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WPT World Championship 2010

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Five Star World Poker Classic
Teil der World Poker Tour
Bellagio-front.jpg
Datum 18. – 24. April 2010
Variante No Limit Hold'em
Teilnehmer 195
Geldplatzierungen 18 (9,23 %)
 Genaue Ergebnisse 
Gewinner David Williams
Sieger-Preisgeld 1.530.537 $
Geschichte
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Im Bellagio war schon einmal mehr los.

Die WPT World Championship 2010 fanden vom 18. bis zum 24. April 2010 in Las Vegas im Bellagio statt. Das große WPT-Finale hatte wie gewohnt ein Buy In von 25.000 US-Dollar. Es nahmen lediglich 195 Spieler daran teil. David Williams nahm für seinen ersten Platz dennoch mehr als 1.500.000 $ entgegen.

Die Turnierserie war durch massive Fehlentscheidungen durch die Turnierdirektion geprägt. Im Vorfeld hatte es eine Serie von Nebenturnieren gegeben, die extrem schlecht besucht gewesen waren. Zunächst war auf dem Plan gestanden, dass sämtliche Side-Events mit rund 15 Turnieren als $1K-Rebuys ausgespielt geworden wären. Im letzten Moment waren etliche Events noch in gewöhnliche Freezeouts zu diversen Einkaufswerten umgewandelt worden. Zudem fanden fast zeitgleich die beiden finalen Turniere der sechsten EPT-Saison statt, für die es im Gegensatz zum Bellagio-Event, viele Online-Qualifier gab. Die Spieleranzahl sank auf 195 ab, ein Einbruch um etwa 40 % im Vergleich zum Vorjahr.

Damals nahmen 338 Spieler teil. Das Turnier sowie 2.150.000 US-Dollar sicherte sich Yevgeniy Timoshenko. Dabei kam Boris Becker auf den 40. Rang.

Verlauf

Phil Ivey segnete am zweiten Tag das Zeitliche.
Ihm tat es „Kid Poker“ gleich.

Tag 1

Da die Spieler einen Start-Stack von 500 Big Blinds und 100.000 Chips hatten, ließen sich viele Spieler traditionell Zeit, bis sie eintrudelten. Waren anfangs erst 100 Spieler angemeldet, stieg die Zahl bis zum Ende des Tages auf 161. Trotz des gigantischen Stacks segneten bereits 23 Spieler das Zeitliche.

Shawn Buchanan schloss den Tag als deutlicher Chipleader mit 400.000 Chips ab. Ebenfalls gut im Rennen lagen David Benyamine und Titelverteidiger Yevgeniy Timoshenko sowie der einzigartige Phillip Ivey.

Tag 2

„ Kathy Liebert […] outplayed me! I Ad-Ah, she 7-7 I raise to 5500, she […] called, flop 9c-7s-3h, I bet 12k, she 30k, me all in 90k, turn 6, river ACE!! I was broke, but hit ace for 220,000!! Nice to catch a break, [sorry] […] you playing great! “

— Phil Hellmuth über seinen Twitter-Account

Da die Anmeldefrist erst während des zweiten Tags endete, festigte sich die Teilnehmerzahl zum Ende der Frist auf 195. Das sind im Vergleich zum Vorjahr ein 40 prozentiger Rückgang, um im Vergleich zu 2008 gar ein 60 prozentiger.

Der Tag begann mit einem Paukenschlag. Phil Ivey schaffte es, Daniel Negreanu als 85 prozentigen Underdog dazu zu bewegen, seinen Stack in die Mitte zu schieben. Negreanu deckte auf dem Turn einen Drilling mit einer Neun als Kicker auf, Ivey drehte ein Set um. Der River brachte allerdings eine Neun, un Negreanu verdoppelte in einem relativ großen Pot auf 170.000 Chips.

Für beide Superstars sollte es allerdings nicht reichen, den zweiten Spieltag zu überstehen, sie schieden jeweils aus. Dabei waren sie aber in guter Gesellschaft, denn mit Spielern wie Martin De Knijff, Paul Wasicka, John Duthie, Kevin Schaffel, Tom Dwan, Sorel Mizzi, Joe Beevers, Chau Giang, Brian Rast, Chris Ferguson, Alexandre Gomes, Gavin Smith und David Chiu schieden etliche der weltbesten Spieler frühzeitig aus.

