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EPT Monte Carlo 2008

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EPT Monte Carlo 2008
Teil der European Poker Tour
EPT-Logo.jpg
Datum 12. – 17. April
Ort Monte Carlo
Variante No Limit Hold'em
Struktur
Buy In 10.600 €
Teilnehmer 842
Geldplatzierungen 80 (9,5 %)
 Genaue Ergebnisse 
Gewinner Glen Chorny
Sieger-Preisgeld 2.020.000 €

Das EPT Monte Carlo 2008 fand vom 12. bis zum 17. April 2008 in Monte Carlo statt.

Vorfeld

Es war schon im Vorfeld davon auszugehen, dass das diesjährige EPT-Finale das größte Pokerturnier außerhalb der Vereinigten Staaten werden wird. Viele prominente Spieler kündigten ihr Kommen an.

Es fehlten jedoch einige Spieler des Team Full Tilt, da in der gleichen Zeitspanne die vierte Staffel von Poker After Dark aufgenommen wurde.[1]

Zudem lagen zwischen dem Ende des EPT-Finales und vor dem Beginn des WPT-Finales nur zwei Tage Differenz.

Struktur

Jeder Spieler der am Turnier teilnehmen will muss 10.600 €, umgerechnet etwa 16.500 $, Startgeld entrichten. Das Turnier wird wie alle EPT-Veranstaltungen in der Variante No Limit Hold'em ausgerichtet werden. Zu Beginn erhalten die Spieler einen Stack von 15.000 in Turnierchips.

Das Starterfeld wird zu Beginn auf zwei seperate Tage, Tag 1a und Tag 1b aufgeteilt. Ab Tag 2 findet das gesamte Starterfeld zusammen. Insgesamt sind sechs Spieltage vorgesehen.

Verlauf

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Daniel Negreanu über das Turnier.

Tag 1a

Am 12. April wurde, um 14:00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit, das Turnier mit Tag 1a eröffnet und zahlreiche, sehr bekannte Namen machten ihren Auftritt. Einige bekannte Spieler, die teilnehmen sind Phil Ivey, Erick Lindgren, Tuan Lam, Niki Jedlicka, Tony G, Patrik Antonius, Raymond Rahme, Noah Boeken, Humberto Brenes, Freddy Deeb, Isabelle Mercier, Barry Greenstein, Bill Edler, Katja Thater, Trond Eidsvig, Greg Raymer, Sorel Mizzi, George Danzer, David Levi und Marcel Luske. Insgesamt waren es 392 Spieler die an Tag 1a ins Rennen gingen.

Für Phil Ivey und Tony G lohnte sich die Anreise zum Turnier nicht, denn sie mussten sich bereits früh verabschieden und bereits im dritten Blindlevel ihre letzen Chips abgeben.

Katja Thater verlor, nachdem sie ein Full House floppte und ihr Gegener sich auf dem River ein höheres Full House kaufte, einen Großteil ihres Stacks. Sie schied kurze später aus, als sie mit AK einen auf dem Board K 10 7 Q all in ging. Ihr Gegner callte und zeigte K7. Thater traf keines ihrer Outs und war ausgeschieden.

George Danzer schied am Abend von Tag 1a aus. Er erhielt Pocket Rockets, sein Gegner ein Paar Siebener. Auf dem Flop von 7 10 5 bezahlte Danzer das all in seines Gegeners. Der Turn und River brachte jeweils eine Acht und Danzer war eliminiert. Er hätte die Hand fast nicht spielen müssen, da er kurz zuvor zu dem Tisch wechselte und der Dealer seine Asse schon fast in den Muck befördert hatte.

Sorel Mizzi absolvierte eine Achterbahnfahrt an Turniertag 1a. Er rutschte zu Beginn auf 5.000 in Chips ab, spielte sich jedoch kontinuierlich zurück. Am Tagesende schoss er mit ein Paar Assen Greg Raymer aus dem Turnier und schloss das Spiel deutlich über dem Durchschnitt ab.

