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Pot Odds

Aus Donkpedia, dem vielseitigen Pokerlexikon
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Die Pot Odds (wörtl. Potwahrscheinlichkeiten) sind von Pokerspielern verwendete Berechnungen, die angeben, ob das Callen von Einsätzen rentabel ist.

Expressed Pot Odds

Sie beschreiben die Summe Geld, die schon im Pot ist, in Relation zu der Summe, die man als Call bringen muss, um weiter im Spiel zu bleiben (Expressed (Pot) Odds; siehe auch Implied (Pot) Odds weiter unten).

Trotz des Namens haben die Pot Odds selbst nichts mit Wahrscheinlichkeiten zu tun, die eigentlichen Odds, wie wahrscheinlich eine bestimmte Karte noch kommt, sind aber erfahrenen Spielern sowieso klar, so dass, wenn von Odds geredet wird, "jmd. schlechte Odds geben", "gute Odds bekommen" in aller Regel die Pot Odds gemeint sind.

Pot Odds werden fast immer in Verhältnissen angegeben (selten in Prozent). Setzt ein Gegner nach dem Flop 2 $ in einen 10 $ großen Pot, so beträgt der aktuelle Wert des Pots 12 $. Man selbst müsste jetzt ebenfalls 2 $ zahlen, um im Spiel zu bleiben. Die Pot Odds sind hier also 12:2, gekürzt 6:1.

Break Even Point

Der Break Even Point ist erreicht, wenn Odds und Pot Odds vom Zahlenwert gleich sind. Sind die Pot Odds höher als die Odds, hat man eine spielbare Situation, da man mehr Geld gewinnen kann, als man durch den Einsatz möglicherweise verspielt.

Sind im Gegenzug dazu die Pot Odds niedriger als die Odds lohnt es sich nicht, mitzugehen, da man im Mittel mehr Geld verspielt als man durch Gewinn des Pots wieder herein holt.

Beispiel für eine spielbare Situation

Nehmen wir an, dass wie in den obigen Beispielen die Odds 22 %, der Einsatz 2 $ und der Pot 12 $ betragen, so ergibt sich die Überlegung, dass man bei 100 mal spielen dieser Situation 100 mal 2 $, also 200 $ einsetzen würde und in 22 der 100 Fälle einen Pot von 12 $ + 2 $ = 14 $, also 308 $ gewinnen würde. Der Nettogewinn ist hier 308 $ - 200 $ = 108 $.

Beispiel für Break Even Point

Nehmen wir nun einmal an, dass Odds gleich Pot Odds 14.29 %, der Einsatz 2 $ und der Pot 12 $ ist. Bei 100 mal spielen dieser Situation zahlt man also 200 $ und in 14,29 der 100 Fälle gewinnt man einen Pot von 14 $ also ebenfalls 200 $. Der Nettogewinn ist hier 200 $ - 200 $ = 0 $.

Implied Odds (Implizierte Pot Odds)

Die Expressed Pot Odds lassen sich wie oben gesehen einfach errechnen, gelten aber nur für eine Setzrunde. Mit den geschätzten Implied Pot Odds versuchen Spieler zu taxieren, ob sich ein Call nicht doch lohnt, wenn er nur unter Expressed Odds-Gesichtspunkten zu teuer wäre. In diese Rechnung wird strategisch miteinbezogen, wie hoch der endgültige Pot ist, was insbesondere im Cash Game ein große Rolle spielt, da die Spieler im Vergleich zum normalen Turnierpoker größere Stackgrößen haben (Deepstacked).

Reverse Implied Odds

Mit Reverse Implied Odds bezeichnet man als Spiegelbild dazu die Problematik auf den ersten Blick günstig erscheinende Pot Odds für eine schwache Made Hand oder ein dominiertes Draw zu erhalten, was sich im Verlauf der Hand als teuer entpuppen kann, da man große Pots verliert.

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