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Hole Cam

Aus Donkpedia, dem vielseitigen Pokerlexikon
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Eine Hole Cam ist eine im Pokertisch integrierte Kamera, die die verdeckten Karten der Spieler nur für die Fernsehzuschauer sichtbar aufnimmt.

Allgemeines

Durch kleine, in die Tische integrierte Kameras sind die Hole Cards schon beim Ansehen des Spielers für Fernsehzuschauer sichtbar. Diese Möglichkeit wurde bekannt, als die Kameras das erste Mal Anfang des Jahres 1997 in der britischen Pokersendung Late Night Poker benutzt wurden. Weitreichende Bekanntheit und Akzeptanz erhielten die Kameras durch die Ausstrahlung der World Series of Poker 2002 und der World Poker Tour 2003.

Oft sind die Spieler vom Fernsehsender oder vom Veranstalter eines Turniers dazu verpflichtet, ihre Karten durch diese Möglichkeit preiszugeben. Es gibt mittlerweile weniger kritische Stimmen gegen die Kameras wegen der Möglichkeit des Betrugs.

Diese Übertragungstechnik hat zudem maßgeblich dazu beigetragen den Pokerboom auszulösen.

Varianten

Es wird zwischen zwei Varianten an Tischkameras unterschieden:

  1. Vor jedem Spieler ist eine Glasplatte in die Spielfläche integriert. Unter dem Tisch sind Kameras, die durch das Glas die Karten zeigen. Diese Möglichkeit wird meist in Europa genutzt.
  2. Die Kameras sind an der Innenseite zwischen Armauflage und Spielfläche installiert. Dies wird unter anderem bei der World Series of Poker und der World Poker Tour genutzt.

Sicherheit

Damit ein Spieler oder anwesende Zuschauer durch eine Liveübertragung keine Informationen über die Karten erhalten können, müssen die Kommentatoren von den Spielern und den anwesenden Zuschauern getrennt sein. Zudem ist eine Sendeverzögerung von mehreren Minuten üblich, um zusätzliche Sicherheit zu gewährleisten.

Viele Turniere werden nicht live übertragen, sondern aufgezeichnet. In diesem Fall wird die Kommentation oft erst nach Ende einer Pokerpartie aufgenommen und zu dem Bildmaterial hinzugefügt, wenn die Kommentatoren freien Zugang zu den aufgenommenen Videos der Hole cards hat.

Nur sehr wenige Mitglieder einer Fernsehsendung haben während der Aufzeichnung Zugang zu den Bildern der Kameras. Die Räume, in denen das Bildmaterial ohne Verzögerung sichtbar ist und bearbeitet wird, sind grundsätzlich gut gesichert.