Zu den Chipleadern zählt Johnny Lodden, der bereits einen hervoragenden Start erwischte. Nach fünf Stunden Spielzeit hatte er seinen Stack knapp verfünffacht und nahm am Ende knapp 90.000 mit an Tag 2. An der unteren Seite des Tableau beendeten Barry Greenstein und Eli Elezra den Tag 1a.

171 Spieler schafften es im Turnier zu bleiben, die einen durschnittlichen Stack von 34.385 halten. Es wurde bei Blinds von 200/400, Ante 50, der Tag beendet.

Tag 1b

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Boris Becker erstmals als Pokerstar unterwegs.

Ins Rennen am zweiten Starttag gingen unter anderem: Daniel Negreanu, Joe Hachem, Gus Hansen, Antonio Esfandiari, Alex Kravchenko, Ram Vaswani, Chad Brown, Thor Hansen, Juha Helppi, Mike McDonald, Daniel Ryan, Erik Sagström, Chris Moneymaker, Bertrand Grospellier, Dario Minieri, der Vorjahresgewinner Gavin Griffin, sowie die deutschen Michael Keiner, Sebastian Ruthenberg und Boris Becker. Insgesamt waren es 450 Spieler die an Tag 1b ins Rennen gingen.

Zu den frühen Chipleadern zählte James Cambell, der vor allem durch seine Interneterfolge Bekanntheit erlangte. Er konnte aufdoppeln nachdem er mit 99 auf einem Flop von K Q 9 all in ging. Sein Gegner zeigte jedoch J10, für die gefloppte Straße. Auf Turn und River kam jeweils eine 3 und Cambell machte ein Full House. jcamby33, wie Cambell auf Pokerstars heisst, beendete den Tag 1b auch mit mehr als dem doppelten Average.

Bis zur Dinnerbreak schieden lediglich 50 Spieler aus dem Turnier aus. Zu diesen zählte auch der amtierende Champion Gavin Griffin, für den nichts zusammen lief. Für Michael Keiner, Jan von Halle und Sebastian Ruthenberg war am späten Abend das EPT-Finale beendet. Boris Becker schied bereits kurz nach der Dinnerbreak aus.

Am Abend zeigte ein Neuzugang von Pokerstars, Chad Brown, eine gute Vorstellung. In der Spitze hielt er 60.000 an Chips bei Blinds von 150/300. Er verlor jedoch fast die Hälfte seines Stacks als er mit Q♠J♠ auf einem Flop von 7♠4♠10♦ ein all in bezahlte und in des Gegners Asse blickte. Turn und River brachte kein Pik.

Als Chipleader beendete der franzose Cyril Bensoussan den Tag 1b. Daniel Negreanu, der in einer Hand einen Royal Flush Draw hatte, jedoch verpasste, geht mit mehr Chips als der Durchschnitt in Tag 2. Danny Ryan, Surinder Sunar und Joe Hachem hatten ebenso einen guten Starttag abgeliefert. Victor Ramdin hingegen rettete lediglich 2.500 Turnierchips in den nächsten Tag.

211 Spieler schafften es im Turnier zu bleiben, die einen durschnittlichen Stack von ca. 31.990 halten.

Tag 2

382 Spieler von Tag 1a und 1b starteten in Tag 2 um das Rennen für 2 Millionen Euro Preisgeld für den ersten Platz.

Als erster Topstar musste sich Patrik Antonius verabschieden. Gegen Marcel Luske sah er den Flop A♠ 10♦ 2♦ und callte das all in-raise vom Holländer. Antonius zeigte AK und wurde ausgefloppt durch Luskes A 10. Der Finne traf keinen König auf Turn und River.

Daniel Negreanu musste seinen Platz räumen nachdem er mit Q♥Q♣ gegen ein Paar Zehnen verlor. Die Chips gingen preflop in die Mitte, jedoch brachte der Flop K♦10♣6♣ ein Set für den Gegner. Das A♣ gab Negreanu zwar noch einen Flush Draw aber mit der 5♠ war Negreanu ausgeschieden.

Barry Greenstein begann den Tag mit lediglich 5.000 Chips, konnte aber einige Male aufdoppeln und erspielte sich bis zum Abend knapp 77.000 Chips. Später verlor er jedoch wieder einige Pötte und fiel auf 30.000 zurück.