Die Geschichte des Abends schrieb aber wieder einmal Phil Hellmuth. Nach einem spielerisch mäßigen Tag, sah Hellmuth mit knapp 90.000 Chips und AA zusammen mit Kathy Liebert einen Flop von 973. Hellmuth setzte 12.000, Liebert erhöhte auf 30.000 und der „Poker Brat“ schob seine Chips in die Mitte. Liebert macht einen rasanten Call und deckte 77 auf. Hellmuth benötigte eines der beiden Asse. Während auf dem Turn die 6♥ kam, ließ sich tatsächlich ein sprichwörtliches „Ace on the River“ blicken, welches Hellmuth auf 200.000 Chips aufdoppelte und Liebert cripplete.

Tag 3

„ JJ Liu raise, I smooth QQ cutoff, button call, Andew [Lichtenberger] reraise BB, I call, flop 6-5-4, he bet, I call, turn J, he all in 161k, I call riv Q!! “

— Phil Hellmuth über seinen Twitter-Account

98 Spieler, knapp die Hälfte der Teilnehmer, waren zu Beginn von Tag 3 wieder dabei. Zu den ersten Opfern gehörten zwei Eriks und ein Eric, nämlich Seidel, Cajelais und Froehlich. Es folgten Top-Pros wie Freddy Deeb und Hoyt Corkins sowie Howard Lederer, John Juanda und Justin Bonomo.

Die Hand des Tages gehörte wiederum Phil Hellmuth. Kurz vor Ende des dritten Spieltags wurde er mit Andrew Lichtenberger, den er minimal gecovert hatte in einen großen Pot verwickelt. Auf einen Raise von J.J. Liu callte Hellmuth nur mit Q♥ Q♣. Der Spieler auf dem Button ging mit und Lichtenberger erhöhte aus dem Big Blind. Hellmuth callte und sah einen Flop von 6♦ 5♥ 4♠. Erneut zahlte Hellmuth Lichtenbergers Einsatz. Als auf dem Turn der J♣ kam schob Lichtenberger seinen Stack von 161.000 Chips in die Mitte. Der „Poker Brat“ ging in den Tank und callte für den größten Teil seines Stacks. Lichtenberger drehte sogleich K♠ und K♥ um, womit Hellmuth entweder die Q♠ oder Q♦ auf dem River hätte sehen müssen. Dieser brachte tatsächlich die Q♦ und katapultierte Hellmuths Stack auf etwa 700.000 Chips, während Lichtenberger sich verabschieden musste. Erstaunlich ist dieser Umstand besonders deshalb, weil Hellmuth bereits am Tag davor einen 2-Outer getroffen hat, der ihn von dem Ausscheiden bewahrte (siehe oben).

Obwohl Hellmuth diesen riesiger Pot gewann und den Tag weniger später sogar noch mit 806.000 Chips beenden konnte, war er noch etwas vom Chipleader entfernt. So hatte Shawn Buchanan bereits über 1.800.000 Chips eingesammelt, hinter ihm tummelte sich mit Heather Sue Mercer die zweite der beiden Damen. Billy Baxter und Faraz Jaka lagen ebenfalls noch vor Hellmuth. Hinter diesem waren David Williams und David Benyamine in aussichtsreicher Position. Auch über dem Durchschnitt waren Nikolay Evdakov, Carlos Mortensen und Scotty Nguyen. Unter diesem lagen J.J. Liu, Cliff Josephy, Randal Flowers, Titelverteidiger Yevgeniy Timoshenko und Dave Ulliott. Insgesamt sind noch 35 Titelaspiranten im Rennen gewesen.

