bereits Helfried Bernhard auf dem 32. Rang sein Turnier beenden.

Auch Sebastian Ruthenberg erwischte keinen optimalen Start, rettete sich aber noch mit knapp 200.000 Chips in das Dinnerbreak, welches um 20:45 begann und 45 Minuten dauern sollte. Zu diesem Zeitpunkt waren noch 16 Spieler auf zwei Tische verteilt.

Um kurz nach 22:00 gewann der bis dato unauffällig spielende Deutsche Dren Ukella einen Monsterpot, der etwa 1.100.000 Chips groß war. Dieser Pot katapultierte ihn zum deutlichen Chipleader.

Kurz vor Viertel vor elf schlug dann Sebastian Ruthenbergs Stunde: Er verdoppelte gleich zweimal seinen vormals kleinen Stack. Beim ersten Mal traf er eines von drei Assen, beim zweiten Mal hatte er gar nur zwei Outs. Doch die „Luckbox“ bewies erneut, dass er diesen Spitznamen nicht umsonst bekommen hatte, indem er seinen zwei Outer auf dem Turn traf. Nach diesen zwei glücklichen Aktionen lag Ruthenberg wieder bei über etwa 650.000 Chips. Sein Glück sollte aber nicht lange währen, denn nur eine Viertelstunde später musste er mit AK einen Gegner, der AA hielt, verdoppeln lassen. Ruthenberg fiel auf 410.000 Chips und ins Mittelfeld zurück.

Um 3:30 Ortszeit, nach über drei Stunden Spiel zu Neunt, konnte die „Luckbox“ Ruthenberg gegen Jason Mercier mit 99 vs. AQ ein Set floppen und sich zum Chiplead katapultieren. Zu diesem späten Zeitpunkt war der Durchschnitt bei nur 17 Big Blinds und Ruthenberg ging mit 25 Big Blinds neben dem Dänen Martin Nielsen in Führung.

Knapp zehn Minuten später schied Mikael Lundell als Neunter aus, nachdem er zuerst mit A4 gegen Q7 von David Kitai gecrippelt und mit T9 vs. 88 von Sebastian Ruthenberg den kürzeren zog; somit kam Tag 3 zu einem späten Ende.

Tag 4 — Finaltisch

Finaltisch-Chipcount
  1. Martin Nielsen — 1.234.000
  2. Sebastian Ruthenberg — 1.132.000
  3. Samuel Chartier — 919.000
  4. Davidi Kitai — 810.000
  5. Dren Ukella — 705.000
  6. Fintan Gavin — 705.000
  7. Jason Mercier — 434.000
  8. Daniele Mazzia — 359.000

Der Finaltisch begann mit etwas mehr als einer halben Stunde Verzögerung um etwa 16:35. Auch das Spiel kam lange nicht in Fahrt und so dauerte es eine Weile bis der erste Spieler ausschied. Dies sollte der Däne Martin Nielsen sein, der noch als Chipleader an den Finaltisch gekommen war. Die Schlüsselhand war für ihn sicher eine Hand, in der er Mercier vor dem Flop All in setzte:
Während Nielsen 10 10 umdrehte, lag der EPT San Remo 2008-Gewinner Jason Mercier mit 66 klar hinten. Nachdem der Flop keine Hilfe für Mercier brachte, drehte eine 6 auf dem Turn die Hand völlig um. Nachdem der River eine irrelevante Karte brachte, verdoppelte Mercier auf fast eine Million Chips. Wenig später schied Nielsen dann aus.

Als Nächstes erwischte es den relativ unauffällig spielenden Franzosen Samuel Chartier. Er musste als Siebter die Koffer packen.

Lange schied dann niemand aus, doch am Ende war es ausgerechnet Jason Mercier der den sechsten Platz erreichte. Er verlor zuvor eine große Hand gegen Dren Ukella. Beim abschließenden Interview erklärte Mercier, dass er von den letzten acht Coinflips nur einen gewonnen habe, ließ aber die glückliche Hand, in der er zuvor einen Zweiouter traf außer Acht. Für seinen Auftritt nahm Mercier 227.000 Euro entgegen.

Als Fünfter musste dann der Deutsche Dren Ukella gehen. Der bis dahin Unbekannte konnte sich über 292.000 € freuen.

Vierter wurde Daniele Mazzia, der den Tag als Shortstack anging. Mazzia gewann nebenbei 455.000 €.

Dritter wurde Davidi Kitai. Im Heads up setzte sich der Deutsche Sebastian Ruthenberg gegen Fintan Gavin durch. Durch diesen EPT-Sieg erhält der Hamburger Braceletgewinner 900.000 Euro nach einem Deal zu Dritt als er ziemlich shortstacked war.

Weblinks