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WPT Barcelona 2008

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WPT Spanish Championship 2008
Teil der World Poker Tour
WPT.png
Datum 23.–27. Mai 2008
Variante No Limit Hold'em
Struktur
Buy In 5.300 Euro
Teilnehmer 253
Geldplatzierungen 27 (10,67 %)
Sieger-Preisgeld 400.000 Euro

Die WPT Spanish Championship 2008 fanden vom 23. bis zum 27. Mai 2008 in Barcelona statt. Zunächst war dieser Tourstopp wie einige andere Events auf der Streichliste der WPT, jedoch gab man in letzer Minute das Stattfinden bekannt.

Die war das erste Turnier der siebten Staffel der World Poker Tour. Das WPT Finale der Staffel VI lag zwar erst einen Monat zurück, jedoch wollte die WPT nochmal ein Schmankerl auf dem europäischen Boden veranstalten, bevor die WSOP begann.

Denn neben dem Zeitpunkt ist auch der Fakt, dass keine TV-Kameras vor Ort waren, ein immenser Nachteil wenn es um ein großes Starterfeld geht. Das Turnier dauerte fünf Tage dauern und hatte zwei Starttage. Die Spieler begannen mit 15.000 an Turnierjetons.

Der amtierende Sieger war der deutsche Markus Lehmann, der 562.000 Euro gewonnen hatte.

Antonio Esfandiari gab als neuer Werbeträger der World Poker Tour Enterprises sein Debüt in Barcelona.

Tag 1a

Annette_15

Am ersten Starttag gingen unter anderem Julian Thew, Annette Obrestad, Antonio Esfandiari, Patrik Antonius und El Matator Carlos Mortensen sowie einige Deutsche ins Rennen. Insgesamt waren es 118 Starter an Tag 1a.

Bereits zu Dinnerbreak war Soren Kongsgaard bereits ausgeschieden.

Für El Matator lief es hindoch bedeutend besser. Er konnte zum Abendessen seinen Stack mehr als vervierfachen und war zu diesem Zeitpunkt einer der Chipleader. Eine große Hand gewann Mortensen, als er mit K7♥ auf dem Flop Q 8 2♥ ziemlich gut da stand. Er erhielt auf Turn 6♣ und River 3♠ eine fast komplette Auszahlung, sein Gegner zahlte zum Schluss auch den Einsatz von 10.000, muckte danach jedoch seine Hand. Am Ende verlor Carlos Mortensen jedoch wieder einige Chips und geht mit etwas mehr als Average in den zweiten Tag.

Patrick Antonius hatt ebenfalls einen abwechslungsreichen Starttag. Erst kam er über zwei Stunden zu spät, dann floppte er die Nuts und konnte sich aufdoppeln. Er zahlte auf dem Flop 7♦ 5♥ 2♣ den Einsatz seines Gegners. Antonius spielte nach der 9♣ auf dem Turn einen Poteinsatz an, was sein Gegner bezahlte. Der River brachte die 5♠ und Antonius ging all in. Er wurde ausbezahlt und drehte 7♠7♣ um, der Kontrahent schmiss seine Karten in den Muck.

Neben Antonius und Mortensen schlossen auch Annette_15, Kristian Kjondal und Alexander Kostritsin mit einem spielbaren Stack den Tag ab. Für den deutschen Tobias Reinkemeier wird es ebenfalls eine Verlängerung geben. Als massiver Shortstack muss Antonio Esfandiari an Tag 2 versuchen, das Ruder rumzureißen.

Tag 1b

Am zweiten Starttag trat dann auch Markus Lehmann in Aktion, um seinen Titel zu verteidigen. Neben ihm waren auch Ram Vaswani, Martin De Knijff, Elky, Bill Edler und Juha Helppi am Start. Zusammenfassend waren es 135 Spieler die an Tag 1b ins Rennen gingen.

Steven Van Zadelhoff, einer der Live the Dream-Sieger von Everest Poker, konnte sich schon früh einen größeren Stack zusammenspielen. Er knackte unter anderem die Asse seines Gegners mit 52 auf dem Board 6 4 3 3 K. Er schied jedoch kurz vor Tagesende aus.

