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Sandra Naujoks

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Deutschland
Sandra Naujoks

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Naujoks bei der WSOP 2009
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Persönliches
Wohnort: Berlin
Spitzname: Black Mamba
Letzte Änderung: 13. Februar 2013, 14:56

Sandra Naujoks (*11. Juli 1981 in Dessau) ist eine, kurzzeitig von Full Tilt Poker gesponserte, deutsche Pokerspielerin. Durch ihren Gewinn der EPT in Dortmund 2009 wurde sie zur erfolgreichsten deutschen Turnierspielerin.

Biografie und Pokerkarriere

Sie studierte zunächst Germanistik und Geschichte auf Lehramt, mit dem Ziel diese Fächer am Gymnasium zu lehren.

Mit einem anschließenden Marketing und Kommunikationsstudium arbeitete sie bis 2008 zunächst als Grafikerin und Fotomodel, konzentrierte sich dann auf Poker und hatte umgehend Erfolg. Sie spielt vor allem No Limit Hold'em-Turniere, dabei kaum Online, lässt jedoch ihre medialen Film- und Fotoprojekte nicht ruhen.

Sie gewann als erste Frau die GIGA Pokernight, platzierte sich beim Big Sunday und wurde nach ihrem Final Table bei der CAPT in Graz mit gewonnenen 15.960 € von Full Tilt Poker unter Vertrag genommen, wechselte Anfang 2009 ins Lager von PokerStars.

Bei der CAPT in Baden im Jahr 2008 siegte sie sensationell im 4.000 €-Main Event, welches als Europameisterschaft bezeichnet wird und kassierte 174.500 Euro. Im Heads-up schlug sie dabei den russischen Topspieler Alexander Kravchenko, der mit einem Chipvorteil von mehr als 3 zu 1 ins finale Duell gegangen war. Am Finaltisch saßen zudem noch die bekannten Österreicher Stefan Rapp, Ivo Donev und Harry Casagrande.

Für ihre Turnierleistungen im Jahr 2008 gewann sie die Auszeichnung zur Europe's Leading Lady im Rahmen der European Poker Awards, die jährlich im Pariser Aviation Club de France verliehen werden.

Die EPT Dortmund 2009 und die Etablierung in der Spitze

Zum Video
Im Interview mit Gloria Balding

Im März 2009 schaffte es Naujoks eine hervorragende EPT in Dortmund zu absolvieren. Sie umkurvte ihren Starttag, ehe sie den Tag 2 in den Spitzenregionen beendete. Auch am Vorschlusstag spielte sie groß auf und war eine der Chipleader. Der Finaltisch war zunächst unglücklich für die Wahl-Berlinerin gelaufen, bis sie anscheinend in der Pause zum Abendessen sich kräftig stärkte. Nach der Dinnerbreak wendete sich nämlich ihr Blatt, indem sie Mike McDonald und Johan Storakers aus dem Event eliminierte. Im späteren finalen Heads Up-Duell saß ihr Holger Kanisch gegenüber, den sie nach einer Stunde Spielzeit besiegte.

Sie konnte im Verlauf von 2009 noch mehrere große Turniere gut abschneiden, womit Naujoks erneut die Trophäe der Europe's Leading Lady gewann.

Zu Beginn des Folgejahres, beim Highroller-Event der PCA 2010, verpasste sie nur sehr unglücklich den TV-Final Table.

Sie trat beim Event der European Poker Tour in Berlin im März 2010 an, um ihren heimatlichen EPT-Titel zu verteidigen, was Naujoks allerdings bereits am ersten Spieltag misslang, da sie dort ausschied.

Überragende Resultate sind seitdem Mangelware, bei der World Series of Poker 2011 schaffte sie es im Main Event allerdings als 391. ins Geld. Bei der EPT Monte Carlo 2012 wurde Naujoks 51., bei der EPT Deauville im Folgejahr erreichte sie als 116. zum fünften Mal bei der Turnierserie eine Preisgeldplatzierung.

Wissenswertes

  • Sie raucht leidenschaftlich gerne Zigarre und engagiert sich bei humanitären Projekten in Namibia und Kambodscha.
  • Nach Vicky Coren war sie die zweite Frau, die überhaupt erst einen EPT-Titel gewann.
  • Sie ist mit dem Schauspieler Sebastian Deyle liiert.
  • 2009 gründete Naujoks zusammen mit Markus Golser das Spendenprojekt All In 4 Kids, bei dem die Mitglieder von ihren Turniergewinnen 2 % abtreten.
  • 2010 bemühte sie sich um einen Prozess, der „frau aktuell“ zu einer Gegendarstellung eines Artikels forcieren sollte. Darin wurde ihr eine Affäre mit Boris Becker angedichtet und dies mit einem lasziven, offensichtlich nicht von ihr stammenden Foto ilustriert.
  • Bei Live-Turnieren gewann Sandra Naujoks bis dato offiziell rund 1,6 Millionen US-Dollar.

Weblinks