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NAPT Mohegan Sun 2010

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NAPT Mohegan Sun 2010
Teil der North American Poker Tour
NAPT-Logo.jpg
Datum 7. - 11. April 2010
Ort Uncasville
Variante No Limit Texas Hold'em
Struktur
Buy In 5.000 $
Teilnehmer 716
Geldplatzierungen 104 (14,53 %)
 Genaue Ergebnisse 
Gewinner Vanessa Selbst
Sieger-Preisgeld 750.000 $

Das Event der NAPT im Casino des Mohegan Sun feierte im April 2010 sein Premiere.

Nachdem das einleitende Event auf den Bahamas sowie das Turnier im Venetian in Las Vegas zwei grandiose Erfolge mit sich brachten, traf der NAPT-Tross im Mohegan Sun beim dritten Turnier der ersten Season der North American Poker Tour ein.

Das Casino und Hotel mit 1.356 Schlafzimmern, welches als Spielort diente, ist das zweitgrößte der Vereinigten Staaten und der Zufluchtsort der stressgeplagten New Yorker. Nach knapp zweieinhalb Autostunden an der Küste entlang Richtung Boston, ist man von Manhattan aus im Indianerreservat eingetroffen und kann sich auf 33.800 Quadratmetern puren Entertainings austoben.

Bereits vor dem eigentlichen NAPT-Event fanden bereits zahlreiche Turniere mit Startgeldern im dreistelligen Bereich, sowie Satellites statt. Falls man dann aus dem Main Event ausschied, konnte man sich zu einem 2.000 $ und einem 1.000 $-Turnier oder diversen anderen kleineren Events entscheiden.

Nach Beendigung des Hauptturniers stieg dann das Highroller-Turnier, welches komplett televisiert wurde.

Main Event

Der Hotel und Casinokomplex am Mohegan Sun Boulevard 1 in Uncasville (Connecticut)

Das NAPT-Main Event im Mohegan Sun begann am 7. April und endete mit dem TV-Finaltisch am 11. April.

Unter anderem hatten sich für das $5K-NAPT-Event via PokerStars Peter Jetten, Derek Lerner, Jonathan Aguiar, Jason Mercier, Mark Newhouse, Owen Crowe, Scott Seiver, Shane Schleger, Faraz Jaka, Victor Ramdin, Justin Schwartz, Thayer Rasmussen, Tim West, Christian Harder und Melanie Weisner qualifiziert. Direkt eingekauft waren beispielsweise Barry Greenstein, Chad Brown, Dennis Phillips, Greg Raymer, Gavin Griffin, Joe Cada, Daniel Negreanu, Eric Haber sowie Vanessa Rousso.

Dabei musste man 5.000 US-Dollar auf den Tisch legen um an den Start gehen zu dürfen. Darin enthalten war bereits die Startgebühr in Höhe von 300 $.

716 Teilnehmer zählte das Turnier nach Beedigung der Registrierungsphase nach dem zweiten Blindlevel.

Nach acht gespielten Blindleveln je einer Stunde war der erste Tag mit 443 Survivorn beendet. Dabei setzte sich David Williams an die Spitze des Chiptableaus mit fast achtfachem-Startstack. Auf den weiteren Rängen folgten Vanessa Selbst, Brandon Cantu, Cliff Josephy und Melanie Weisner. Letztlich kamen und überstanden mit beispielweise Phil Ivey, Tom Dwan, Matt Hawrilenko und Gavin Smith auch zahlreiche FTP-Pros den ersten Spieltag.

Der zweite Spieltag sollte das Feld fast an die Preisgeldränge führen. Dabei schieden Melanie Weisner, Jason Mercier, Allen Kessler, Matt Stout, Chau Giang, Zachary Clark und Gavin Griffin kurz vor den bezahlten Plätzen aus. Am Ende des zweiten Spieltages war Jordan Morgan mit fast 200 Big Blind im Stack massiver Chipleader. Zudem übernachteten unter den 125 verbliebenen Spielern Vanessa Selbst, Peter Jetten, James Akenhead, Ryan D'Angelo, Sorel Mizzi und Phil Ivey im oberen Chipcount.

Main Event-Zahltage

In die bezahlten Ränge der Top-104-Spieler an Tag 3 schafften es unter anderem Lars Bonding auf dem 94. Rang und Jeff Madsen drei Plätze weiter vorne, die beide 7.500 $ entgegen nahmen. Ein Stufe höher, sowie 1.000 $ mehr erhielten Michael Martin, Sorel Mizzi und Dennis Phillips.

Der 59. Platz sowie 9.500 $ war für den mehrfachen Braceletgewinner Eric Froehlich vorgesehen. Ryan D'Angelo schaffte es das Event im Preisgeld, aber deutlich vor dem ersehnten Finaltisch auf Platz 42 abzuschließen.

Mit dem Briten James Akenhead war der letzte Spieler aus Übersee auf dem 38. Rang für 13.500 US-Dollar gebustet.