Johnny Lodden der den Tag 1a schon weit vorne beendete war zwischenzeitlich Chipleader, nachdem er mit AA gegen KK einen großen Pot gewann und 200.000 Turnierchips besaß (Blinds 500/1000).

Eric „p3achy_keen“ Lui, der gewöhnlich um die höchsten Einsätze in Cash Games spielt, gewann kurz vor der Dinnerbreak mit 10 6 auf einem Flop von 9 6 6 einen großen Pot gegen Andrew Feldman der mit seinen Pocket Kings den kürzeren zog. Turn und River waren unbedeutend und Liu unter den besten drei. Für Joe Hachem waren die Pocket Kings vor der Pause jedoch ein guten Omen. Er verdoppelte sich gegen Chad Brown dessen Bubenpaar nichts wert waren. Jan Heitmann und Ben Kang waren zur Dinnerbreak gut über dem Durchschnitt mit knapp 80 Big Blinds.

Nach der Pause mussten unter anderem Barry Greenstein, Chad Brown, Thomas Wahlroos und Gus Hansen das Turnier verlassen. Hansen verlor viele Chips gegen ein Set Zweier auf dem Board K♣7♣2♥Q♦8♣. Seine letzten Chips investierte er in einen Coinflip. Sein A 9 wurde jedoch von 8 8 besiegt als auf dem Flop eine weitere Acht auftauchte.

Benjamin Kang hatte gegen Ende des Turniertages einen hervorragenden Lauf. Nachdem er mit lediglich 12.000 Chips den Tag begann, hielt er zwischenzeitlich bei Blinds von 600/1200 knapp 200.000. Der Bochumer Sebastian Zink, Online bekannt unter „Zock'N'Rock“, hielt zum Schluss ebenfalls gute 100 Big Blinds.

In Level 12, bei Blinds von 800/1600 wurde Tag 2 beendet. Der Norweger Oyvind Riisem, der beim WSOP Europe Main Event Vierter wurde, hatte die meisten Chips gesammelt. Er geht mit 425.000 Turnierchips in Tag 3. In den vorderen Rängen finden sich unter anderem Joe Hachem, Sorel Mizzi, Marcel Luske, Johnny Lodden, und Luca Pagano wieder.

Tag 3

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Mel Judah & Ben Kang vor Beginn von Tag 3

124 Spieler starteten in den Tag 3. Unter ihnen waren noch 8 deutsche Spieler im Rennen um die EPT-Krone.

Zu den frühen bust outs zählten Alexander Kravchenko, Mel Judah, Eli Elezra und Marcel Luske. Luske verlor seine letzten Chips mit 10♥ 6♥, als er auf dem Flop 7♥ J♥ A♠ all in ging. Sein Gegner bezahlte mit A♦ 10♦, wobei Turn und River kein weiteres brachten.

Zwischen Joe Hachem und Woody Deck kam es am Nachmittag zu einer Auseinandersetzung abseits der Karten. Als Joe Hachem einen großen Pot verlor und seine Karten muckte, beleidigte Woody Deck ihn mit den Worten "Are you trying to angle shoot or something? Don't be an asshole!". Hachem war auf „180“ und konnte nur mit Mühe vom Personal von einer Dummheit abgehalten werden.

Auf Platz 82 wurde die französiche Schauspielerin Alexia Portal eliminiert.

Als noch 81 Spieler im Turnier waren, also der Money Bubble erreicht wurde, zog sich das Spiel mehr als 150 Minuten hin, bis der Bubble Boy gefunden wurde. In der Bubblephase konnte Jan Heitmann die Asse seines Gegners knacken und auf 190.000 verdoppeln (Blinds: 1200/2400). Heitmann hielt 44 und traf umgehend auf dem Flop einen Drilling.

Bei Blinds von 1500/3000 war Johnny Lodden während der Bubblephase Chipleader mit knapp 480.000. Thomas Boekhoff besaß 272.000 und war somit unter den Top 10. Für Ben Kang, der von seinen 180.000 zum Tagesstart nur noch 30.000 übrig hatte, lief es dagegen ziemlich schlecht.

