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Final Table des Main Events 2008

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Final Tables des Main Events 2008
Teil der Main Event 2008
November Nine 2008.jpg
Datum 10.-11. November 2008
Ort Las Vegas (Rio)
Variante No Limit Hold'em
Struktur
Buy In 10.000 $
Teilnehmer 9 von 6.844
Sieger-Preisgeld 9.119.517 $

Der Final Table des Main Events 2008 wurde am 9. und 10. November 2008 ausgetragen.

Zeitplan

Die letzten Neun Spieler des Main Events 2008, die November Nine
Hauptartikel: Main Event 2008

Von dem ursprünglich 6.844 Spieler starken Feld wurde Anfang Juli 2008 im Rahmen der World Series of Poker 2008 auf neun Spieler heruntergespielt. Diese neun Spieler werden am 9. und 10. November 2008 den Finaltisch ausspielen.

Am ersten Tag wird bis auf die letzten beiden Spieler heruntergespielt. Am zweiten Tag wird schließlich im heads up um den elitären Titel gekämpft. Dienstags wird der Final Table dann im US-amerikanischen Fernsehen gezeigt.

Besetzung zu Beginn (November Nine)

Sitz Name Chips Position
1 Dennis Phillips 26.295.000 1
2 Craig Marquis 10.210.000 8
3 Ylon Schwartz 12.525.000 5
4 Scott Montgomery 19.690.000 3
5 Darus Suharto 12.520.000 6
6 David Rheem 10.230.000 7
7 Ivan Demidov 24.400.000 2
8 Kelly Kim 2.620.000 9
9 Peter Eastgate 18.375.000 4

*Blinds bei 120.000 und 240.000 bei einem Ante von 30.000

Verlauf

Um kurz nach 20.00 Uhr MEZ des 9. November wurde nach 117-Tägiger Unterberechung der Finaltisch gestartet. Im Penn & Teller Theater in Las Vegas nahmen 1.000 Zuschauer sowie die November Nine platz.

Unter den Zuschauern waren auch Pro's wie Michael Mizrachi & Robert Mizrachi, Greg Mueller, Phil Gordon, Daniel Negreanu Cliff Josephy, Doyle Brunson, Johnny Chan, Phil Hellmuth und Barry Greenstein.

Der Vorjahressieger Jerry Yang gab das Startsignal mit dem obligatorschen Shuffle up and Deal

Das Theater für die November Nine

Frühe Phase

  • Wie zu erwarten gingen die Kontrahenten das Finale recht langsam an, selbst der massive Shortstack Kelly Kim suchte selten Action. Nach der 9. Hand gingen die Blinds auf 150k/300k bei einem Ante von 40k.
  • Die 18. Hand sollte sich zu der wichtigsten bis dato entwickeln. Dennis Phillips komplettierte aus erster Position vor dem Flop und Demidov erhöhte vom Button auf eine Million. Daraufhin schob Phillips 3,525 Millionen in die Mitte was vom russischen Kontrahenten mit einem Raise auf 8,225 Millionen beantwortet wurde. Phillips zahlte nach und somit lagen Preflop mehr als 17 Millionen im Pot. Der Flop kam 8 10 J Rainbow und Dennis Phillips bot 4,5 Millionen, worauf Ivan Demidov die Worte „I'm all in“ von sich gab. Phillips überlegte lange und gab die Hand auf. Danach hatte Demidov mehr als 35 Millionen, Phillips nur noch knapp Neun.
  • In der 30. Hand am Final Table konnte Ylon Schwartz zum neuen Chipleader avancieren. Auf dem Board K 10 2 3 6 war sein K10 gegen Demidovs AK vorne und Schwartz war bei 40 Millionen Turnierjetons, Demidov bei 27M.
  • Kelly Kim, der ewige Shortstack am Tisch, blindete sich auf magere drei Big Blinds runter ehe er ein all in riskierte. Er gewann dieses mit KK was er ohne nachzuschauen im Big Blind fand. Riskierte aber weiterhin nichts. Er fand dann AK und Chino Rheem ging mit ebenfalls AK mit. Sie teilten letztendlich.