Nachdem er mit AK in Pocket-Kings lief und in seiner finalen Hand den Flushdraw verpasste, beendete Phil Ivey das NAPT-Event auf dem 29. Rang und kassierte einen PLO-Grinding-Stack in Höhe von 16.000 US-Dollar.

Die letzten drei Tische — Tag 4

Zum Video
Ein Einblick in und um das Mohegan Sun herum

Als massive Chipleaderin startete Vanessa Selbst unter den finalen 24 Spielern ins Rennen um den Finaltisch.

Jordan Morgan war im Besitz von einem Stack mit fast 80 Big Blinds, musste dann aber zunächst seinen Konkurrenten Scott Seiver aufdoppeln, als Morgans straighdraw platzte, dafür aber Seivers flushdraw ankam. Eine Hand später ging Jordan Morgan für 35BBs mit einem Paar-Vierer All in, erhielt den AK-Call und schwups war das Hold'em-Turnier vorbei, da AK sich zweimal paarte.

Als weiterer Starspieler verabschiedete sich Peter Jetten auf dem 13. Rang für eine Auszahlung von 29.000 US-Dollar.

Kurz vor dem Finaltisch wurde Vanessa Rousso für 47.000 $ auf dem zehnten Rang eliminiert. Nachdem sich Brandon Hall auf dem neunten Rang mit KJ<AQ geschlagen geben musste, stand der Finaltisch der finalen Acht fest.

Der Final Table — Live und in Farbe

# Spieler Preis ($)
1. Flag of the United States.png Vanessa Selbst 750.000
2. Flag of the United States.png Mike Beasley 428.000
3. Flag of the United States.png Michael Woods 240.000
4. Flag of the United States.png Scott Seiver 190.000
5. Flag of Canada.png Alistar Melville 150.000
6. Flag of the United States.png Derek Raymond 115.000
7. Flag of the United States.png Cliff Josephy 85.000
8. Flag of the United States.png Jonathan Aguiar 60.244

Zu den letzten acht Spielern, die vor TV-Kameras den Showdown um den dritten NAPT-Titel der ersten Saison austrugen, zählten die vier Braceletgewinner namens Vanessa Selbst, Cliff Josephy, Derek Raymond und Scott Seiver sowie die andere Seite ohne Armband mit Michael Woods, Alistar Melville, Mike Beasley und Jonathan Aguiar. Der Finaltisch wurde auf „pokerstars.tv“ live übertragen und auch für ESPN2 für das amerikanische TV aufbereitet.

Er kam mit dem zweitkleinsten Stack an den Final Table und musste sich als Erster verabschieden. Für Jonathan Aguiar war AQ nicht gut genug, um gegen ein Paar-Zehner zu bestehen. Zu allem Überfluss wurde ihm auf dem River noch eine weitere Zehn reingedrückt, womit der Las Vegas-Resident eine enttäuschend kurze TV-Time hatte.

Der legendäre JohnnyBax verlor ebenfalls mit AQ den Großteil seines Stack im Showdown gegen Sechser, wonach er noch vier Big Blinds übrig hatte. Er verpasste das Mega-Comeback und war wenige Hände später draußen.

Nachdem der unerfahrene Derek Raymond mit A10 einen riesiegen All in-Call machte und von Vanessa Selbst eliminiert wurde, schied der Amateur Alistar Melville mit QQ gegen Mike Beasleys AQ aus, welcher auf dem Flop ein weiteres Ass fand.

Scott Seiver ging mit dem kleinsten Stack an den Finaltisch und lungerte ziemlich lange an diesem herum. Seine Pushes wurden oft against all odds nicht bezahlt und so schaffte er es sich auf den vierten Rang hinauf zu grinden. Dort bustete er nach vier Stunden Spielzeit, da sein Paar Vierer im Showdown nicht stand hielt.

Derweil schien Vanessa Selbst auf ihrem Rush kaum aufzuhalten zu sein. Die Dame schoss Michael Woods auf dem dritten Rang ab, nachdem sie auf dem Flop 9♦8♣6♠ zunächst check-raiste und das All In von Woods mit einem Paar Achter bezahlte. Michael Woods hatte mit 9T Top-Paar und einen Straight-Draw, der mit dem A♠ und der 10♥ auf Turn und River nicht ankam.

Im darauffolgenden Heads Up trat Mike Beasley mit knapp 2,8 Millionen an Turnierjetons als großer Underdog gegen den monsterösen Stack in Höhe von 18,8 Millionen Chips der Vanessa Selbst an. Nach lediglich einem Paar gespielten Händen sicherte sich Vanessa Selbst das Turnier mit der Siegerhand von A♥8♠ beim Board 3♦6♣K♦ 7♣ 8♣ gegen Mike Beasleys Q♥10♠.

[Selbst gewinnt das NAPT Mohegan Sun 2010|Selbst sicherte sich somit souverän den NAPT-Titel sowie 750.000 US-Dollar und gewann somit ihre zweites großes Pokerturnier.]