Tag 4

Carlos Mortensen kam zwar weit, der ehemalige WPT-Champion musste aber ohne Preisgeld auskommen.
Einige Spieler nach Tag 4
# Name Chips
1 Faraz Jaka 3.117.000
2 David Benyamine 2.350.000
3 David Williams 2.072.000
4 Billy Baxter 1.630.000
5 Nikolay Evdakov 1.426.000
6 Phil Hellmuth 1.377.000
7 Shawn Buchanan 1.224.000
9 Scotty Nguyen 941.000
11 J.J. Liu 674.000
14 Cliff Josephy 458.000
16 Josh Arieh 303.000

Als erster prominenter Spieler musste an Tag 4 Dave Ulliott seine Hoffnungen begraben. Er schied an 31. Stelle und somit auch noch außerhalb der Preisgeldränge aus. Als nächsten bekannten Spieler erwischte es Carlos Mortensen, der 27. wurde. Als weiteren ehemaliger Gewinner – in diesem Fall sogar der Titelverteidiger – erwischte es Yevgeniy Timoshenko. Auch Randal Flowers musste ohne Preisgeld die Heimreise antreten; doch die brutalste Hand des Tages stand noch bevor.

Heather Sue Mercer, die New Yorker Keksfabrikantin, die fast das ganze Turnier sehr weit oben war, erhöhte bei Blinds von 8.000/16.000 utg auf 40.000. Faraz Jaka, der sie gecovert hatte, erhöhte dahinter auf 110.000. Als die Action wieder zu Mercer kam, setzte sie einen 4-bet auf 300.000 an, den Jaka mit einem All-In-Push beantwortete. Mercer ging sofort mit und deckte AA auf, während Jaka 3♦ 9♠ für Neun hoch zeigte. Der Flop brachte schmerzerregende 9♦ 8♣ 3♠, womit Jaka nunmehr der klare Favorit in der Hand war. Als auf dem Turn die 5♥ kam, schien das Schicksal der Amerikanerin besiegelt. Durch die 10♣ auf dem River stand dann fest, dass das Turnier für Mercer außerhalb der Preisgeldränge endete; sie wurde 21. Auch Todd Terry ging als 20. leer aus. Der Bubble Boy war auf dem 19. Platz Maroun Jazzar.

Nachdem fest gestanden war, dass alles verbliebenen Spieler im Geld waren, wurde der vierte Spieltag beendet. Im Rennen um die begehrteste WPT-Trophäe befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch zahlreiche Top-Pros.

Tag 5

Ob man ihn nun hasst oder liebt… aber Phil Hellmuth war in der Endphase des Turniers wieder das Hauptthema.
Spieler nach Tag 5
# Name Chips
1 John O'Shea 3.174.000
2 Scotty Nguyen 2.637.000
3 David Benyamine 2.561.000
4 David Williams 2.549.000
5 Billy Baxter 2.429.000
6 Eric Baldwin 2.130.000
7 Cliff Josephy 1.269.000
8 Shawn Buchanan 1.087.000
9 Nikolay Evdakov 922.000
10 Phil Hellmuth 839.000

Am fünften Spieltag wird von den 18 verbliebenen Spielern auf zehn Spieler herunter gespielt. Das erste Bustout betraf an diesem Spieltag Tony Cousineau, der praktisch das ganze Turnier über ein Shortstack war. Nach Matt Stout auf Rang 17 schied Josh Arieh auf einem 16. Platz aus.

Nach nur zwei Stunden erwischte es völlig überraschend den als klaren Chipleader gestarteten Faraz Jaka. Dieser callte auf einem Board von A♦ 10♥ 9♣ J♣ 7♠ einen riesigen Overbet von David Williams, welcher ihn gecovert hatte. Während Jaka A♥ A♠ für das Top-Set zeigte, hatte Williams mit K♠ Q♥ die Nuts und nunmehr den deutlichen Chiplead inne. Für Jaka hingegen war die Katastrophe perfekt.

Auf dem 13. Rang verabschiedete sich mit J.J. Liu die letzte Dame, ihr folgte Jason Lester nach. Somit waren noch elf Spieler verblieben und der Tag stand eine Eliminierung vor dem Ende. Bis der Bubble Boy des Zehner-Finaltisches gefunden war, dauerte es einige Zeit und interessante Hände lang.

Den Anfang machten Hellmuth und Cliff Josephy. Der „Poker Brat“ erhöhte bei Blinds von 12.000/24.000 und 3.000 Ante aus mittlerer Position auf 65.000. Cliff Josephy ging aus dem Cutoff für 484.000 All In. Hellmuth nahm sich etwas Zeit und foldete schlussendlich JJ. „JohnnyBax“ leiß ihn seine Karten anschauen. Über seinen Twitter-Account ließ Hellmuth die Pokerwelt wissen, dass Josephy Könige hatte.

