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Mike Matusow

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Vereinigte Staaten
Michael Matusow

Mike Matusow 2010.jpg
Matusow beim NHUPC 2010.
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Persönliches
Wohnort: Las Vegas, Nevada
Henderson, Nevada
Spitzname: The Mouth
Money Icon.png
Verdienste
Turniereinnahmen:[?] 8.937.000 $
( 6.839.366 €)
Letzte Änderung: 9. Juni 2013, 11:23

Michael (Mike) B. „The Mouth“ Matusow (sprich: [maɪ̯k ˈmɛtəsov]) (* 30. April 1968 in Los Angeles) ist ein US-amerikanischer professioneller Pokerspieler. Seinen Spitzname „The Mouth“ (Der Mund) bekam er auf Grund seiner Geschwätzigkeit am Pokertisch; er ist besonders für belanglosen Smalltalk und Belustigung über seine Mitspieler bekannt, weshalb er auch als einer der begnadetsten Trash Talker gilt. Matusow ist einer der erfolgreichsten Turnierspieler des neuen Jahrtausends, besonders zwischen 2005 und 2008 hatte er große Erfolge.

Jugend

Mike Matusow wurde am 30. April 1968 als Sohn von Gloria Matusow geboren. Nach eigenen Aussagen litt er in der Schule unter Mobbing. Obwohl er versuchte als Automechaniker zu arbeiten, sattelte er später in das Bestattungsunternehmen seiner Eltern um. Nachdem er mit 18 Jahren erstmals in Kontakt mit Videopoker kam, glitt er in eine Spielsucht ab und besuchte kurzzeitig die anonymen Glücksspieler. Erst im Jahr 1989 kam er erstmals in Kontakt mit Texas Hold'em. In der Folge arbeitete er als Dealer.

Pokerkarriere

Mike Matusow beim Bracelet-Gewinn 2008.

World Series of Poker

Bei der World Series of Poker 1998 zahlte Matusow Scotty Nguyen ein Drittel des Startgelds für das Hauptturnier. Nguyen konnte das Turnier gewinnen und gab ein Drittel des Preisgelds, 333.333 $ an Matusow.

Im Jahr darauf konnte Matusow selbst sein erstes Bracelet gewinnen.

2001 erreichte er den Finaltisch des Hauptturnier, schied jedoch auf dem sechsten Platz aus. Das Turnier wurde von Carlos Mortensen gewonnen.

2002 erreichte er den zweiten Sieg bei einem WSOP-Turnier. Im Heads up schlug er Daniel Negreanu. Die Variante war Omaha High/Low, die seiner eigenen Aussage nach seine beste sei.

Zwei Jahre später, bei der World Series of Poker 2004 kam Matusow im Hauptturnier zwar erneut ins Geld, sein endgültiger Durchbruch kam aber im Jahr 2005. Dort erreichte er den neunten Platz unter 5.619 Teilnehmern. Obwohl er den Finaltisch aus einier aussichtsreichen Position begonnen hatte, musste er als erster seine Koffer packen, nachdem ein großer Teil seines Stack mit KK gegen AA investiert wurde. Nur wenige Monate später wurde er zur zweiten Ausgabe des Tournament of Champions eingeladen. Er gewann im Heads up gegen Hoyt Corkins. Für diese beiden Platzierungen erhielt Matusow je eine Million Dollar.

Im 18. Turnier der World Series of Poker 2008 siegte er in einem hochklassig besetztem Event und gewann sein drittes Bracelet, nach einer für ihn langen Durststrecke konnte er wieder ein Großturnier für sich entscheiden. Im Hauptturnier schaffte er es zum vierten Mal in dem Jahrzehnt unter die besten hundert Spieler.

Bei der World Series of Poker 2013 konnte Matusow seine fünf Jahre andauernde Durststrecke beenden, da er das 13. Turnier, ein Stud High/Low-Event im Heads Up vor dem Briten Matthew Ashton gewinnen konnte. Für den Erfolg erhielt Matusow neben seinem vierten Bracelet auch etwa 260.000 $ (netto).

