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Loose

Aus Donkpedia, dem vielseitigen Pokerlexikon
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Loose – selten auch eingedeutscht auf „locker“ oder „lose“ , üblicherweise aber als englischer Ausdruck benutzt – ist im Kartenspiel Poker ein Spieler, der sehr viele Starthände spielt und so eine hohe Bet Frequency hat. Das Gegenteil von loose ist tight.

Man unterscheidet loose-passive und Loose aggressive.

Erstere Spielweise findet man vor allem bei Anfängern und gilt im Allgemeinen schon deswegen als nicht profitabel, weil man im Pokern, insbesondere beim Texas Hold'em mit guten Karten Druck ausüben muss. Callen gilt meistens als Fehler, Calling Station gilt als Schimpfwort beim Pokern.

Die zweite Variante trifft man zwar auch laienhaft bei einigen Anfängern, die viel und wild spielen (maniacs), sie aber nicht beherrschen. Insbesondere im No Limt Texas Hold'em spielt jedoch fast die gesamte Weltklasse nicht mehr wirklich tight, sondern eher loose.

Profitabel ist diese Spielweise meist in den höheren Limits (etwa ab den Blinds 5/10 $). Der Grund dafür ist, dass in diesem Limit weniger schlechte Spieler vorzufinden sind und tight nicht mehr so profitabel gespielt werden kann, da man leicht auszurechnen ist.

Somit wird loose-aggressive von vielen No Limit-Spielern bevorzugt. Anzumerken sei, dass dies vor allem beim Onlinepoker praktiziert wird, da es im landbasierten Casino auch in den höheren Limits viele schlechtere Spieler gibt.

Ein Spieler wird ab einer Bet frequency von etwa 35 % als loose bezeichnet, oftmals übersteigen Spieler jedoch diese Grenze deutlich.

Anwendung

  • Beim Onlinepoker wird, vor allem in den niedrigen Limits, fast ausschließlich diese Taktikvariante von schlechteren Spielern gespielt (loose-passive).
  • In hohen Limits hingegen spielen einige erfolgreiche Spieler loose (in Verbindung mit aggressiver Spielweise).
  • Der Chipleader eines Tisches spielt ebenfalls oft loose, da er die anderen Spieler so unter Druck setzen kann.