Die ersten Bustouts

  • Nach knapp Viereinhalb Stunden totale Spielzeit, in der 52. Hand, musste der erste Spieler den Finaltisch verlassen. Es erwischte Craig Marquis nachdem er mit rund 12 Big Blinds in seinem Stack sein Glück mit 77 suchte. Er wurde von Scott Montgomerys AQ bezahlt, das Board 10 A 7 J K brachte zunächst einen Drilling, jedoch war mit dem River die Ass-hoch-Straße komplett und Marquis als erster raus.
  • Eine Hand später stellte Kelly Kim seinen winzigen Stack rein. Er erhielt zwei Caller wurde schließlich und für manche endlich von Darus Suharto eliminiert.

Bye Bye Chino

  • Als sich David Rheem mit AK eigentlich sicher sein konnte sich zu verdoppeln, erschien für ihn ein Flop des Grauens (Q57), denn sein Gegner Peter Eastgate, mit dem er ein Preflop Duell suchte, hielt AQ. Turn und River brachte keinen König und somit sollte dies für den einzigst etablierten Pro am Finaltisch das Ende bedeuten.

Die „Unauffälligen“

  • Die nächste Auszahlung erhielt Darus Suharto, nachdem er das Heft am Final Table nie wirklich in die Hand nehmen konnte. Mit A8 offsuit suchte er gegen Scott Montgomery die Konfrontation sollte jedoch AQ unterlegen sein. Montgomery hielt das Pik-Ass („the prettiest card in the deck“) und erhielt vom Board vier weitere Pik, machte seinen Flush und den Abgang vom Kanadier damit also perfekt.
  • Als nächstes erwischte es den eben noch feiernden Scott Montgomery. Er hielt A3 und bis zum Turn sah der Tisch auch sehr optimistisch für ihn aus. Er konnte zwei weitere Asse finden doch sein Gegner Peter Eastgate hatte zwei Sechser in der Hand und konnte tatsächlich auf dem River eine weitere treffen, ein Full House vorweisen und seinen Kontrahenten eliminieren.

Ylon Schwartz, der Geimtipp

  • Schwartz sollte eine starke Performance am Final Table abliefern, doch ein Blow up seinerseits war des Guten zu viel. Nachdem auf dem Board K82K5 nicht wirklich Action passierte, schob Schwartz mit A10 seine letzten Chips in die Mitte und versuchte Peter Eastgate aus dem Pot zu bluffen. Doch der snap-callte mit einem Paar Fünfer in der Hand und somit einem Full House. Für den Straßenspieler Ylon Schwartz war der Traum des Main Event-Sieges geplatzt.

Die Achterbahnfahrt des Dennis Phillip

  • Als der Truckmanager mit seiner Meute von 300 Fans in das Pokerstadion einfiel, war es nicht schwer zu deuten dass er sich selbst unter großen Druck setzte. So sollte er am Anfang weit zurückfallen, dann in der mittleren Phase mit Kings Full wieder zurückommen.

Doch am Ende blieb ihm das finale heads up verwehrt. 169 Hände waren bis dato am Main Event-Finaltisch gespielt, als er aussichtlos mit 910 auf dem Flop J43 reinstellte. Eastgate, der Gegner in dieser Runde, Insta-callte mit 33 in der eigenen Hand. Turn und River brachten keine Runner-Runner Strasse für Phillips und somit auch das Ende vor dem finalen Dienstags-heads up.

Ivan Demidov vs. Peter Eastgate, das europäische Finale um die Poker-WM Krone

  • Mit dem Ausscheiden Dennis Phillips wurde das Spiel unterbrochen. Der Russe Ivan Demidov hielt dort knapp 56,6 Millionen Chips bei Blinds von 300k/600k. Sein dänischer Kontrahent Peter Eastgate wird am Dienstag Abend knapp 80,3 Millionen vor sich liegen haben und somit ein spannendes heads up-Duell abliefern können.