Bracelets

Jahr Turnier Preis ($)
1999 3.500 $ No Limit Hold'em 265.475
2002 5.000 $ Omaha High/Low 148.520
2008 5.000 $ No Limit Deuce to Seven Draw 537.680
2013 5.000 $ Seven Card Stud High/Low 266.503

World Poker Tour

Im Oktober 2004 wurde er Dritter in einem Event der World Poker Tour. Dafür erhielt er 250.000 $.

2006 wurde er hinter Tony G Zweiter beim WPT Bad Boys of Poker II-Einladungsevent, bekam dafür aber kein Preisgeld.

2007 konnte er hinter Kevin Saul den zweiten Platz beim Bellagio Cup III belegen und 671.000 US-Dollar gewinnen. Danach gelangte Mike Matusow erneut an zwei weitere Finaltische, musste jene aber jeweils auf Rang sechs verlassen.

Sonstige Veranstaltungen

Matusow spielte 2006 erstmalig im National Heads-Up Poker Championship und wurde bereits in der ersten Runde von Eli Elezra besiegt. 2008 kam er bei dieser Veranstaltung erstmals ins Geld.

Bei Poker Superstars III schaffte Matusow es bis ins Viertelfinale. Anschließend gewann er den Poker Superstars Freeroll und 500.000 $.

Er spielte auch von der zweiten bis zur vierten Staffel von High Stakes Poker mit. In der fünften Staffel war er nicht zu sehen, da er in Zeiten des massiven wirtschaftlichen Abschwungs nicht an einem Spiel mit 200.000 $-Einsatz teilnehmen wollte.

Nach zehn erfolglosen Versuchen, bei Poker After Dark einen Sieg zu erringen, konnte er bei der elften Teilnahme in der Close but no Cigar-Woche triumphieren. Dort nahmen Spieler teil, die den Gewinn des WSOP-Hauptturniers knapp verfehlten. Im Heads up schlug Matusow den Iren Andy Black und gewann 120.000 US-Dollar.

Matusows Comeback 2013

Im Frühjahr 2013 meldete sich „The Mouth“ zurück, als er völlig überraschend ins Heads Up der National Heads-Up Poker Championship gegen Phil Hellmuth einzog und dort triumphierte und 750.000 $ einnehmen konnte.

Ein weiteres Highlight setzte Matusow bei der World Series of Poker 2013 indem er sein viertes Bracelet mit den Worten „Fuck the haters!“ verbuchte.

Onlinepoker

Matusow spielt auf Full Tilt Poker unter seinem eigenen Namen. Er ist Repräsentant und Mitgründer des Raums.

Wissenswertes

  • Matusow sorgte mit seinem Privatleben für Schlagzeilen. Nachdem er mit Rauschmitteln handelte, wurde Matusow im Herbst 2004 zu einer sechsmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt.
  • Matusow hatte auf cardplayer.com eine eigene Videorubrik namens „The Mouthpiece“, in der er über Poker und sein Leben redete.
  • „The Mouth“ schloss zur WSOP 2007 eine Wette mit Ted Forrest ab, der der Meinung war, dass Matusow innerhalb eines Jahres sein Gewicht nicht von 231 Pfund (104 Kilogramm) auf 181 Pfund (82 Kilogramm) senken könne. Matusow hielt seine Fans im „Mouthpiece“ auf dem Laufenden. Schlussendlich schaffte er sein Ziel und erleichterte Forrest um 100.000 $.
  • Er ist jüdischen Glaubens.
  • Seine Gesamtgewinne aus Pokerturnieren liegen bei knapp 8.700.000 US-Dollar. 2009 war für Matusow das schlechteste Jahr seiner Pokerkarriere, er gewann in Turnieren nur etwas über 7.000 Dollar.


Literatur

  • Mike Matusow: „Check-Raising the Devil“ (2009) [1]

Quelle

  1. Amazon

Weblinks