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EPT Monte Carlo 2010

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EPT Monte Carlo 2010
Teil der European Poker Tour 6
EPT-Logo.jpg
Datum 25. - 30. April 2010
Ort Monaco
Variante No Limit Hold'em
Struktur
Buy In 10.600 €
Teilnehmer 848
Geldplatzierungen 128 (15,09 %)
 Genaue Ergebnisse 
Gewinner Nicolas Chouity
Sieger-Preisgeld 1.700.000 €
Geschichte
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Beim großen EPT-Abschluss im Vorjahr nahmen 935 Spieler am großen teil, womit der Preispool bei 9,35 Millionen Euro lag. Das Turnier sowie das Gewinner-Preisgeld in Höhe von 2.300.000 Euro sicherte sich der Niederländer Pieter de Korver.

Die Hauptturnier der EPT Monte Carlo 2010 fand vom 25. bis zum 30. April statt. Es hatte zwei Starttage, ein Startgeld von 10.000 plus 600 Euro und bildete den Abschluss der sechsten Saison der European Poker Tour.

EPT Grand Final

Dutzende bekannte Gesichter im Fürstenstaat

Über PokerStars holten sich durch Qualifier oder einen Direkteinkauf 335 Spieler ein Turnierticket für die diesjährige monegassische EPT. Dabei sind Stars wie Barry Greenstein, Greg Raymer, Gavin Griffin, Daniel Negreanu, Chris Moneymaker, Bertrand Grospellier, Jason Mercier, Joe Hachem, Peter Eastgate sowie auch der amtierende Main Event-Champion Joe Cada auf der Teilnehmerliste.

Aus der Bundesrepublik reisen beispielsweise Sandra Naujoks, Sebastian Ruthenberg, Michael Keiner, Johannes Strassmann, Dominik Nitsche, Alexander Jung, Moritz Kranich, Philipp Gruissem, Jan Collado, Boris Becker, George Danzer & Jan Heitmann, Christophe Gross, Mario Puccini und Fabian Quoss an die französische Cote D'Azur.

Für die Schweizer Eidgenossen zeigte sich der Sunday Million-Abräumer RichieRichZH am Live-Tisch und hat seine nicht weniger prominenten Landsmänner Ronny Kaiser, Ronald Grauer, Rino Mathis und Stefan Huber im Gepäck.

Diverse Youngstars wie Aaron Gustavson, Shaun Deeb, Anton Wigg, Peter Traply, Jonathan Aguiar, Frederik Brink Jensen, Brett Richey, Kevin MacPhee, Chris Moorman, Chris Dombrowski, Thomas Marchese, Harrison Gimbel, Tyler Reiman, Russell Carson, Allan Baekke, Kristoffer Thorsson, Peter Turmezey, Maxim Lykov, Johan van Til, Aditya Agarwal, Chad Batista, Keven Stammen, sowie der WPT-Finalcasher Olivier Busquet hatten sich ein Ticket gesichert.

Kräftiger Payday

Insgesamt traten am EPT Grand Final 848 Spieler an, von denen die letzen 128 mit Chips im Turnier ausgestatteten Spieler, ein Preisgeld entgegen nahmen. Dabei begann die Auszahlung bei 15.000 Euro und kletterte hinauf bis zu 50.000 Euro für den Spieler, der auf dem 24. Rang auscheiden sollte. Dies passierte erst am Vorschlusstag, wo auch bis zum Finaltisch runtergespielt wurde. Die beiden „Trostpreise“ für die Ränge Neun und Zehn waren jeweils mit 100.000 Euro dotiert. (Liste der Preisgeldgewinner).

Carsten Joh nach der EPT in Berlin erneut im Geld

Bereits am Abend vom zweiten Spieltag erreichten die Spieler die Auszahlungsränge beim EPT Grand Final. Kurz vorm Preisgeld erwischte es beispielweise Katja Thater, die mit Königen ihre Chips vor dem Flop unterbrachte und gegen ein Paar-Achter verlor, weil jenes zum Set wurde. Weiterhin bubbelte Aaron Gustavson, der von Melanie Weisner eliminiert wurde, John Tabatabai nur sechs Plätze vorm Geld und der Senkrechtstarter Yevgeniy Timoshenko, der mit Königen in die Asse des Finnen Kelopuro lief.