Nach einem Tag Pause kehrten die beiden Rivalen um den wichtigsten Titel des Jahres zurück. Der berühmte Box-Ansager Michael Buffer sprach die magischen Worte "Let's get ready to shufflllllllllllllllllllllllllllle up and deal!" und der Kampf begann.

  • Zunächst sollte Ivan Demidov das Heft in seine Hand reissen. Er konnte mit einigen kleinen Pöten den Rückstand im Chipcount verringen und nach 17 gespielten Händen auch gleichziehen.
  • Von da an sollte es für den Russen jedoch nicht mehr weiter Bergauf gehen. Peter Eastgate gewann mit Ass Dame auf dem Board A J 3 J Q einen großen Pot und konnte mit 36 Millionen Vorsprung bei Blinds von 400k/800k davon ziehen.
  • Kurze Zeit später missglückte Ivan Demidov ein Bluff mit A♠ 10♥ als er auf dem River 9♥ 7♠ 6♦ J♥ Q♠ nochmal Gas gab. Doch Peter Eastgate machte einen starken Call mit J♠ 8♠ und sprang auf über 100 Millionen Chips, Demidov war auf 36 Millionen zurückgefallen.
  • Nach 233 Händen wurde verkündet, dass dies mit über 14 Stunden der längste Finaltisch des Main Events der WSOP werden wird.
  • Ivan Demidov konnte in den nächsten 40 Händen wieder etwas gut machen, musste jedoch einen 44 Millionen großen Pot verloren geben. K♦ 10♦ 7♣ J♦ 3♣ lag auf dem Tisch Demidov setzte auf jeder Straße kräfitg an war aber wieder mit Ace-high aufgeflogen und musste sich dem Flush von Eastgate mit 4♦ 7♦ geschlagen geben.
  • In der insgesamt 274. Hand am Finaltisch stand es 16,3 für Ivan Demidov zu 120,5 für Peter Eastgate. Die Blinds lagen bei 0,5 und einer Million Chips.

Peter Eastgate hatte den Button vor sich und zahlte nach, Ivan Demidov chekte im Big Blind. Der Flop kam 2♦ K♠ 3♥. Demidov checkte zunächt, Eastgate bot 1,25 Millionen Demi callte. Auf dem Turn erschien die 4♣, wieder ein Check von dem Russen, ein Einsatz von 2 Million Eastgates und nun aber ein Raise auf 6 Millionen von Demidov. Nach einiger Bedenkzeit zahlte Eastgate die Erhöhung nach und die Pik 7 fiel auf dem River. Demidov sagte All in und war sich mit 4♥ 2♥, also zwei Paaren sicher aufdoppeln zu können, doch sollte Peter Eastgate umgehend callen und A♦ 5♠ umdrehen.

  • Peter Eastgate zeigte somit eine Strasse vom Ass bis zur Fünf und gewann den Pot sowie den Titel des World Champion of Poker 2008. Der 22 Jahre alte Däne brach somit den 19 Jahre alten Rekord von Phil Hellmuth als jüngster Sieger des WSOP-Main Events.

Für Ivan Demidov blieb jedoch ein großer Zahltag und das Ergebnis in einem Jahr an den Finaltisch des WSOP-Main Events als auch an den Finaltisch des WSOPE-Main Events gelangt zu sein.

Peter Eastgate win.jpg

Ergebnisse und Auszahlungen

# Name Preisgeld (in $)
1. Peter Eastgate 9.152.416
2. Ivan Demidov 5.809.595
3. Dennis Phillips 4.517.773
4. Ylon Schwartz 3.774.974
5. Scott Montgomery 3.096.768
6. Darus Suharto 2.412.510
7. David Rheem 1.772.650
8. Kelly Kim 1.288.217
9. Craig Marquis 900.670

Siehe auch