Nach über zweieinhalb Stunden Spielzeit traf es Surinder Sunar auf Platz 81. Er ist somit der Bubble Boy der EPT Monte Carlo 2008 und erhält als letzter Spieler kein Preisgeld.

Auszahlung
  • 1. — 2.020.000 €
  • 2. — 1.179.000 €
  • 3. — 715.000 €
  • 4. — 589.000 €
  • 5. — 421.000 €
  • 6. — 337.000 €
  • 7. — 253.000 €
  • 8. — 168.000 €
  • 9. & 10. — 126.000 €
  • 11. & 12. — 101.000 €
  • 13. & 14. — 76.000 €
  • 15. & 16. — 55.200 €
  • 17. - 24. — 46.300 €
  • 25. - 32. — 42.100 €
  • 33. - 40. — 38.000 €
  • 41. - 48. — 33.700 €
  • 49. - 56. — 29.400 €
  • 57. - 64. — 25.200 €
  • 65. - 72. — 21.000 €
  • 73. - 80. — 17.000 €

Trond Eidsvig war der erste Spieler, der innerhalb der Preisgeldränge ausschied. Er entschied sich mit A4 zu pushen, wurde jedoch von Pocket Kings gecallt. Eidsvig traf kein Ass und hatt nun fünf EPT-Preisgeldränge in dieser Saison erreicht.

Für Ben Kang war das Turnier nach der Dinnerbreak, die nach dem Ausscheiden von Surinder Sunar stattfand, beendet. Er hatte noch knappe fünf Big Blinds, die er gegen Johnny Lodden pushte. Kang verlor mit A6 als Lodden mit QJ das Toppaar traf und wurde 75.

Einen monströsen Pot schnappte sich Antonio „The Magician“ Esfandiari. Bei Blinds von 2000/4000 erhöhte Gordon Vayo auf 14.000, wonach Esfandiari auf 40.000 re-raiste. Vayo überlegte einen Moment und ging mit einem Paar Königen all in. „The Magician“ fist pump snap callte und zeigte A♥ A♠. Die Gemeindschaftskarten waren 8♦ 3♥2♠ 8♣ 4♣ und Antonio Esfadiari war der Chipleader mit mehr als 600.000 Turnierchips.

Als nächsten Deutschen erwischte es Jan Heitmann auf dem 67. Platz. Er verlor einen Coinflip mit 77 gegen AK und hat nun drei EPT-Cashes in Folge zu Buche stehen.

Auf dem 65. und 55. Platz kam das Ende von den Onlinecracks James „jcamby33“ Cambell und Sorel „zangbezan24“ Mizzi.

Bei Blinds von 2.500/5.000 und noch 45 verbliebenen Spielern kam fast das Aus für Joe Hachem. Er hielt eine Viertelmillion an Turnierchips und floppte gegen Jonathan Dwek eine Strasse, Dwek jedoch einen Flush. Hachem schaffte es den Pot klein zu halten und konnte nach der Hand mit 170.000 weiter spielen.

Joe Hachem

Als Hachem nur noch 100.000 Chips hielt kam es zu einer weiteren Konfrontation mit Jonathan Dwek. Hachem gewann das Preflop-all in-Duell mit JJ gegen Dweks 77. Auf dem Flop tauchte zwar eine Sieben auf, jedoch suckte Hachem einen Buben auf dem Turn heraus. Der River war blank und Hachem zurück auf 200.000.

Auf dem 42. Platz schied kurz vor Tagesende Haward Speer aus.

Am Ende von Tag 3 lag Antonio Esfandiari mit rund 1.200.000 Chips an erster Stelle des Tableau. Das Spiel wurde bei Blinds von 4.000/8.000 gestoppt als Stephan Kjerstad auf dem 40. Platz ausschied. Neben dem Magician hatten Luca Pagano, Oyvind Riisem und Johnny Lodden einen erfolgreichen Tag 3 absolviert. Im Mittelfeld beendeten Joe Hachem, Raymond Rahme und Freddy Deeb den Spieltag.