Den Beleg für die zu schnelle Struktur für ein solch großes Turnier, ist der durchschnittliche Stack von lediglich 36 Big Blinds, mit dem die Verbliebenen ins Rennen von Tag 3 gehen werden.

Als Chipleader startete Nick Schulman das Gefecht um die EPT-Krone in Monte Carlo. Neben ihm und den deutschen Spielern Carsten Joh, Alexander Debus, Simon Münz, Moritz Kranich und Alexander Jung waren auch noch die Schweizer mit Ronald Grauer und Rino Mathis sowie ein Österreicher namens Josef Klinger vertreten.

Zudem reihten sich noch bekannte EPT-Gewinner wie Kevin MacPhee, Sander Lylloff, Anton Wigg, Vicky Coren sowie weitere große Namen allà Chris Moneymaker, Lex Veldhuis, Sami Kelopuro, Alexandre Gomes, Chris Björin, Peter Jetten, Davidi Kitai, Mel Judah, Neil Channing und junge Rookies wie Matt Kay, Andrew Chen, James Mitchell, Greg Dyer, Owen Crowe, Ramzi Jelassi, Paul Berende, Felipe Montenegro sowie die Lady Melanie Weisner als zu beachtende Starter an Tag Drei.

Tag 3

Braceletträger und WPT-Gewinner Nick Schulman

In den ersten Blindleveln ging es in Monte Carlo richtig zur Sache. Dabei erwischte es Chris Björin, Rino Mathis und Alexander Jung gleich zu Beginn.

Den Schuss auf die EPT-Krone im Fürstenstaat verpassten durch ihr Ausscheiden Sander Lylloff, Anton Wigg, Matthew Kay und Simon Munz die schon eine frühe Rail-Ansicht genießen mussten. Den EPT Berlin-Gewinner Kevin MacPhee erwischte es auf dem 84. Rang.

Am späten Nachmittag beruhigte sich dann die Action und 60 Spieler gingen nach der Tee Time in die Schlussphase im Spiel um die finalen 24 Plätze.

Dort war dann für den Weltmeister Chris Moneymaker und den Champion der Irish Poker Open 2008 Neil Channing Endstation. Auch Melanie Weisner erwischte es noch vor der abendlichen Dinnerbreak, als sie mit KJ ihre restlichen Chips reinstellte und von A7 den Call erhielt wonach ihr das Board nicht Hold war. Den aktuellen Irish Open-Gewinner James Mitchell musste sich ebenfalls mit einem Turnierresultat um den 50. Platz begnügen wie auch Alexander Debus den EPT-Traum beenden musste.

Mit Moritz Kranich musste sich der letzte deutsche Spieler auf dem 50. Rang verabschieden. Er schob auf einem Jack-High-Board mit 16 Big Blinds im Stack seine Chips mit J3 hinein und erhielt den Call von einem Buben, besserer Beikarte.

Derweil setzten sich Paul Berende, Josef Klinger, Ramzi Jelassi und Sami Kelopuro im oberen Bereich fest. Im Mittelfeld positionierten sich Lex Veldhuis und Alex Gomes. In der roten Zone hielten sich Andrew Chen und Victoria Coren auf.

Zu abendlicher Stunde erwischte es dann die letzten PokerStars Pros mit Alex Gomes auf dem 33. Rang für 35.000 Euro. Zudem verabschiedeten sich für jeweils 40.000 Euro Lex Veldhuis auf Rang 31 und Vicky Coren etwas später. Die Britin sah sich schon im Scheinwerferlicht des TV-Tisches, doch sollten auf ihrem finalen Flop K♣J♣2♥ ihre verbliebenen Chips hinein wandern. Mit Q♣9♣ konnte man ihr das auch nicht für Übel nehmen. Ihr Gegener hatte aber auch mit K♦2♠ die Hände geladen voll. Nachdem dann der Turn und River den J♥ und 4♠ brachte, verpasste Vicky Coren ihre Straße und Flushmöglichkeit, was sie auf dem 26. Platz eliminieren sollte.

Tag 4 — Die letzten 24 im Grand Final

Wie bei der EPT üblich, gingen am Vorschlusstag 24 Starter ins Rennen, um auf die acht Finalisten herunter zu spielen.