Auch im nächsten entscheidenden Pot zog Hellmuth den Kürzeren. Er bezahlte mit K♥ Q♥ Eric Baldwins All In auf einem Board von A♠ J♠ 10♠ 3♣. Als Baldwin 9♠ 8♠ umdrehte, stand bereits fest, dass Hellmuth die Hälfte seiner Chips verloren hatte.

In der Folge verdoppelte Scotty Nguyen gegen David Williams in einem massiven Pot, da sein Top-Set Williams Overpair mit Gutshot stand hielt. Nur wenige Minuten später sollte es dann passieren. Olivier Busquet ging mit A♣ Q♥ All In, doch Cliff Josephy hatte ihn mit Q♠ Q♣ gut im Griff. Das Board sollte für Busquet keine Hilfe bringen, womit er auf dem elften Platz ausschied.

Unter den letzten zehn Spielern befinden sich neun Namen, die bei Pokerfans durchaus sehr klangvoll sind. Lediglich der Chipleader John O'Shea ist ein relativ unbeschriebenes Blatt. Der Ire hat zu diesem Zeitpunkt aber auch schon einen Finaltisch bei der World Series of Poker und zwei Geldplatzierungen bei der North American Poker Tour erreicht.

Mit Phillip Hellmuth und Scotty Nguyen befinden sich auch noch zwei Main Event-Sieger im Feld. Sie haben die Chance, nach Carlos Mortensen der zweite Spieler zu werden, der sowohl das WPT-Finale als auch den „Big Dance“ zu gewinnen. Nguyen könnte gar zum ersten Spieler werden, der zusätzlich dazu noch das 50.000 $ H.O.R.S.E.-Turnier, die heutige „Poker Player's Championship“, gewonnen hat. Mit Billy Baxter, David Benyamine, Cliff Josephy, Eric Baldwin und David Williams gibt es weitere fünf Braceletgewinner.

Tag 6

„  Winning WPT Championship is a dream of mine, a dream that I have had for 7 or 8 yrs. Now I am at the final table + I can see the finish line.
It is important for me to realize that I am blessed as I have a chance to achieve another dream!!  “

— Phil Hellmuth über seinen Twitter-Account
Für Cliff Josephy war nach einem brutalen Cooler auf Rang 10 Endstation.

Im Anschluss an den vorhergehenden fünften Spieltag machte Phillip Hellmuth wieder mit pathetischen Twitter-Meldungen auf sich aufmerksam. Wenn man sich die Meldungen ansieht, die er vor dem Finaltisch des Bay 101 Shooting Star 2010 verbreitete, könnte man um die mentale Gesundheit Hellmuths fürchten. Als er dort nämlich auf dem sechsten Platz eliminiert wurde und vor Verzweiflung kniend vor den Fernsehkameras posierte, gab er ähnliche Äußerungen von sich.

Am sechsten Spieltag wird man das Teilnehmerfeld von zehn auf sechs Spieler „dezimieren“. Die sechs Auserwählten werden dann den TV-Finaltisch ausspielen. Der Beginn des Tages war auf 12.00 Uhr PT Ortszeit (21.00 Uhr MEZ) angesetzt, tatsächlich verschon er sich aber etwa eine halbe Stunde nach hinten.

Bereits in der elften Hand kam es zu einem kleinen Feuerwerk. Cliff Josephy 3-bettete auf einem Board von 9♣ 8♣ 6♠ All In, David Williams ging mit. Als die Karten aufgedeckt wurden, offenbarte sich ein enormer Cooler. Josephy hat zwar mit 9♠ 9♥ das Top-Set, jedoch zeigte Williams ihm mit 10♣ 7♣ die für Josephy schlechtestmögliche Hand. Auf dem Turn kam eine unbedeutende 5♠, doch der River war die 6♣, womit Josephy zwar ein Full House machte, Williams dieses aber durch einen Straight Flush abgedeckt hatte. Da Williams „JohnnyBax“ gecovert hatte, ging dieser an zehnter Stelle mit etwa 56.000 $ nach Hause.