$25K-Shootout-Highroller-Event

Ein Turnier wie auf den Leib des Daniel Negreanus geschnitten — illustrerweise nahm er am TV-Tisch platz

Nach dem NAPT-Main Event stand auch ein sehr expensives Highroller-Turnier mit einem Buy in von 25.000 US-Dollar auf dem Plan. Wie bereits beim Venitian-Event war das Turnier auch hier als Shootout ausgelegt. Aus dem Buy In wurde zudem erneut eine 5.000 Dollar hohe Bounty entnommen, die ein Spieler wiederum erhielt, sobald er einen seiner Konkurrenten eliminierte.

Nachdem bekannt wurde, dass es strikte Regularien bezüglich Werbeaufnäher am Highroller-TV-Tisch gäbe, zogen sich unter anderem Full Tilt-Spieler allà Phil Ivey und Tom Dwan, die das Main Event spielten, zurück.

Über ein 5.000 $ expensives Live-Satellite am Abend des Main Event-Finaltisches hatten sich unter anderem Greg Dyer, Jason Mercier, Peter Jetten und Matthew Glantz qualifiziert.

35 Spieler waren letztlich bereit ins Turnier einzutreten. Es wurden sechs Tische gebildet, woraus folgte, dass der Finaltisch am nächsten Tag aus eben den sechs Tischgewinnern bestehen sollte.

Der Gewinner des einen unterbesetzten 5-max-Tisches erhielt 50.000 US-Dollar und den Gewinner an den 6-max-Tischen wurde zunächst 60.000 US-Dollar zugesprochen. Dazu kamen die individuellen Bounty-Erträge, falls man einen Konkurrenten eliminiert.

Der zusätzliche Rest in Höhe von 350.000 US-Dollar war einzig und allein für den Turniersieger vorgesehen.

Es wurden Perry Horwich, Brian Lemke, Faraz Jaka, Daniel Negreanu, Sorel Mizzi und Joe Gibbons an den TV-Vorrundentisch gelost. Später wechselte man den TV-Tisch und konnte Scott Seiver sowie Matthew Glantz im Heads Up um den Finaleinzug zusehen. An den anderen Tischen waren unter anderem Chau Giang, Greg Dyer, Barry Greenstein, Greg Raymer, Ashton Griffin und Hoyt Corkins unterwegs, die jedoch in ihrer Vorrunde ausschieden.

Highroller-Finaltisch

Im Gegensatz dazu zogen an den Finaltisch Matthew Glantz, Sam Stein, Jason Mercier, Faraz Jaka sowie Shawn Buchanan ein, die ihre 6-max-Vorrundentische komplett abräumten.

Dazu gesellte sich noch Luis Vazquez, der nur vier Spieler eliminieren musste, dies aber selbst in die Hand nahm und so auch in der Bounty-Wertung führte. Im Gegensatz erhielt er weniger für den Vorrundensieg und trat mit weniger Chips an den Finaltisch an. Der unbekannte Vasquez spielte jedoch ziemlich schwach am Finaltisch auf und schied als erster Spieler aus.

Nachdem Jason Mercier seinen gefährlichsten Gegner am Finaltisch eliminierte, trat er im Heads Up mit einem kleinen Vorsprung gegenüber seinem Konkurrenten Sam Stein an. Dort ging es, um ein in den letzten Wochen aufgekommenes Zitat zu bemühen, für beide Spieler um entweder „Gladiolen oder Tod“.

Welch ein Heads Up!

Das epochale Heads Up-Match zog sich deutlich über 100 Hände und fast vier Stunden Spielzeit in die Länge. Dabei sah Sam Stein schon fast als sicherer Sieger aus und war zwischenzeitlich 5:1 vorne und hatte seinen Gegner mit A9 gegen A8 schon am Rande der Elimination… doch das Blatt sollte sich wenden.

Die Wende kam, als Jason Mercier zunächst mit K10 seine Chips in die Mitte brachte und den Snap-Call von Stein mit AQ erhielt. Als dann AJ25 bis zum Turn gedealt wurde, hatte Mercier nur vier Karten zur möglichen Straight. Mit der Dame auf dem River komplettierte er diese und war wieder im Rennen.

Nach wenigen Händen waren beide gleich auf und Mercier pushte mit einem Paar-Dreien, wonach Steins AJ-Hand gut genug für den Call war. Erneut sah das Board bis zum Turn mit J264 nur einen Bauchschuss für Mercier vor, der durch die herzene-Fünf einschlug. Stein blieben zwei Big Blinds an Rest und diesen verlor er, wie das Turnier, kurze Zeit später.

Somit schaffte es das Comeback-Kid namens Jason Mercier durch zwei Aufdoppeler inkludierter Mega-Sucksouts zurückzukommen und am Ende Sam Stein im bitteren Regen stehen zu lassen. Was dieser Jason Mercier in den letzten zwei Jahren und während diesem Heads Up-Match für sich entscheiden konnte ist „unreal“.

Ergebnis

# Spieler Preisgeld in $
(inklusive Bounty) ($)
1. Jason Mercier 445.000
2. Sam Stein 75.000
3. Faraz Jaka 80.000
4. Matthew Glantz 70.000
5. Shawn Buchanan 80.000
6. Luis Vazquez 70.000

Weblinks