Mit guten Aussichten waren dabei Sami Kelopuro und Craig McCorkell ausgestattet. Eher im unteren Mittelfeld mussten Ramzi Jelassi, Nick Schulman, Andrew Chen und der Österreicher Josef Klinger mit recht wenigen Chips zurecht kommen. Fast hätte es geklappt ihn zu „verschweigen“, jedoch erreichte Salvatore Bonavena den Vorschlusstag und wurde an den TV-Tisch gesetzt. Als absoluter Shortstack, von dem man dachte er sei schon an Tag 3 ausgeschieden, begann der Rookie Paul Berende mit fast aussichtslosen Finaltischchancen.

An der Spitze des Chiptableaus waren die Onliner Kevin Eyster alias „1$ickDisea$E“, Matt „pezler06“ Perrins und Jean Francois Talbot aka „bmwmcoupe“ zu finden.

Als ersten eliminierten Spieler des Tages erwischte es Paul Berende auf dem 24. Rang. Der Holländer erhielt 50.000 Euro.

Martin Hruby, warum auch immer er seit letzter Woche PokerStars Pro ist, zeige hier nun schonmal einen guten Einstand mit dem Erreichen des 22. Ranges.

Der nächste große Name schied mit Ramzi Jelassi auf dem 19. Platz aus. Nick Schulman geriet inzwischen auch ziemlich Short und probierte mit A9 seine Chance, jedoch wachte Andrew Chen hinter ihm mit 10 10 auf und eliminierte den Amerikanischen WSOP und WPT-Gewinner auf Platz 18.

Eine mögliche turnierentscheidende Hand trug sich nach Schulmans Bustout zu. Sami Kelopuro spielte mit AQ das komplette Board 2759 durch und musste mit einer Dame auf dem River nochmals einen satten Valuebet von Nicolas Chouity nachzahlen, der Asse hielt.

Andrew Chen an einem weiteren EPT-Finaltisch

Danach schieden diverse Spieler im Minutentakt begonnen mit dem tagesbeginnenden-Chipleader von Kevin Eyster, Domenico Iannone, Emanuele Rugini und Laurent Olive vorüber war und nun probierte auch der High Stakes-Finne Kelopuro seinen Schuss. Er schon mit A5 seine Chips hinein, erhielt aber den dominierenden Call von A7 und schaffte dabei weder eine Teilung noch einen Suckout.

Nach der darauffolgenden Dinnerbreak schied der EPT-Prag 2008-Gewinner Salvatore Bonavena auf dem elften und Matt Perrins auf dem zehnten Platz aus, wonach noch ein Spieler bis zum Tagesende in der Eliminationsliste fehlte. Nachdem Craig McCorkell als Final Table-Bubble Boy ausschied, standen die acht Finalisten fest.

Die finalen Acht

Als bekannstester Spieler, der den Finaltisch erreichen konnte, war der Kanadier Andrew Chen zu nennen. Neben ihm musste der massive Chipleader Nicolas Chouity als Favorit bezeichnet werden. Dazu gesellten sich drei Franzosen namentlich Herve Costa, Mesbah Guerfi und Roger Hairabedian. Zudem war noch der österreichische Altmeister Josef Klinger im Rennen ums große Geld und den höchsten EPT-Triumph. Das Bild komplettierte der Weißrusse Aleh Plauski sowie der Littauer Dominykas Karmazinas.

Platz Preisgeld in € Spieler
1. 1.700.000 Flag of Lebanon.png Nicolas Chouity
2. 1.000.000 Flag of Austria.png Josef Klinger
3. 700.000 Flag of Lithuania.png Dominykas Karmazinas
4. 500.000 Flag of France.png Herve Costa
5. 400.000 Flag of Canada.png Andrew Chen
6. 300.000 Flag of Belarus.png Aleh Plauski
7. 200.000 Flag of France.png Roger Hairabedian
8. 140.000 Flag of France.png Mesbah Guerfi

Nebenturniere

Neben dem EPT-Event und den großen Nebenturnieren finden auch zahlreiche 300 € teuere Turbo-Turniere sowie ein Supernova Elite-Freeroll statt.

