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Seven Card Stud

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Stud-Spieler bei der WSOP, Mike Wattel im roten Pullover.

Seven Card Stud ist eine bekannte Pokervariante. Neben den beiden bekannten Hold'em-Varianten ist Seven Card Stud heute weltweit die beliebteste.

Geschichte

Seven Card Stud entwickelte sich aus dem älteren Five Card Stud, welches heute kaum noch gespielt wird. Erste Verbreitung fand es Ende des 19. Jahrhunderts.

Seven Card Stud wird seit vielen Jahren bei der World Series of Poker und bei der Europameisterschaft in Baden ausgetragen.

Spielablauf

Die folgende Spielbeschreibung folgt der Wertungsvariante High. Bei High/Low wird der Pot am Ende zwischen der besten und „schlechtesten“ Hand aufgeteilt. Das Limit ist Fixed Limit.

Hole Cards und Door Card

Die Spieler erhalten zwei verdeckte und eine offene Karte.

Vor Beginn eines Spieles zahlt jeder Spieler einen Grundeinsatz, das sogenannte Ante, in den Pot, danach erhält jeder Spieler vom Dealer zwei Karten verdeckt – die sogenannten Hole Cards – und eine Karte offen – die Door Card.

Sollten zwei oder mehr Spieler dem Wert nach die gleichen niedrigsten Karten besitzen, so entscheidet die Farbe gemäß der vom Bridge stammenden Reihung: Dabei gilt Kreuz (♣) als niedrigste Farbe, gefolgt von Karo (), Herz () und (♠). Ansonsten beginnt der Spieler mit der niedrigsten Karte.

Der ermittelte Spieler hat nun die Wahl, entweder das Bring In oder die Completion zu leisten, ablegen ist nicht erlaubt. Das Bring In ist ein kleiner Einsatz, zwischen Ante und Completion. Letzteres entspricht dem kleineren Limit.

Nun folgen die anderen Spieler im Uhrzeigersinn. Der nächste Spieler hat die Wahl zu passen, das Bring In mitzugehen – natürlich nur wenn der erste Spieler auch nur das Bring In gebracht hat, zu completen beziehungsweise mitzugehen, wenn schon der erste Spieler die Completion geleistet hat oder auch um eine Completion respektive kleines Limit zu erhöhen. Insgesamt darf in jeder Setzrunde nur dreimal erhöht werden, dann kann man als Spieler nur noch mitgehen oder passen.

Jede Wettrunde ist beendet, wenn alle noch in der Hand verbliebenen Spieler die selbe Anzahl an Chips in den Pot gezahlt haben. Daraus folgt die Regel, dass ein Spieler einen Einsatz nicht zweimal erhöhen kann, wenn kein anderer Spieler erhöht hat.

Vierte Karte und zweite Wettrunde

Jeder Spieler erhält eine weitere offene Karte.

Nach Abschluss der ersten Wettrunde erhält jeder Spieler eine zweite offene Karte – Fourth Street oder Turn genannt – und es folgt die zweite Wettrunde. Ab der vierten Karte spricht immer zuerst der Spieler, der die beste offene Kombination hat. Zudem hat dieser nun die Möglichkeit bei Wunsch abzuwarten und zu checken. Andererseits muss er das kleinere Limit setzen.

Wenn irgendein aktiver Spieler ein offenes Paar zeigt, darf man im Intervall eines Big Bets, also des höheren Limits, setzen und erhöhen. Diese Regelung verfällt nach dieser Setzrunde aber, da danach ohnehin das Setzintervall erhöht wird.

Die vierte Setzrunde ist beendet, wenn alle Spieler den selben Betrag bezahlt haben oder ausgestiegen sind.

Fünfte Karte und dritte Wettrunde

Die Spieler erhalten eine dritte offene Karte.

Wie schon in der Etappe davor erhält jeder Spieler eine dritte offene Karte. Somit haben die Spieler zu diesem Zeitpunkt zwei verdeckte und drei offene, insgesamt also fünf Karte. Daher rührt auch der Name Fifth Street für diese Runde.

Erneut ist zuerst der Spieler an der Reihe, der die höchste offene Kombination hat. Jedoch wird nun das Setzlimit auf das höhere Limit, auch Big Bet genannt, angehoben.

Sechste Karte und vierte Wettrunde

Die vierte offene Karte wird gegeben.

Erneut erhält jeder aktive Spieler eine offene Karte. Die Setzstruktur ist mit der der vorherigen Wettrunde identisch.

Siebte Karte und fünfte Wettrunde

Jeder Spieler erhält zum Abschluss eine dritte verdeckte Karte.

Die letzte der sieben Karten wird verdeckt gegeben. Danach folgt eine weitere Setzrunde nach dem bekannten Verfahren.

Die beste Hand beim Showdown gewinnt den Pot.

Sonderregeln

Im Laufe einer Hand ist es möglich, dass mehr als 52 Karten benötigt werden, um allen Spielern genügend Karten auszugeben.

Sollte die Anzahl der Karten im Deck nicht ausreichen, wird eine Gemeinschaftskarte – im Stud Common Card genannt – die alle Spieler verwenden dürfen, in die Mitte des Tischs gelegt.

Diese Regel kommt aber nur selten zur Anwendung, da mindestens acht Spieler bis zur letzten Karte dabei sein müssten.

Variationen

Auf Grund der großen Anzahl von Setzrunden macht bei Seven Card Stud das Limit Fixed Limit am meisten Sinn. Seven Card Stud wird neben der üblichen Wertungsvariante, High genannt, auch gerne mit High/Low gespielt. In diesem Falle wird der Pot zwischen den Spielern aufgeteilt, die die beste Hand nach üblichen Kriterien und die besten fünf niedrigen Karten haben – Low genannt. Bei der Ermittlung der Low-Hand folgt man dem Ace to Five-Prinzip.

Seven Card Stud Low wird landläufig als Razz bezeichnet.

Weltmeister

Seit der World Series of Poker 2007 wird ein offizieller Weltmeister in der Variante Seven Card Stud ausgespielt.

Literatur

Weblinks