Tag 4

Antonio Esfandiari geht als Chipleader in den Tag

Am Vorschlusstag gingen 39 Spieler ins Rennen, um den Finaltisch der letzten Acht auszuspielen. Mit Thomas Boekhoff aka „Boku87“ und Stefan Geim (Freeroll-Onlinequalifikant) hatten noch zwei deutsche Spieler ihre Chance auf den großen Coup. Der in Deutschland lebende Däne Stig Top Rasmussen, 45. beim Main Event 2007, war ebenfalls noch dabei.

Für Freddy Deeb, den Gewinner des 50.000 $ H.O.R.S.E.-Turniers bei der WSOP 2007, war bereits auf Platz 30 das Turnier beendet. Thomas Boekhoff erhöhte vom Button, worauf Deeb seine letzten Chips mit A 10 all in schob. Der im Big Blind sitzende Michael Martin wachte jedoch mit JJ auf und ging selbst all in. Boekhoff foldete und Deep hoffte auf das Ass, welches nicht erschien.

Raymond Rahme zeigte bereits in San Remo eine gute Leistung und platzierte sich auch in Monte Carlo in den vorderen Rängen. Jedoch war auf Platz 27 Endstation, als er mit einem Paar Damen das Preflop-Kräftemessen gegen ein Paar Asse verlor.

Mit Luca Pagano der es bis an Tag 5 schaffte und Claudio Pagano der den 22. Platz belegte kam das erste Vater-Sohn Duo im gleichen EPT-Turnier in die Preisgeldränge.

Einen „teuren“ Bad Beat musste Esfandiari einstecken. Nachdem er in früher Position gelimpt hatte und einige weitere Caller folgten, ging mit Erik Top Rasmussen einer der Chipleader aus dem Big Blind heraus all in. Esfandiari ging den Einsatz mit und die restlichen Spieler passten. Rasmussen zeigte beschämt A 10, während Esfandiari QQ aufdeckte und damit klar in Führung lag. Der Flop brachte für Rasmussen zwar keine Hilfe, auf dem Turn kam aber das Ass. Der River ließ Antonio Esfandiari im Stich, womit er den 1.500.000-Pot und den Chiplead verlor.

Ein Pokermärchen schrieb dagegen der deutsche Onlinequalifikant Stefan Geim. Er gewann ein Freerollturnier und schied erst auf dem 21. Platz aus, für den er 46.300 Euro Reingewinn erhielt.

Für den Chipleader vom ersten Spieltag, Johnny Lodden, war das Turnier beendet nachdem sein Paar Achter den Coinflip gegen Henrik Gwinners A J verlor.

Zwischen Eric „p3achy_keen“ Liu und Valeriy Ilikyan entwickelte sich in der Endphase des Tages eine diskutable Hand. Liu erhöhte preflop auf 50.000 und erhielt den Call von Ilikyan (Blinds 8k/16k). Auf dem Flop A A 10 bot Liu 70.000, wurde von Ilikyan auf 150.000 geraised, worauf Liu für weitere 170.000 all in ging. Ilikyan bezahlte und zeigte A 5, Liu drehte lediglich Q J für den Gutshot um. Liu verpasste ihn jedoch und schied aus.

Oyvind Riisem, der Viertplatzierte des WSOP Europe Main Events 2007, schied aus, als er mit A♠7♠ auf dem Flop 8♠ 3♠ Q♦ massiv pushte. Glen Chorny aka „Choron“ bezahlte mit K♥Q♠, wonach 1,6 Millionen Chips im Pot lagen (Blinds 8k/16k). Turn und River waren blank und Riisem ausgeschieden.

Thomas „Boku87“ Boekhoff verlor mit einem Paar Sieben gegen Antonio Esfandiari einen Coinflip für seine letzten Turnierchips. „The Magician“ hielt A J und floppte zugleich ein Ass. Boekhoff war zwischenzeitlich innerhalb einer regulären 10 Minuten Pause verschwunden, tauchte jedoch eine halbe Stunde nach dem Restart wieder auf. Er dachte das diese Pause bereits das Dinnerbreak war und musste einige Chips kampflos abgeben. Für einen der besten Sit and Go-Spieler weltweit war der 14. Platz das bis dato beste Live-Resultat.