Markus Golser nahm auch an Tag 1b teil, schied jedoch sehr früh aus. Etwas später erwischte es Markus Lehmann und Bill Edler

Der erste Spieler, der die 50.000 Chips-Marke erreichen konnte, war der Schwede Erik Friberg, der auch am Schluss an dritter Stelle an Chips lag.

Für Yevgeniy Timoshenko der Online unter „Jovial Gent“ bekannt ist, lief der Tag auch sehr erfreulich, den er auf Rang 8 abschloss. Es waren zusammen noch 60 Spieler, die am Schluss Chips besaßen.

Tag 2

An Tag 2 kehrten die verbliebenen 135 Spieler der Starttage zurück, um gemeinsam in Richtung der Preisgeldränge zu spielen. Zu jenen zählen auch Michael Keiner, Mats Iremark und Daniel Ryan, die unbeobachtet ihren Starttag erfolgreich absolvierten.

Antonio Esfandiari startete von drittletzten Platz, konnte sich einige Male aufdoppeln, schied jedoch am frühen Abend aus. Auch für das Crazy Horse und Mark Teltscher kam das frühe Ende an Tag 2.

Nachdem Patrik Antonius am Vorabend das Viertelfinale der $25K Heads-Up World Championship erreichte, spielte er nun bei der WPT-Barcelona weiter. Er konnte bis zur Dinnerbreak circa 150.000 an Chips sammeln.

Eine äußerst bekannte Dame musste ihren Platz im Casino Barcelona jedoch räumen. Annette Obrestad ging nach einem Einsatz von ihrem Gegner auf dem Flop 9♦ 4♦ 10♠ all in. Ihr Gegner hatte weniger Chips, bezahlte und drehte 99 um. Annette_15 hielt A 10♦ und brauchte Hilfe von Turn und River, die mit der Q♣ und dem K♣ nicht kam.

Zu ihr an die Rail gesellte sich El Matator nach der Dinnerbreak.

Kofi Farkye sollte sich ebenfalls beim Koch nachfragen was er ihm aufgetischt hatte. Er war einer der Chipleader vor der Pause, doch danach verlor er gleich einen 200.000 Pot. Auf dem Board lagen J 6 4 10, als er das all in seines Kontrahenten bezahlte. Der Gegener namens Thiago Nishijima drehte 66 um und nach der 7 auf dem River muckte Kofi „redsoxsox“ Farkye seine Hand.

Farkye war anscheindend nach dieser Hand gewaltig on tilt, als er Q6 mit noch 22 Big Blinds all in pushte. Jedoch wachte hinter ihm AK und JJ auf, die beide callten. Das Board kam J 10 3 Q 5 und der junge Amerikaner war draussen.

Der Spieltag wurde bei Blind von 1.500/3.000 bei einem Ante von 300 gestoppt. Es waren 28 Spieler über, wobei es nun noch einen Spieler erwischen wird, der kein Preisgeld erhält. Mit 140.900 Chips wird der letzte deutsche Teilnehmer Tobias Reinkemeier in den nächsten Tag starten. Patrik Antonius hatte am Schluss 118.500, Mats Iremark 145.000 und Erik Friberg wird mit 210.450 eine sehr gute Ausgangsposition haben. Daniel Kelly aka „djk123“ nimmt 132.700 mit in den nächsten Tag.

Tag 3

Zu Beginn von Tag 3 schied George Dunst aka „Bond18“ als Erster aus. Ihm blieb somit nur der 28. Platz und als letztem Spieler kein Preisgeld. Daniel „djk123“ Kelly erreichte die erste Preisgeldstufe und erhielt 7.750 Euro.

Auf Rang 23 kam dann unglücklicherweise das Ende von Tobias Reinkemeier. Nachdem er sich mit zwei anderen Spielern den Flop 9♠ 4♦ 3♠ ansah und ein Kontrahent anspielte ging Reinkemeier all in. Der Spieler hinter ihm ging over the top und drehte ein Set Neuner um. Reinkemeier hatte Q♠Q♥ und musste auf zwei weitere Pik oder eine Dame hoffen. Auf Turn und River kamen eine 10♣ sowie eine 7♠ und der letzte Deutsche Teilnehmer war eliminiert und erhielt 7.750 Euro.

Nachdem Patrik Antonius einige Chips am frühen Abend einbüßen musste, versuchte er sein Glück mit einem Coinflip. Jedoch konnten seine 44 gegen A9 auf dem Board 9 5 2 3 7 nicht standhalten und der Finne musste auf Platz 22 gehen.