Danach verlief es einige Zeit ruhig. In der 37. Hand am Zehner-Finaltisch nahm Scotty Nguyen am bis dato größten ausgespielten Pot John O'Shea etwa 1.000.000 Chips ab. Im Anschluss daran sollte die Zeit des Phillip Hellmuth anbrechen. Nachdem er in der darauffolgenden Hand seinen ersten Pot des Abends gewann und in der 42. Runde seinen zweiten, kam es daraufhin zu einem denkwürdigen Ereignis.

Hellmuth erhöhte utg mit J♥ J♠ bei Blinds von 20.000/40.000 und 4.000 Ante auf 100.000 Chips. Evdakov, der etwas mehr Chips hatte als der „Poker Brat“, reraiste aus früher Position auf 250.000. Hellmuth ging mit, der Flop brachte Q♥ 9♦ 8♠. Nach Hellmuths check in the dark setzte Evdakov Hellmuth für etwa 400.000 All In. Dieser setzte sein Turnierleben aufs Spiel. Als Evdakov ihm K♠ K♣ für ein Overpair zeigte, schien Hellmuths Chance auf seinen wichtigsten Sieg seit mehr als 20 Jahren dahin zu sein. Der Turn stellte mit dem A♥ keine Hilfe für ihn dar. Als auf dem River jedoch der J♦ erschien, war das Wunder perfekt. Durch diese Karte verdoppelte Hellmuth nicht nur auf 1.300.000 Chips, sondern crippelte Evdakov auch beträchtlich. Der Russe wurde nur zwei Hände später ausgerechnet gegen Hellmuth aus dem Turnier geworfen, wobei er für den neunten Rang etwa 75.000 $ gewann. Doch auch zu diesem Zeitpunkt schien die ganze Pokerwelt immer noch in einer Schockstarre zu sein, hatte Hellmuth doch zum dritten Mal in Folge in einem elementaren Pot ein Set auf dem River getroffen.

Es benötigte dann einen Cooler, um in der ermüdenden 145. Hand des Tages den achtplatzierten Spieler zu ermitteln. Auf einem Board, das J♥ 10♦ 6♦ 8♥ zeigte, callte Scotty Nguyen einen All-In-Bet von David Benyamine. Während letzterer 10♥ 10♠ hatte, konnte Nguyen nur 8♦ 8♣ vorzeigen. Der River brachte eine wertlose 7♦, womit Nguyen den Back-To-Back-Finaltisch versäumte.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Hellmuth bereits die Hälfte seiner einst etwa 2.900.000 Chips durch Blinds und Antes eingebüßt. Zwar versuchte er einige Erhöhungen vor dem Flop, legte seine Hand auf einen 3-bet aber immer ab. So kam sein Ende ausgerechnet am für ihn so bitteren TV-Bubble an siebter Stelle. In seiner letzten Hand ging er utg für etwa 500.000 Chips All In, Williams ging vom Button mit. Hellmuth hatte nur 10♠ 10♦ vorzuweisen, Williams dagegen aber A♦ J♠. Das Board brachte keine Hilfe und der „Poker Brat“ musste einen weiteren seiner Träume begraben. Der siebte Platz war für ihn etwa 150.000 $ wert und der Tag am Ende angekommen.

Tag 7 – Der Finaltisch

Chipcounts vor dem Finaltisch
Rang Name Chips
1 David Benyamine 4.705.000
2 David Williams 4.700.000
3 Eric Baldwin 4.490.000
4 Billy Baxter 2.440.000
5 Shawn Buchanan 1.965.000
6 John O'Shea 1.200.000

Der Finaltisch begann am 25. April um 1.00 Uhr MEZ. Er wurde wie gewöhnlich für das Fernsehen aufbereitet und wird im Juli des Jahres auf FSN übertragen werden.

Bereits in der 14. Hand kam es zum ersten Bustout. John O'Shea ging vom Small Blind All In, Billy Baxter ging im Big Blind mit. Als die Karten aufgedeckten wurden, war klar dass der Ire nur versuchte die Blinds und Antes zu stehlen. Alles was er vorweisen konnte war 6♦ 3♣, während Baxter A♠ 10♣ hatte. Das Board brachte keine Hilfe, womit O'Shea an sechster Stelle ausschied und dafür 200.000 $ gewann.