Glen Chorny schnappte sich vor Spielschluss noch einen weiteren großen Pot. Antonio Esfandiari erhöhte under the gun und wurde von Chorny vom Button gecallt. 10♠J♥Q♠ war der Flop, auf dem Esfandiari den 75.000-Einsatz von Chorny check-callte. Der Turn brachte den J♦, auf dem Esfandiari diesmal den 170.000-Einsatz check-callte. Auf dem River erschien die 5♠. The Magician checkte erneut, wonach Glen Corny den dritten Schuss abfeuerte. Nach einigem Überlegen bezahlte Esfandiari den 450.000-Einsatz und sah, dass „Choron“ ein Paar Damen für das Full House umdrehte, woraufhin seine Karten in den Muck wanderten.

Als letzten Spieler des Tages erwischte es Joe „Aussie Aussie Aussie“ Hachem. Er besaß noch wenige Chips und sah mit Issac Baron den Flop 10 3 4. Hachem ging mit 10 6 all in und wurde von Baron mit J 10 bezahlt. Hachem traf zwar auf dem Turn mit der 5 noch einige Outs, doch ein Ace on the River beendete das Turnier für Joe Hachem auf Platz 11.

Platzierungen an Tag 4
  • Andreas Fluri — 39.
  • Tomas Brolin — 38.
  • Anders Berg — 37.
  • Ben Sprengers — 36.
  • Alexander Morozov — 35.
  • Jonathan Dwek — 34.
  • David Kruger — 33.
  • Gerasimos Deres — 32.
  • Anthony Chatelain — 31.
  • Freddy Deeb — 30.
  • Andrew Luetchford — 29.
  • Pablo Ubierna — 28.
  • Raymond Rahme — 27.
  • Peter Traply — 26.
  • Rami Boukai — 25.
  • Mostafa Belkhayate — 24.
  • Noah Siegel — 23.
  • Claudio Pagano — 22.
  • Stefan Gaim — 21.
  • Amit Makhija — 20.
  • Walid Bou Habib — 19.
  • David Miria — 18.
  • Johnny Lodden — 17.
  • Erik Lui — 16.
  • Oyvid Riisem — 15.
  • Thomas Boekhoff — 14.
  • Vincent Secher — 13.
  • Robin Keston — 12.
  • Joe Hachem — 11.

Da sich die Turnierleitung dazu entschloß um 1.00 Uhr das Spiel zu beenden, schaffte man es nicht an Tag 4 bis zum Finaltisch runter zu spielen.

Tag 5 — Das Finale

Die verbliebenen 10 Spieler werden zuerst auf Neun reduziert, um dann zum Finaltisch zusammengelegt zu werden.

Chipstände zu Beginn vom Finaltag:
  • Glen Chorny — 3.370.000
  • Isaac Baron — 2.365.000
  • Michael Martin — 1.579.000
  • Maxime Villemure — 1.250.000
  • Denes Kalo — 957.000
  • Antonio Esfandiari — 735.000
  • Luca Pagano — 705.000
  • Valeriy Ilikyan — 650.000
  • Stig Top Rasmussen — 590.000
  • Henrik Gwinner — 466.000

Blinds: 10.000/20.000
Ante: 2.000

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The Magician über seine letzte Hand

Bevor die Kameras angeschalten wurden gab es bereits zwei Eliminationen. Auf dem zehnten Platz musste sich der ehemalige Handballprofi Stig Top Rasmussen verabschieden. Er ging als Shortstack ins Rennen und verlor den Showdown um sein Turnierverbleiben. Mit 10♦10♠ erhielt er keine Unterstützung von den Gemeindschaftskarten gegen J♦J♣ von Valeriy Ilikyan.

Henrik Gwinner schied auf Platz 9 aus als er mit A♦ 9♠ all in ging. Er wurde von Isaac Baron mit A♦ 10♠ gecallt. Das Board verlief K♠ J♠ A♣ 8♠ 5♥ und Gwinner war ausgeschieden.