Der Finaltisch scheint wohl mit unbekannten Namen belegt zu sein, denn mit Mats Iremark musste der nächste große Name auf Rang 20 gehen. Iremarks 33.000 verbliebene Chips gingen mit QJ♣ in die Mitte. Er wurde von A♥K♣ bezahlt und nach dem K 6 5 2 7♥ auf dem Tisch lagen, war der Schwede raus.

Pascal TripleP Perrault schied auf Rang 19 aus, als sein J9 auf dem Board 9 6 7 9 K nicht vorne lag. Denn Erik Friberg hatte mit 58 in der Hand eine Strasse und schmiss den Franzosen aus dem Turnier.

An dem letzten Tisch mit neun Spielern hielt Erik Friberg die Fahne der Pokerprofis hoch. Zu dem Zeitpunkt lag er gut im Rennen und besaß die zweitmeisten Chips. Letzter Tisch deshalb, da bei der WPT der offizielle Final Table aus sechs Spielern besteht.

Es dauerte jedoch 81 Hände bis nächsten drei Spieler Ausschieden. Auf dem siebten Platz erwischte es dann doch Erik Friberg für ein Preisgeld von 50.000 Euro. Er war ziemlich shortstacked als er A 10 ins Gefecht schickte. Er erhielt von AK einen Call und bangte um seinen Turnierverbleib. Q 4 2 3 Q brachte das Board und der Schwede Erik Friberg war der WPT-Final Table-Bubble Boy.

Tag 4 — WPT Finaltisch

Am Tisch der namenlosen wird sich an Tag 4 mindestens ein Spieler einen Namen machen. Der Gewinner erhält 400.000 Euro sowie einen kostenlosen Sitz beim WPT-Finale 2009.

Chipcounts vor Beginn

  • Sitz 1. Casper Hansen - 604.000
  • Sitz 2. Stefan Mattsson - 1.253.000
  • Sitz 3. Andres Vidal - 140.000
  • Sitz 4. Guy Sitbon - 351.000
  • Sitz 5. Martin Lundenius - 421.000
  • Sitz 6. Thiago Nishijima - 1.031.000

Verlauf

Der erste Spieler, der den WPT-Finaltisch verlassen musste, war Martin Lundenius. Er schob mit A 10 seine verbliebenen Chips ins Gefecht, jedoch sollte ihm ein dominanter Gegener mit AK gegenüber stehen. Das Board brachte keine Unterstützungen und Lundenius war eliminiert.

Für Guy Sitbon fand Platz 5 der Traum vom WPT-Titel ein jähes Ende. Mit KQ wandereten seine letzten Chips in die Mitte und wurde Thiago Nishijima bezahlt. Der Brasilianer mit dem japanischen Nachnamen drehte A4 um und nachdem 9 7 6 10 3 auf dem Tisch lagen war Sitbon aus dem Turnier.

87.400 € oder 136.260 $ konnte Andres Vidal nach Venezuela entführen. Erneut war Thiago Nishijima der Sensenmann, denn der Südamerikaner scheiterte mit seinem Paar Zehner gegen Nishijimas Pocket Cowboys.

Nach dem Abendessen gab es ein unglückliches Ende für Thiago Nishijima. Er sah zwar AA in seinen Hole Cards und schaffte es auch sämtliche Chips in die Mitte zu bringen, doch traf Stefan Mattsson mit QQ in der Hand und einer weiteren Dame im Flop ein Set und Nishijima musste auf dem dritten Rang seinen Hut nehmen.

Ins Spiel zu Zweit gingen Casper Hansen und Stefan Mattsson fast gleichauf. Casper Hansen erspielte sich jedoch mit einigen guten Moves einen 2:1 Vorsprung und sollte in der finalen Hand noch einen netten Suckout hinlegen. Er zahlte das all in seines gegeners mit A2. Stefan Mattsson drehte A9 um und war klarer Favorit aufzudoppeln. Doch das Board kam 5 5 2 J K und machte Casper Hansen um 400.000 Euro sowie um den WPT-Barcelona-Titel 2008 reicher. Für Stefan Mattsson waren 220.000 € jedoch auch ein netter Verdienst im ersten Turnier der World Poker Tour VII.