Nachdem der Veteran Billy Baxter einen großen Pot gegen David Williams verloren hatte, ging er vom Button All In. Williams callte im Big Blind. Baxter war mit A♠ J♠ Williams K♥ 10♥ überlegen, doch der Flop brachte mit A♦ Q♣ J♦ die Straße für David Williams. Das Full House für Baxter kam nicht, und so wurde er für knapp 250.000 $ Fünfter. Williams dagegen hatte Four Handed schon mehr als die Hälfte aller Chips, mehr als 10.000.000.

Nachdem der Durchschnittsstack nur noch bei 25 Big Blinds lag, waren insbesondere die Shortstacks gezwungen zu handeln. So ging David Benyamine für exakt 3.205.000 Chips mit J♥ Q♥ im Small Blind All In, Eric Baldwin ging mit A♥ 5♠ mit. Das Board brachte für den fülligen Franzosen keine Hilfe, womit dieser als Vierter für etwa 330.000 $ eliminiert wurde.

In der 114. Hand des Tages fiel dann eine bittere Vorentscheidung. Williams und der bis dahin sehr unauffälige Shawn Buchanan brachte ihre insgesamt 14.000.000 Chips in die Mitte. Während Buchanan Q♠ Q♣ hatte,war Williams mit 9♠ 9♦ „crushed“ und stand kurz davor gecrippled zu werden. Durch eine weitere Neun auf dem Flop verdoppelte er aber fast und kickte Buchanan als Dritter aus dem Turnier. Dieser erhielt als Trost fast 600.000 $.

David Williams ging mit einem riesigen Chiplead ins Heads Up gegen Eric Baldwin. Nach knapp 20 Händen sollte er diesen effektiv nutzen können. Er ging ein All In von Baldwin mit, wobei dieser A♥ 5♥ hatte. Durch die Pocket-Zweier von Williams stand ein Coinflip für knapp die Hälfte der Chips bevor. Zwar brachte der Flop ein Ass, eine weitere Zwei auf dem Turn besiegelte aber den Sieg des Runner-Ups des Main Events 2004. Während Eric Baldwin etwas über 1.000.000 $ bekam, gewann David Williams für den ersten Platz mehr als 1.500.000 $.

Spieler des Jahres

Da es das letzte WPT-Turnier dieser Saison ist, wird der Spieler, der nach dem Championship-Event die meisten Punkte gesammelt hat, Spieler des Jahres werden. Faraz Jaka hatte als Führender dieser Wertung sein Schicksal lange selber in der Hand, durch seinen 14. Platz konnte er seinen Gegnern aber nicht entscheidend vorlegen.

Mit dem Ausscheiden von Olivier Busquet auf Platz elf gab es nur noch drei Spieler, die Jaka noch von der Spitze hätten verdrängen konnten. Phil Hellmuth, Scotty Nguyen und Shawn Buchanan hätten alle einen Sieg benötigt, um sich zum Spieler des Jahres zu küren. Von ihnen schnitt Buchanan als Dritter am besten ab – mit seinem Ausscheiden war klar, dass Faraz Jaka der Spieler des Jahres war.

Preisgeldplatzierungen

Vor dem Finaltisch

Platzierung Spieler Preisgeld in ($)
18. Tony Cousineau 47.033
17. Matt Stout 47.033
16. Josh Arieh 47.033
15. Robert Cooper 51.736
14. Faraz Jaka 51.736
13. J.J. Liu 51.736
12. Jason Lester 56.439
11. Olivier Busquet 56.439
10. Cliff Josephy 56.439
9. Nikolay Evdakov 75.252
8. Scotty Nguyen 105.823
7. Phil Hellmuth 152.856

Am Finaltisch

Platzierung Spieler Preisgeld in ($)
6. John O'Shea 199.888
5. Billy Baxter 246.921
4. David Benyamine 329.228
3. Shawn Buchanan 587.906
2. Eric Baldwin 1.034.715
1. David Williams 1.530.537

Weblinks