Als erster Spieler am EPT-Finaltisch musste Antonio „The Magician“ Esfandiari die Segel streichen. Nachdem er am Vorschlusstag einige Bad Beats einstecken musste, ging er mit wenigen Chips in den letzten Tag. Das Finale für ihn kam in der dreizehnten Hand am Finaltisch, als er mit A♥ 8♠ vom Big Blind all in ging. Luca Pagano der vom Button raiste zahlte umgehend mit A♠ J♣ nach. Durch den Flop Q♠ K♦ 10♥ traf Pagano die sofort Ass-hoch-Strasse. Esfandiari konnte nur noch auf einen Split Pot hoffen, was mit 5♥ 3♦ auf Turn und River nicht passierte.

Nachdem der Russe Valeriy Ilikyan Up (1,9 Millionen) und Downs am Finaltisch erlebte, ging er für seine letzten Chips mit A Q all in. Bei Blinds von 15.000/30.000 hatte er noch 750.000 über und traf auf Michael Martins A K. Das Board verlief 6 7 8 A 2 und Ilikyan war raus.

Gegen 19.00 Uhr bei Blinds von 20.000/40.000 schnappte sich Luca Pagano einen Pot im Wert von 2,6 Millionen an Turnierchips. Pagano raiste Preflop auf 110.000, was von Glen Chorny vom Button und Isaac Baron aus dem Small Blind gecallt wurde. Der Flop kam 9♦4♦2♥ worauf Pagano 210.000 anspielte, Glen Chorny bezahlte, Isaac Baron foldete. Der Turn brachte die 4♠, was Luca Pagano einen 500.000 Chips Schuss abfeurn ließ und von Chorny bezahlt wurde. Q♥ war die Riverkarte, wonach Pagano zum dritten Mal abfeuerte. Das Gebot von 400.000 bazahlte Glen Chorny wieder und zeigte ein Paar Sechser. Luca Pagano drehte K♦Q♦ für den verfehlten Flushdraw um, jedoch gewann er mit Damen und Vieren gegen Sechser und Vieren. Danach war Pagano Chipleader, musste jedoch durch ein Preflop-Duell, 10 Hände später, mit JJ vs. AK von Maxime Villemure, seinen Chiperfolg wieder einbüßen.

Luca Pagano wurde kurz nach der Dinnerbreak eliminiert, als er bei Blinds von 25.000/50.000 einen re-steal mit AJ ansetzte, jedoch von Denes Kalo mit Pocket Queens gecallt wurde. Das Board verlief 7 K 7 10 J, wonach Pagano ausschied. Kalo gewann den Pot von 2,5 Millionen Chips.

Michael Martin aka „martine23“ pushte seinen recht großen Stack mit Q 10 auf dem Flop 6 7 10 in die Mitte, wobei Glen Chorny mit J J bezahlte. Turn und River waren A und 2 und martin ausgeschieden.

Nur wenige Hände später verdoppelte sich Denes Kalo zum Chipleader gegen Glen Chorny mit dem Flop 8♠A♣4♠. Chorny bot 175.000, Kalo erhöhte auf 500.000, worauf Chorny seinen Gegenspieler all in stellte. Kalo bezahlte mit A♣Q♣, Chorny zeigte A♠3♠. Turn und River waren blank.

Zwischen 22.00 Uhr und 00.00 Uhr schied kein Spieler aus und der Chiplead wechselte zwischen den verbliebenen vier Spielern.

Zwischen Isaac Baron und Max Villemure wurde kurz nach Mitternacht bei Blinds von 40.000/80.000 ein Preflop-Duell gestartet. Villemure raiste in Position auf 220.000, Baron auf 600.000 und Villemure ging mit Q Q all in. Baron bezahlte und zeigte 8 8. Das Board verlief A 3 3 2 6, Villemure war Chipleader mit 4 Millionen und Baron auf 1,5 Millionen runter. Chorny und Kalo waren zu der Zeit bei 3,8 Millionen an Chips.