Hafenansicht von Monte Carlo
Buy In & Variante Starttag Gewinner Preisgeld in €
5.000 € No Limit Hold'em - Heads Up 24. April Andrew Pantling 120.000
1.000 € No Limit Hold'em - Turbo 25. April James Mitchell 42.250
1.000 € No Limit Hold'em - Knockout 26. April Joe Ebanks 41.800
5.000 € No Limit Hold'em 27. April Isaac Baron 306.500
1.000 € No Limit Hold'em 28. April Tomer Berda 84.400
5.000 € No Limit Hold'em - Shorthanded 28. April Tommy Vedes 170.000
2.000 € No Limit Hold'em 29. April Fabrice Soulier 97.000
1.000 € No Limit Hold'em - Lady's Event 29. April Melanie Weisner 23.000
1.000 € No Limit Hold'em 29. April Christophe Robak 43.800
25.000 € No Limit Hold'em 29. April Tobias Reinkemeier 956.000
1.000 € No Limit Hold'em - Shorthanded & Turbo 30. April Matt Kay 30.800


Highroller-Event

Nachdem sich viele potentielle Spieler gegen ein Highroller-Shootout ausgesprochen hatten, reagierte PokerStars und verwandelte das Event in ein gewöhnliches Turnier mit drei Spieltagen.

Rousso hatte keine Chance auf die Titelverteidigung

Sicherlich bewirkte auch diese Entscheidung ein sehr großes Teilnehmerfeld. Zudem zog das hohe Buy In und der televisierte Finaltisch viele Starspieler an. Es legten, um nur einige Namen zu nennen Daniel Negreanu, Carlos Mortensen, Bertrand Grospellier, Lex Veldhuis, Antoine Saout, Sorel Mizzi, Barry Greenstein, Mike McDonald, Gus Hansen, Dario Minieri, Allan Baekke, Haralabos Voulgaris, Yevgeniy Timoshenko, Jason Mercier, Olivier Busquet, Phil Laak, Viktor Blom und John Juanda ein knappes deutsches Jahresgehalt auf den Tisch.

Die Damen waren mit Jennifer Tilly, Liv Boeree, Isabelle Mercier und Vanessa Rousso vertreten. Auch der deutschsprachige Raum hatte mit Spielern wie Johannes Strassmann, Fredrik Keitel, Boris Becker, Tobias Reinkemeier sowie Johannes Steindl und Markus Golser als auch Ronny Kaiser und Stefan Huber einige Eisen im Feuer.

Nach der langen Registrierungsphase stand die Teilnehmerzahl bei 113 fest.

Nach dem ersten Spieltag verblieben 41 Spieler im Rennen um die Highroller-Krone. Dabei setzte sich Tobias Reinkemeier an die Spitze des Feldes und hatte seinen Landsmann Dren Ukella im Gepäck. Auf Reinkemeiers Fersen waren Luke Schwartz, Markus Golser und Thomas Marchese. Am zweiten Tag wurde auf die finalen Acht hingespielt. Dabei waren noch Topstars wie Gus Hansen, Sorel Mizzi und Bertrand Grospellier sowie die Nervensäge Tony G.

Platz Preisgeld in € Spieler
1. 956.000 Flag of Germany.png Tobias Reinkemeier
2. 597.000 Flag of the United States.png Olivier Busquet
3. 358.500 Flag of Lebanon.png Dori Yacoub
4. 263.000 Flag of the United States.png Thomas Marchese
5. 191.200 Flag of the Netherlands.png Paul Berende
6. 143.400 Flag of Canada.png Sorel Mizzi
7. 109.900 Flag of the United States.png Allen Bari
8. 81.300 Flag of Switzerland.png Michael Friedrich

Als noch 14 Spieler im Event waren, entschieden sie sich gemeinsam das Preisgeld neu zu verteilen und schon die Top 11, anstelle nur des Finaltisches auszubezahlen.

Auf dem neuen ersten Preisgeldrang, dem elften Platz schied der Main Event 2009-Finalist Antoine Saout für 25.000 Euro aus. Ihm folgte der Schweizer Javier Garcia sowie die britische Antwort auf Tony G. namens Luke Schwartz auf den Rängen Zehn und Neun für jeweils 49.450 €.

Somit stand nun auch der TV-Finaltisch mit der Beteiligung von Tobias Reinkemeier fest. Neben ihm war mit Dori Yacoub erneut ein Libanese in guter Position sowie eine illustre Runde um Thomas Marchese, Sorel Mizzi, Allen Bari, Olivier Busquet, Paul Berende und Michael Friedrich beim Spiel um die Highroller-Krone über die Schulter via Livestream zu schauen.