Kurze Zeit später verdoppelte Baron von einer Million auf zwei Millionen an Chips mit Q 3 gegen A 10 von Denes Kalo. Auf dem River traf Baron aka westmenloAA die entscheidende Dame. „Dieses Spiel ist so dreckig“, waren die Worte von den kommentierenden Poker-Amigos.

Auf einem Board von 7 6 2 versuchte Isaac Baron mit A Q seinen Gegner Glen Chorny aus dem Pot zu pushen. Baron ging all in und Chorny snap-callte mit Pocket Rockets. Baron traf kein Runner-Runner und war auf Platz Vier ausgeschieden.

Um 1.30 Uhr hatten die drei verbliebenen Spieler folgende Chipstände (Blinds: 60.000/120.000):

  • Glen Chorny - 7.145.000
  • Denes Kalo - 2.870.000
  • Max Villemure - 2.610.000

Max Villemure doppelte sich mit K Q auf 4 Millionen an Chips, gegen Glen Chorny Q J auf dem Flop Q x x, auf. Turn und River waren K 6

Zum Video
Glen Chorny nach dem Triumph

Chipcounts um 2.19 Uhr (Blinds: 60.000/120.000):

  • Glen Chorny - 7.545.000
  • Denes Kalo - 1.270.000
  • Max Villemure - 3.500.000

Gegen 2.20 Uhr morgens verlor Max Villemure seine letzten Chips an Glen Chorny. Villemure saß im Small Blind und zahlte nach, worauf Chorny aus dem Big Blind checkte. Der Flop A 10 4 wurde von beiden Spielern gecheckt. Auf dem Turn J checkte Villemure und zahlte die 220.000-Wette von Chorny nach. Der River brachte die 9 worauf Max Villemure 550.000 bot. Chorny setzte seinen Gegner darauf all in, was Villemure sofort callte. Villemure zeigte Q8 für die Dame-hoch-Straße. Glen Chorny zeigte jedoch KQ und somit die Ass-hoch-Straße, womit Max Villemure den dritten Platz bei der EPT Monte Carlo 2008 belegte.

Chipcounts vor Beginn des heads up (Blinds: 60.000/120.000):

  • Glen Chorny - 11.145.000
  • Denes Kalo - 1.470.000

Glen Chorny hatte zu Beginn des heads up einen äußerst großen Chiplead. Er nutzte ihn in der zweiten Hand um mit A5 das all in von Denes Kalo zu bezahlen. Kalo hatte KQ und erhoffte von den Gemeinschaftskarten Unterstützung. Das finale Board, A Q 6 6 10, machte Glen Chorny zum Sieger der EPT Monte Carlo 2008. Zwei Millionen Euro oder umgerechnet 3,2 Millionen US-Dollar sicherte sich der aus Waterloo stammende Kanadier.

Denes Kalo aus Ungarn wurde zum zweiten Mal bei einem EPT-Event Zweiter. Nachdem er 2007 in Baden hinter Julian Thew landete und 375.000 Euro gewann, verdiente er diesmal knapp 1,2 Millionen Euro für Platz 2.

Ergebnisse

Platz Spieler Preisgeld in Euro
1. Glen Chorny 2.020.000
2. Denes Kalo 1.179.000
3. Maxime Villemure 715.000
4. Isaac Baron 589.000
5. Michael Martin 421.000
6. Luca Pagano 337.000
7. Valeriy Ilikyan 253.000
8. Antonio Esfandiari 168.000
9. Henrik Gwinner 126.000
10. Stig Top-Rasmussen 126.000
11. Joe Hachem 101.000
14. Thomas Boekhoff 76.000
17. Johnny Lodden 46.300
21. Stefan Geim 46.300
27. Raymond Rahme 42.100
30. Freddy Deeb 42.100
43. Haward Speer 33.700
55. Sorel Mizzi 29.400
65. James Campbell 21.000
65. Jan Heitmann 21.000
75. Benjamin Kang 17.000

Quellen

  1. Mike Matusow: The Mouthpiece — Sendung vom 3. April 2008

Weblinks